Holcim

Kiesgrube von Holcim in Bogotá

Der Schweizer Zementkonzern betreibt in Nobsa, Departement Boyacá, einen Zementofen und baut in Izá Puzzolanerde ab. Im Süden der Stadt Bogotá baut sie in Kiesgruben Zuschlagstoffe für die Betonherstellung ab. Holcim werden in Kolumbien v.a. Vergehen gegen die Umweltgesetzgebung vorgeworfen, so z.B. wurde der Fluss Tunjuelo im Süden Bogotás derart geschädigt, dass es 2002 zu verheerenden Überschwemmung kam. Im Juni 2010 verfügte das Umweltamt von Bogotá die vorübergehende Schliessung der Kiesgruben, da diese den Wasserhaushalt gefährden würden. Holcim wird aber auch beschuldigt, massiven Einfluss auf die Bergbaugesetzgebung genommen und für die Sicherheit der Kiesgruben mit Paramilitärs zusammen gearbeitet zu haben. Juristische Beweise für eine Zusammenarbeit mit Paramilitärs gibt es bisher nicht.    

Siehe auch das Dossier von Multiwatch.

26.12.2009 | Stephan Suhner

Holcim – Vom Geschäft mit Kiesgruben mitten in Bogotá

Im Süden von Bogotá, in Ciudad Bolívar, betreibt Holcim eine Kiesgrube. Dieser Materialabbau führt in diesem dicht besiedelten Gebiet zu massiven Umwelt- und Gesundheitsproblemen für die lokale Bevölkerung. Verschlimmert hat sich die Situation, als d...

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14.10.2004 | Stephan Suhner

Auf Holcims und Nestlés Spuren in Kolumbien - Ein Reisebericht

Vom 23. Juli bis zum 8. August 2004 weilte ich zusammen mit dem Dokumentarfilmer und Journalisten Frank Garbely in Kolumbien, um für zwei Reportagen zu den Schweizer Firmen Nestlé [1] und Holcim zu recherchieren. Diese Reise bot mir Gelegenheit, neue...

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14.08.2003 | Stephan Suhner unter Mitarbeit von Tamara Wiher und Sarah Seiler

Vom Fluch und Segen des kolumbianischen Rohstoffreichtums

Kolumbien ist ein mit Bodenschätzen reich gesegnetes Land. Der Mehrheit der Bevölkerung hat dieser Reichtum jedoch kein Glück, sondern Leid und Armut gebracht. Eine neue Bergbaugesetzgebung von 2001 verschlimmert die Situation für die betroffenen Gem...

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Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

Mitglied der ask! werden und/oder an die ask! spenden oder einfach eine Spende an das Postkonto der ask! IBAN CH33 0900 0000 6018 6321 2 überweisen.