06/15/16

Externe Evaluation der Instrumente zu Unternehmen und Menschenrechten in Kolumbien

15.06.2016

Das Engagement für die Einhaltung der Menschenrechte durch Schweizer Unternehmen ist einer der Schwerpunkte des Landesprogrammes der DEZA, des EDA und der SECO in Kolumbien. Verschiedene Schweizer Konzerne beteiligen sich an den VPs (Cerrejón als Teil des Comité Minero-energético, Glencore ist Mitglied der VPs), an Guías Colombia (ABB und Nestlé) oder am Schweizer Instrument Compromiso etico. Der Compromiso etico beruht auf einem Dialogprozess, der im Februar 2012 mit einer Absichtserklärung (Promesa de Valor) formalisiert wurde. Später wurden eine Guideline und verschiedene Checklisten erarbeitet. Die Themen des Compromiso etico (Nachhaltigkeit, Nichtdiskriminierung und Transparenz) sind im Konfliktkontext weniger bedeutsam als die Themen der Guias Colombia, die ebenfalls von der Schweiz mitfinanziert wurden. Ende 2015 wurde das Engagement der Schweiz (v.a. der Botschaft) im Bereich Wirtschaft und Menschenrechte einer unabhängigen Evaluation durch die Beratungsfirma Sustentia unterzogen, dieses Frühjahr wurde der Bericht und die Managementresponse des EDA veröffentlicht. Die Instrumente kommen recht schlecht weg: sie hätten zwar eine gewisse Sensibilisierung erreicht, aber kaum ein Impact im Feld, bei den Direktbetroffenen, gehabt.

In der Managementresponse des EDA werden v.a. positive Elemente der Evaluation hervorgehoben, kritisierte Instrumente wie Compromiso etico werden nicht gestärkt, sondern zu einer Dialogplattform herabgestuft. Das EDA erteilt auch den Empfehlungen, eine Roadmap für die Aktivitäten der Botschaft in diesem Bereich zu erarbeiten sowie Dialoge über konkrete Guidelines verstärkt zu fördern, eine Absage. Das EDA übernimmt die Empfehlung, dass sich die Arbeit der Schweizer Botschaft zu Wirtschaft und Menschenrechten stärker auf die Wirkung im Feld ausrichten sollte und mehr Gewicht auf konkrete Fälle gelegt werden sollte. Im ersten Jahr nach der Evaluation war davon nichts zu spüren: in Bezug auf betroffene Gemeinschaften im Umfeld der Kohlenminen von Glencore zeichnete sich die Haltung des EDA zeichnete sich trotz Verschärfung der Lage vor Ort durch noch grössere Passivität aus. Dementsprechend ist auch das Engagement der Schweizer Konzerne im Bereich Menschenrecht in Kolumbien noch klar ungenügend, auch wenn zumindest auf dem Papier Fortschritte erzielt werden. Mangelhaft ist die Berichterstattung über die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht, d.h. über das konkrete Vorgehen, über die entdeckten Risiken und Verletzungen sowie über getroffenen Massnahmen.

Evaluationsbericht

Management Response der AMS

Aktuell

08.12.2016


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26.10.2016

Dezalé - Café de origen

Foto: Christian Reichenbach

Im Hochland von Inzá (Cauca) produzieren kleine Familienbetriebe in ökologisch wertvollen Mischkulturen ein sortenreinen Spezialitätenkaffee. "Dezalé - Café de origen". Dieser wird ohne Zwischenhandel, direkt und exklusiv an acht ausgewählte Röstereien in der Schweiz exportiert. Der stolze Bauer erhält dadurch ca. 150 -170 % des aktuellen Marktpreises. Fairer als Fairtrade! "Dezalé" wurde als Kooperative im Jahr 2001 von Hansruedi Auer-Lopéz gegründet. Heute sind 45 Familienbetriebe am sozialen Projekt beteiligt.

Es sind 8 Röstereien in der Schweiz, die exklusiv den Dezalé-Kaffee rösten und verkaufen:

www.diamantkaffee.ch

www.hosennen-kaffee.ch

www.kuengkaffee.ch

www.kaffee-knubel.ch

www.cafedumonde.ch

www.lacolumbiana.ch

www.spielhofkaffee.ch

www.oetterlikaffee.ch

Weitere Informationen direkt bei: dezalecafe@remove-this.yahoo.com