Schweizer Wirtschaftspolitik zu Kolumbien

Viele Schweizer Unternehmen können auf eine lange Tradition zurückblicken und seit über 100 Jahren gibt es einen Handelsvertrag mit Kolumbien. In den letzten Jahren kamen ein Doppelbesteuerungs- und ein Investitionsschutzabkommen dazu und im September 2009 hat die Schweiz als erstes Industrieland ein bilaterales Freihandelsabkommen mit Kolumbien ratifiziert. Das Abkommen sollte im Jahr 2011 in Kraft treten. Kolumbien ist auch ein Schwerpunktland der wirtschaftlichen Zusammenarbeit des SECO.

Die ask! kritisiert die mangelnde Kohärenz der Schweizer Aussenpolitik zu Kolumbien. Einerseits betreibt das Aussendepartement eine progressive Menschenrechts- und Friedensförderungsarbeit, andererseits wird ein Freihandelsabkommen ohne jegliche Sozial- und Menschenrechtsklausel ratifiziert. Beim Staatssekretariat für Wirtschaft fehlt das Bewusstsein für menschenrechtsrelevante Themen weitgehend und Verstösse gegen die Menschenrechte durch Schweizer Unternehmen erfahren nicht die notwendige Aufmerksamkeit.    

31.08.2016 | von Stephan Suhner

Streit zwischen Novartis und Kolumbien über Preisfestlegung für Krebsmedikament geht weiter

Im Mai 2016 haben wir über den eskalierenden Konflikt zwischen dem kolumbianischen Staat in der Person des Gesundheitsministers und dem Schweizer Pharmakonzern Novartis rund um die Kosten für das Krebsmedikament Imatinib berichtet. Nun hat der Gesund...

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31.05.2016 | von Stephan Suhner

Streit zwischen Novartis und Kolumbien über Zwangslizenz für Krebsmedikament eskaliert

Seit eineinhalb Jahren schwelt ein Konflikt zwischen kolumbianischen Gesundheitsorganisationen, dem kolumbianischen Staat und Novartis, rund um die Frage einer Zwangslizenz für das Krebsmedikament Glivec. In den vergangenen zwei Monaten ist nun Be...

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27.08.2015 | von Stephan Suhner

Patentschutz für Novartis Blockbuster: SECO lobbyiert gegen Interessen kolumbianischer Krebspatienten

Krebsmedikamente sind sehr teuer und machen in vielen Ländern eine Behandlung der Patienten schwierig bis unmöglich. Ein Beispiel dafür ist der Wirkstoff Imatinib, den Novartis unter dem Markennamen Glivec patentiert hat. In Kolumbien hat Novartis na...

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30.04.2014 | Von Stephan Suhner

Gewerkschaftsrechte und Freihandelsabkommen: drei Jahre unerfüllte Versprechen

Das Freihandelsabkommen zwischen Kolumbien und den USA war lange Zeit umstritten und die Ratifizierung durch den US-Kongress verzögerte sich unter anderem wegen dem mangelhaften Schutz der Gewerkschafts- und Arbeitsrechte in Kolumbien. Daher willigte...

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04.12.2013 | von Stephan Suhner

Keine griffigen Schutzmassnahmen für Menschenrechte im Freihandel der EU mit Kolumbien

Das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kolumbien sowie Peru wurde im Dezember 2012 vom Europäischen Parlament ratifiziert und trat am 1. August 2013 provisorisch in Kraft. Dieses Handelsabkommen verursachte tiefgründige Debatten ...

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14.12.2012

EU: Wirtschaftsinteressen haben Vorrang gegenüber Menschenrechten

Am 11. Dezember ratifizierte das EU Parlament mit grosser Mehrheit das Freihandelsabkommen mit Kolumbien und Peru (486 Ja; 147 Nein; 41 Enthaltungen) und gab somit den Wirtschaftsinteressen Vorrang gegenüber den Menschenrechten und einer nachhaltigen...

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05.10.2011

Breite Allianz von europäischen und südamerikanischen NGOs und Netzwerken fordern den Europarat auf, die Freihandelsabkommen mit Peru und Kolumbien als gemischte Abkommen zu behandeln

Die NGO-Netzwerke verlangen, dass die beiden Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit Peru und Kolumbien nicht als reine Handelsabkommen, sondern als gemischte Abkommen, d.h. als Abkommen die auch politische und Zusammenarbeitsvereinbarungen en...

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30.06.2011

Freihandelsabkommen der Schweiz mit Kolumbien in Kraft

Das EFTA - Freihandelsabkommen tritt per 1. Juli 2011 für die Schweiz und Kolumbien in Kraft, nachdem es von beiden Ländern ratifiziert worden ist. Norwegen, der wichtigste EFTA - Partner der Schweiz, hat das Abkommen u.a. wegen Bedenken über die kri...

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Freihandelsabkommen EFTA-Kolumbien

Die Schweizer Freihandelsabkommen mit Kolumbien gefährden die Kohärenz der Aussenpolitik - siehe Monatsbericht vom Januar 2008. Am Montag 6. April 2008 fand i...

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04.05.2009 | Stephan Suhner

Freihandelsabkommen EFTA - Kolumbien

Besuch eines kolumbianischen Oppositionspolitikers in der Schweiz

Vom 27. bis zum 28. April 2009 weilte Jorge Enrique Robledo in der Schweiz. Herr Robledo ist Senator für die demokratische linke Sammelpartei Polo Democrático. Der Senator is...

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Aktuell

08.12.2016


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26.10.2016

Dezalé - Café de origen

Foto: Christian Reichenbach

Im Hochland von Inzá (Cauca) produzieren kleine Familienbetriebe in ökologisch wertvollen Mischkulturen ein sortenreinen Spezialitätenkaffee. "Dezalé - Café de origen". Dieser wird ohne Zwischenhandel, direkt und exklusiv an acht ausgewählte Röstereien in der Schweiz exportiert. Der stolze Bauer erhält dadurch ca. 150 -170 % des aktuellen Marktpreises. Fairer als Fairtrade! "Dezalé" wurde als Kooperative im Jahr 2001 von Hansruedi Auer-Lopéz gegründet. Heute sind 45 Familienbetriebe am sozialen Projekt beteiligt.

Es sind 8 Röstereien in der Schweiz, die exklusiv den Dezalé-Kaffee rösten und verkaufen:

www.diamantkaffee.ch

www.hosennen-kaffee.ch

www.kuengkaffee.ch

www.kaffee-knubel.ch

www.cafedumonde.ch

www.lacolumbiana.ch

www.spielhofkaffee.ch

www.oetterlikaffee.ch

Weitere Informationen direkt bei: dezalecafe@remove-this.yahoo.com