Lebensmittel und Landwirtschaft

Kolumbien verfügt über relativ fruchtbares Land, aufgrund einer ungleichen Landverteilung muss es aber einen beträchtlichen Teil der Lebensmittel importieren. Kolumbien produziert Kaffee und Kakao sowie Tropenfrüchte für den Export, neuerdings auch immer mehr Zuckerrohr und Ölpalmen, auch für Agrotreibstoffe. Multinationale Konzerne wie Dole und Chiquita sind v.a. bei Bananen aktiv und stehen im Verruf, mit Paramilitärs zusammen gearbeitet zu haben. Lebensmittelkonzerne wie Kraft Foods oder Getränkehersteller wie Coca Cola werden von der Lebensmittelarbeitergewerkschaft Sinaltrainal wegen antigewerkschaftlichen Aktivitäten angeschuldigt.

Aus der Schweiz ist Nestlé seit über 60 Jahren präsent, aber auch die Saargutherstellerin Syngenta. Umstritten sind dabei auch die Importe billiger Rohstoffe wie Milchpulver durch Nestlé und die Einführung gentechnisch veränderten Saatgutes.     

06.06.2018

Ermordung von drei Arbeitern bei Nestlé Kolumbien: Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen fordern Nestlé auf, für die Sicherheit der ArbeiterInnen zu sorgen

n Kolumbien sind innerhalb von zehn Tagen drei Arbeiter von Nestlé ermordet worden – während laufender Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Sinaltrainal und dem Unternehmen. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund und Nichtregierungsorganisatione...

mehr...
21.12.2018 | Von Fabian Dreher

Palme der Hoffnung, Palme der Probleme

In den letzten zwei Jahrzehnten erlebte der Anbau von Ölpalmen in Kolumbien einen beispiellosen Boom. Nach Kaf...

mehr...
12.02.2018 | von Stephan Suhner

Der Valentinstag ist für die kolumbianischen Blumenarbeiterinnen kein Freudentag

Seit 2002 wird am 14. Februar, dem Valentinstag, der Internationale Tag der BlumenarbeiterInnen gefeiert. Hintergrund dieses Gedenktages ist, dass ein Grossteil des Umsatzes der Blumenindustrie um den Valentinstag herum gemacht wird und dann auch die...

mehr...
17.12.2014

Mord an Nestlé-Arbeiter Romero in Kolumbien: Beschwerde gegen die Schweiz vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

Die Schweizer Justiz hat sich geweigert, die Rolle des Konzerns Nestlé bei der Ermordung des Arbeiters und kolumbianischen Gewerkschafters Luciano Romero aufzuklären. Deswegen hat das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) für Ro...

mehr...
08.01.2014

Schweizer Justiz muss im Fall Nestlé ermitteln

Das European Center for Constitutional and Human Rights hat mit den Züricher Anwälten Marcel Bosonnet und Florian Wick den Fall des ermordeten Gewerkschafters Luciano Romero vor das Schweizer Bundesgericht gebracht. Sie vertreten die Witwe des kolumb...

mehr...
09.11.2013 | Medienmitteilung von Multiwatch

Nestlé-Gewerkschafter in Kolumbien ermordet

Letzte Woche traten Nestlé-Arbeiter in Kolumbien in den Hungerstreik, um den Nahrungsmittelkonzern an den Gesprächstisch zu bringen. Nestlé verweigert Gespräche seit Monaten. Statt nach einer Lösung des Konflikts zu suchen, hat Nestlé die Situation m...

mehr...
30.05.2013

Vorläufig keine Ermittlungen gegen Nestlé

Im Falle der Tötung des kolumbianischen Gewerkschafters Luciano Romero Molina hat die Staatsanwaltschaft des Kantons Waadt Anfang Mai entschieden, keine Ermittlungen gegen Nestlé einzuleiten. Da die E...

mehr...
31.10.2012

BANACOL, ein Unternehmen das mit dem Paramilitarismus und dem Landraub im Curvaradó und Jiguamiandó verstrickt ist

Im Mai 2012 kam eine Studie zur Bananenvermarktungsgesellschaft BANACOL in Kolumbien und deren Verstrickungen mit dem Paramilitarismus heraus. Verantwortlich für die Herausgabe zeichnet die Allianz gegen Landgrabbing, „Hands off the Land“. Die Studie...

mehr...
05.03.2012

Präzedenzfall Nestlé: Strafanzeige wegen Mord an kolumbianischem Gewerkschafter

Das ECCHR und die kolumbianische Gewerkschaft Sinaltrainal haben gestern bei der Staatsanwaltschaft Zug Strafanzeige gegen die Nestlé AG und führende Direktoren des Konzerns eingereicht. Ihnen wird vorgeworfen, wegen unterlassener Schutzmassnahmen mi...

mehr...
01.01.1970

Nestlé

Nestlé, der bekannteste Schweizer Konzern ist in Kolumbien stark präsent. Up-Date zum Fall Nestlé Kolumbie...

mehr...
01.01.1970

Migros kauft Chiquita Bananen

...und die ask hat darauf reagiert. Migros wurde darauf angesprochen, dass sie eine Geschäftsbeziehung mit einem Unternehmen unterhält, welches nachgewiesenermassen die Paramilitärs in Kolumbien nicht nur durch finanzielle Zuwendungen unterstützt hat...

mehr...
29.04.2007 | Bruno Rütsche

Chiquita liefert Waffen an Paramilitärs in Kolumbien

Der Bananenmulti Chiquita Brands hat zwischen 1997 und 2004 mindestens 1,7 Mio. US-Dollar an die paramilitärischen Verbände Kolumbiens AUC bezahlt. Zudem wurden über den Hafen der Tochterfirma in Kolumbien Waffen an die Paramilitärs geliefert. Nach ...

mehr...

Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

Mitglied der ask! werden und/oder an die ask! spenden oder einfach eine Spende an das Postkonto der ask! IBAN CH33 0900 0000 6018 6321 2 überweisen.