05/16/13

Glencore Xstrata plc.: Wir schauen hin – auch nach der Fusion!

16.05.2013

Am 2. Mai 2013 fusionierte Glencore und Xstrata zu Glencore Xstrata plc., einem der weltweit grössten und intransparentesten Mega-Minenkonzernen. Doch der Konzern hat zahlreiche Leichen im Keller und die Aussichten auf Besserung unter der neuen Struktur sind düster. Das NGO Netzwerk „Shadow Network – Glencore Xstrata Watchdogs“, die deutsche Stiftung ethecon, die Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien und MultiWatch fordern vom neuen Minenkonzern, die ungesühnten Verstösse gegen Menschenrechte und Umweltnormen unter Anwendung einer umfassenden Sorgfaltspflicht und einem transparentem Reporting lückenlos  aufzuarbeiten und Wiedergutmachung zu leisten. Glencore Xstrata plc. muss einen Massnahmen-Katalog und Policies veröffentlichen und glaubhaft darlegen, wie solche Verstösse und Missstände zukünftig vermieden und geahndet werden können.

Medienmitteilung zur Aktionärsversammlung

Communiqué des Shadow Networks deutsch

Communiqué des Shadow Networks  spanisch

05/02/13

Gemeinschaft von El Hatillo suspendiert Verhandlungen über die Umsiedlung

02.05.2013

Seit 2010 steht die Gemeinschaft von El Hatillo in einem Umsiedlungsprozess, nachdem das Umweltministerium diese Massnahme wegen der starken Luftverschmutzung durch die Kohleminen angeordnet hatte. Die kolumbianische NGO Pensamiento y Acción Social (PAS) begleitet in Zusammenarbeit mit der ask! diese Gemeinschaft. El Hatillo hätte bis September 2012 umgesiedelt sein sollen. Ende 2012 war jedoch erst die Erfassung der umsiedlungsberechtigten Bevölkerung abgeschlossen, die Erarbeitung des eigentlichen Umsiedlungsplanes begann erst 2013.
Der Umsiedlungsprozess wird sicher noch gegen zwei Jahre in Anspruch nehmen. Der Verhandlungsprozess verläuft sehr schleppend und bei der Gemeinschaft zeigen sich immer grössere Ermüdungserscheinungen, weil keine konkreten Resultate und Fortschritte sichtbar sind. Zudem ist die soziale und wirtschaftliche Lage der Gemeinschaft prekär. Der notwendige Übergangsplan (plan de transición), der sicherstellen soll, dass die Bewohner bis zum Termin des eigentlichen Umzugs an den neuen Ort würdig leben können, wurde erst vor kurzem vorgestellt, doch dessen Implementierung wurde schon wieder verzögert.

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04/19/13

Nationaler Marsch für Frieden und Demokratie

19.04.2013

Ungeachtet ideologischer Differenzen wurde am 9. April in Kolumbien von hunderttausenden Kolumbianern ein Zeichen für den Frieden gesetzt. Auch Präsident Santos schloss sich der Kundgebung an.

Mit dem Nationalen Marsch für den Frieden, zu dem die Bewegung Marcha Patriótica aufgerufen hatte, sollte ein unmissverständliches Zeichen für den Frieden gesetzt und den Kriegsgegnern entgegengetreten werden. Die Mobilisierung war jedoch nicht nur Symbol für die Unterstützung einer breiten Bevölkerung der Friedensdialoge zwischen der Regierung und den Farc-Rebellen, sondern sie stand auch im Zeichen des Gedenkens der Opfer des rund 50-jährigen Konfliktes.

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04/03/13

Speakers Tour: Goldhandel mit Kolumbien braucht erhöhte Sorgfaltspflicht

03.04.2013

Kolumbianische Direktbetroffene berichten über die negativen Konsequenzen des illegalen Goldabbaus

Die Verantwortung der Schweiz: Transparenz und Sorgfaltspflicht in der Goldhandelskette notwendig

Ein afrokolumbianischer Kleinbauer und eine Menschenrechtsanwältin berichten über die Folgen unkontrollierten Goldabbaus und über die Bedrohung des Lebensraumes der Schwarzengemeinschaften durch multinationale Minenkonzerne. Noch wird das Gold mehrheitlich durch kleine und mittlere illegale Minen abgebaut, inmitten des bewaffneten  Konflikts und unter dem Druck des organisierten Verbrechens, und mit einer erschreckenden Umweltbilanz. Rund ein Drittel der kolumbianischen Goldproduktion gelangt zur Verarbeitung in die Schweiz. Den Schweizer Akteuren im Goldgeschäft mangelt es aber bisher an Problembewusstsein. Es gibt keine Transparenz und sie gehen nicht mit der notwendigen Sorgfaltspflicht vor, um den Ankauf von Konfliktgold zu vermeiden. 

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GOld und Gewalt, eine Fallstudie über die Region Guamocó

02/22/13

Nahrungsmittelkrise inmitten der Bergbauregion im Cesar

22.02.2013

Die Wachstumslokomotive Bergbau dient laut kolumbianischer Regierung dazu, die nationale Wirtschaft voranzutreiben, regionale Entwicklung zu bringen und Arbeitsplätze zu schaffen. Es sind auch die Argumente, mit welchen meist transnationale Unternehmen für ihr Vorhaben werben und sich so den Zugang zu noch nicht exploriertem Gelände sichern. Die Gemeinschaft El Hatillo im Departement Cesar, welche umgeben ist von Kohleminen, spürt von dieser positiven Entwicklung jedoch nicht viel: zur Zeit ist ihre Ernährungssicherheit nicht mehr gewährleistet und sie ist auf Nahrungshilfe angewiesen; eine Hilfe, die jedoch niemand gewährleisten will.

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Pressemitteilung und Brief an Präsident Santos 

 

02/21/13

Les voy a contar la historia

21.02.2013

Les Voy a Contar La Historia ist ein audiovisuelles Projekt, welches das historische Gedächtnis der kolumbianischen Kleinbauerngemeinde Las Pavas – gesungen und erzählt von den Dorfbewohnern selbst - präsentiert.


“Un campesino sin tierra es como un pez sin agua”: Ein Bauer ohne Land ist wie ein Fisch ohne Wasser. Landvertreibungs- und -enteignungsprozesse haben in Kolumbien Tausende von Opfern gefordert. Neben dem Recht auf Leben sind dabei andere fundamentale Menschenrechte wie das Recht auf Nahrung, Arbeit, Kultur, Bewegungsfreiheit, Gesundheit und Ausbildung systematisch verletzt worden.

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Aktuell

27.11.2012

Kampagne "Recht ohne Grenzen"

http://www.rechtohnegrenzen.ch/de/

Bundesrat und Parlament sollen mit klaren Regeln sicherstellen, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz weltweit die Menschenrechte und Umweltstandards einhalten. Das fordern rund 50 Organisationen in einer gemeinsamen Kampagne „Recht ohne Grenzen“.

27.11.2012

2012 - 25 Jahre ask - konsequent für Menschenrechte