31.10.2012

BANACOL, ein Unternehmen das mit dem Paramilitarismus und dem Landraub im Curvaradó und Jiguamiandó verstrickt ist

31.10.2012

Im Mai 2012 kam eine Studie zur Bananenvermarktungsgesellschaft BANACOL in Kolumbien und deren Verstrickungen mit dem Paramilitarismus heraus. Verantwortlich für die Herausgabe zeichnet die Allianz gegen Landgrabbing, „Hands off the Land“. Die Studie wurde von der kolumbianischen NGO Justicia y Paz mit Unterstützung von FIAN, Transnational Institute TNI und weiteren Organisationen durchgeführt. Diese Allianz setzt sich zum Ziel, exemplarische Fälle von Landraub und –Verknappung in Verbindung mit der Produktion von Agrotreibstoffen, von Bergbau, Energiegewinnung und agroindustrieller Nahrungsproduktion zu untersuchen.
Das in dieser Fallstudie zu BANACOL untersuchte Beispiel sind die afrokolumbianischen Gemeinschaftsgebiete der Flussläufe Jiguamiandó und Curvaradó. Paramilitärs haben dort mit Unterstützung der Brigade 17 die Zivilbevölkerung vertrieben, gefoltert, ermordet, unter dem Argument der Guerillabekämpfung. Auf dem geraubten Land installierten sich Unternehmen die auf illegale Weise Ölpalmen und Bananen anbauten oder Vieh züchteten. Eine der mächtigsten und am stärksten in diese Vorgänge involvierte Firma ist die Comercializadora Internacional Banacol, Banacol kaufte Banadex auf, die Tochter der us-amerikanischen Chiquita Brands in Kolumbien, und auch nach der Sanktionierung von Chiquita wegen der Finanzierung illegaler bewaffneter Gruppen vermarktet Banacol die Früchte (Bananen, Kochbananen, Ananas, Yuca und weitere Produkte) dieses Unternehmens. Die vorliegende Studie untersucht die Interventionsformen von BANACOL in den kollektiven Ländereien der afrokolumbianischen und mestizischen Gemeinschaften des Curvaradó und des Jiguamiandó. Banacol benutzte paramilitärische Strukturen, um fremdes Land zu besetzen und Kochbananen anpflanzen zu lassen. Ebenso schloss sie Abkommen mit Individuen über Landtransaktionen ab, die von ihren Gemeinschaften für diese Geschäfte gar nicht autorisiert waren. 

Studie Spanisch

Studie Englisch

Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

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