05/03/12

Von Strassenaktionen bis zum UNO-Besuch – Eine erfolgreiche Gira neigt sich allmählich dem Ende zu

03.05.2012

Zwischen dem 25. April und dem 2. Mai fand der erste und grösste Teil der von der ask! organisierten Veranstaltungen und Treffen anlässlich des Besuchs unserer beiden Gäste aus Kolumbien statt. Der Menschenrechtsanwalt Alirio Uribe (CAJAR) gelangte während der Gira mit einem flammenden Appell an die internationale Gemeinschaft sowie die Schweizer Regierung.

Angelica Ortiz, Generalsekretärin der Basisorganisation Fuerza Mujeres Wayúu, fordert von der kolumbianischen Regierung, den Schweizer Unternehmen sowie allen Beteiligten die Respektierung der Consulta Previa und der internen Entscheidungsprozesse der Gemeinschaften der Region La Guajira, welche die Bergbauaktivitäten der Unternehmung El Cerrejón scharf kritisieren, selbstbestimmte Umsiedlungsprozesse fordern und sich entschieden gegen die vorgesehene Flussumleitung des Río Ranchería stellen.

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Unterschreiben Sie die Briefe an Cerrejón/Xstrata und Glencore!

03/29/12

Bergbaubetroffene suchen in der Schweiz nach Unterstützung für ihre Anliegen

29.03.2012 | von Annette Wallimann und Stephan Suhner

Im Rahmen ihrer Arbeit zu Bergbau und Menschenrechte empfängt die Arbeitsgruppe Schweiz - Kolumbien in der zweiten Aprilhälfte zwei Gäste aus Kolumbien: Die indigene Führungsfrau Angelica Ortiz vom Volk der Wayuu und den Menschenrechtsanwalt Alirio Uribe vom Anwaltskollektiv "José Alvear Restrepo", kurz CAJAR. Mit den beiden fachkundigen Gästen wird die ASK verschiedene öffentliche Veranstaltungen in Bern, Genf, in Graubünden und St. Gallen durchführen. Die genauen Angaben werden fortlaufend unter unserer Rubrik "Veranstaltungen" veröffentlicht.

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03/29/12

Glencore schummelt in Kolumbien bei den Royalties

29.03.2012 | von Stephan Suhner

Die Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien vermutet seit längerem, dass Glencore in Kolumbien Steuern und Royalties hinterzieht. Seit einiger Zeit führt der kolumbianische Rechnungsprüfungshof (Contraloría General de la República) Untersuchungen zu Glencore und ihren Tochterfirmen durch. Gemäss Dokumenten der Contraloría, die kolumbianischen Journalisten vorliegen, hätte Glencore juristische Winkelzüge benutzt, um nur die Hälfte der eigentlich geschuldeten Royalties zu bezahlen. Insgesamt gehe es um die Summe von fast 100 Millionen USD die dem kolumbianischen Staat dadurch entgangen seien. 

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02/21/12

Proteste wegen mangelhaften Umsiedlungen

21.02.2012

Zwischen dem 13. und 16. Februar 2012 kam es in verschiedenen Dörfern der Kohlenabbauregion in Cesar zu Protesten der Bevölkerung. Grund dafür waren nicht eingehaltene Versprechen der Unternehmen – darunter Glencore - und des Operator FONADE über die Umsiedlung sowie Umweltprobleme und mangelnde Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung. Während die Unternehmen die Anliegen der Bevölkerung auf die lange Bank schoben, begann die Sonderpolizei ESMAD, die Strassenblockaden der empörten Bewohnerinnen und Bewohner gewaltsam aufzulösen. Kriminelle, bewaffnete Banden benutzten die ursprünglich friedlichen Proteste der Lokalbevölkerung, um sich mit der Polizei Schiessereien zu liefern. Bilanz der Unruhen: Zwei tote Polizisten, mehrere verletzte Bewohner, acht abgebrannte Häuser in Plan Bonito, viele zerstörte Fahrzeuge und vage Versprechen der Behörden und der Unternehmen.     

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01/23/12

Kampagne "Recht ohne Grenzen": Lorenz Keiser greift durch

23.01.2012

Manche Schweizer Konzerne verstossen im Ausland gegen Menschenrechte und Umweltstandards. Der Kabarettist Lorenz Keiser hat deshalb für die von der ASK unterstützte Kampagne „Recht ohne Grenzen“ einen spektakulären Test gemacht - aber sehen Sie selbst!

Jetzt Film ansehen und Petition unterschreiben

12/03/11

Opfer von Las Pavas verleumdet

03.12.2011

Eine Staatsanwältin aus Cartagena hat gestützt auf Aussagen von zwei zweifelhaften Personen beschlossen, eine Untersuchung wegen gewaltsamer Räumung und Vertreibung in Las Pavas zu archivieren. Ein ehemaliges Mitglied der Bauernvereinigung ASOCAB und heutiger Arbeiter des Palmunternehmens El Labrador zog im Juni 2011 frühere Aussagen zurück und behauptet nun, über die vermeintlichen Vertreibungen gelogen zu haben. Die Staatsanwältin hält nun fest, es habe in der fraglichen Gegend im Süden Bolivars nie Vertreibungen und paramilitärische Gewalt gegeben. Alles sei ein von NGOs unterstütztes Lügengebäude gewesen, um den Staat zu betrügen. Führungspersonen der ASOCAB seien Guerilleros, gegen die betrügerischen NGOs – darunter auch mehrere aus der Schweiz – müsse ermittelt werden.

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Spezialreportagen zum Kohletagebau im Departement Cesar

Kohlentransport in La Jagua

Die nationale Nachrichtensendung CM& hat eindrückliche Reportagen über die Probleme des Kohlenabbaus in Cesar gemacht, es sind Filme von je gut 4 Minuten. CM& ist eine der grossen nationalen kolumbianischen Nachrichtensendungen. Die Reportagen berichten über die Luftverschmutzung, die Atemwegserkrankungen, die Zerstörung der Landschaft, der Vegetation, über die Schädigung der Flussläufe – u.a. durch Glencore – und die Absenkung des Grundwasserspiegels. Erwähnt werden aber ebenso die Schäden an Häusern, die der Kohlenzug verursacht, die kritische soziale Lage mit ungenügender Infrastruktur, Kinderprostitution, die grassierende Korruption mit all den verschwendeten und geraubten Royalties.

CM& la Noticia Informe Especial. El carbón se come al Cesar 1/4
El carbón se come al Cesar 2/4
El carbón se come al Cesar 3/4

El carbon se come al Cesar. La tragedía en Valledupar 4/4

Aktuell

Kampagne "Recht ohne Grenzen"

http://www.rechtohnegrenzen.ch/de/

Bundesrat und Parlament sollen mit klaren Regeln sicherstellen, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz weltweit die Menschenrechte und Umweltstandards einhalten. Das fordern rund 50 Organisationen in einer gemeinsamen Kampagne „Recht ohne Grenzen“.