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Überraschende Wende im kolumbianischen Kohlegeschäft

Überraschende Wende im kolumbianischen Kohlegeschäft

Heute, am 28. Juni 2021, überraschte Glencore mit einer Meldung , die viele Beobachter schon länger erwarteten: Glencore übernimmt von BHP und Anglo American deren Anteile an Cerrejón und wird zum alleinigen Besitzer der grössten Tagebau-Kohlemine in Lateinamerika. Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Glencore vor dem Schiedsgericht der Weltbank, gestützt auf das bilaterale Investitionsschutzabkommen zwischen der Schweiz und Kolumbien, gegen den kolumbianischen Staat klagt, weil der Abbau des Minenabschnitts La Puente gerichtlich blockiert ist.

Komplexe Flüchtlingssituation in Kolumbien

Komplexe Flüchtlingssituation in Kolumbien

Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag der UNO, wobei auf der ganzen Welt in verschiedenen Aktionen auf die Situation der Flüchtlinge aufmerksam gemacht wird. Kolumbien ist speziell von Binnenflüchtlingen betroffen, wird aber auch seit einigen Jahren von Flüchtlingen aus Venezuela gefordert. Die ask! nimmt sich den Tag zum Anlass, über die komplexe Situation in Kolumbien zu informieren.

Verhandlungen mit dem ELN – ein unmöglicher Friedensprozess?

Verhandlungen mit dem ELN – ein unmöglicher Friedensprozess?

In der jetzigen Lage in Kolumbien, mit dem weiter andauernden nationalen Streik, der alarmierenden Militarisierung durch die Regierung und steigenden Zahlen von Menschrechtsverletzungen, scheint das Thema von Friedensverhandlungen mit dem ELN nicht gerade das aktuellste Thema. Nichtsdestotrotz ist das Thema im Mai wieder in die Schlagzeilen gelangt. Nicht nur weil dies eine Forderung des nationalen Streikkomitees an die Regierung ist, sondern auch wegen des Rücktritts des Hohen Friedenskommissars der kolumbianischen Regierung am 22.05.2021.

Unsere Themen

Kolumbien ist ein von Gegensätzen geprägtes Land. Geographisch und kulturell präsentiert sich Kolumbien in einer unvergleichlichen Diversität. Obwohl sich Kolumbien gerne als älteste Demokratie Lateinamerikas sieht, trüben über 60 Jahre Bürgerkrieg und damit einhergehend eine chronische und umfassende Krise der Menschenrechte das Bild. Dabei sind die Menschenrechte auf allen Ebenen – bürgerlich-politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle und kollektive Rechte – betroffen. Seit 2016 besteht ein Friedensabkommen zwischen der Regierung und der ältesten Guerrilla Südamerikas – der FARC-EP. Dies sollte ein Zeichen des Wandels sein, der definitive Schritt in Richtung Frieden für Kolumbien. Leider gibt es verschiedene Strukturen und Probleme, die dem Frieden im Weg stehen. Dazu zählt unter anderem die Drogenpolitik, die weiterhin repressiv und auf Kosten der Schwächsten geführt wird, sowie die ungleiche Landverteilung. Auch bestimmte Teile der Wirtschaft profitieren von einem bewaffneten Konflikt und der Missachtung von Menschenrechten.

All dies sind Themen, welche die ask! – 1987 von Kolumbien-Interessierten gegründet – mit ihrer Informations- und Lobbyarbeit behandelt und sich damit für eine Verbesserung der Situation einsetzt.