29.06.2011

Freihandelsabkommen der Schweiz mit Kolumbien in Kraft

29.06.2011

Das EFTA - Freihandelsabkommen tritt per 1. Juli 2011 für die Schweiz und Kolumbien in Kraft, nachdem es von beiden Ländern ratifiziert worden ist. Norwegen, der wichtigste EFTA - Partner der Schweiz, hat das Abkommen u.a. wegen Bedenken über die kritische Menschenrechtslage nach wie vor nicht ratifiziert. Die Koordination Schweizer Nichtregierungsorganisationen zu Kolumbien gelangte mit einem Brief an das Staatssekretariat für Wirtschaft und wies darin auf die nach wie vor sehr kritische Menschenrechtslage hin. Ebenso forderte die NRO-K die Schweizer Behörden auf, ein Monitoring über die Auswirkungen des Abkommens auf die Menschenrechte sicherzustellen und sich noch stärker für den Schutz der Menschenrechte einzusetzen.

Brief der NRO-K

In der Europäischen Union beginnt nun ebenfalls der Ratifizierungsprozess des Freihandelsabkommens mit Kolumbien und mit Peru. Das Abkommen ist sowohl in Peru und Kolumbien als auch in Europa sehr umstritten und breite zivilgesellschaftliche Netzwerke opponieren gegen eine Ratifizierung. Diese Kampagne wird unter anderen vom Netzwerk OIDHACO koordiniert (http://www.oidhaco.org/uploaded/content/category/790361378.pdf). Umstritten ist aktuell insbesondere die Frage, ob es sich beim Handelsabkommen um einen reinen Handeslvertrag oder um einen gemischten Vertrag (Handel, Zusammenarbeit und politische Kooperation) handelt. Wäre es ein gemischter Vertrag, müssten alle 27 nationalen Parlamente zustimmen, wäre es ein reiner Handeslvertrag genügt die Ratifikation durch das EU-Parlament.

Lobbydokument OIDHACO (Spanisch)    

Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

Mitglied der ask! werden und/oder an die ask! spenden oder einfach eine Spende an das Postkonto der ask! IBAN CH33 0900 0000 6018 6321 2 überweisen.