10/02/12

Illegale bewaffnete Gruppen finanzieren sich zunehmend über illegale Minen

02.10.2012 | von Ann-Seline Fankhauser

Mit den gestiegenen Rohstoffpreisen auf dem Weltmarkt und der zunehmenden Präsenz Multinationaler Unternehmen in Kolumbien ist der Abbau natürlicher Ressourcen auch für die bewaffneten illegalen Akteure zu einer alternativen und extrem lukrativen Geldquelle geworden. Dem Bericht Actores Armados Ilegales y Sector Extractivo en Colombia des internationalen Zentrums für Frieden Toledo zu Folge, sind drei unterschiedliche Vorgehensweisen der illegalen Akteure (Guerilla, Bacrim, etc.) zu beobachten. So kontrollieren die Gruppen eigene illegale Minen oder erpressen die Goldschürfer und ziehen Schutzgeld ein. 2010 kamen 86% der nationalen Goldproduktion aus dem informellen Abbau. 50% der Minen sind illegal, ein Grossteil wird von illegalen bewaffneten Gruppen kontrolliert. Die Farc bezieht rund 20% ihrer Mittel aus dem illegalen Minengeschäft.
Eine weitere wichtige Geldquelle sind die Multinationalen Unternehmen, die oftmals hohe Schutzgeldzahlungen an die lokal dominante bewaffnete Gruppe zahlen, um ungestört abbauen zu können. Es existieren keine exakten Zahlen, doch geht man im Ölsektor davon aus, dass die Zahlungen 10% des Wertes eines Barrel Erdöl betragen dürften. Seit 2010 haben auch die Entführungen von Angestellten oder die Zerstörung von Infrastruktur stark zugenommen. Schlussendlich gelingt es den bewaffneten illegalen Gruppen – gewaltsam oder über Abmachungen – an die staatlichen Zahlung (regalías), die der Staat an die Gemeinden entrichtet, in denen Minen betrieben werden oder Öl gefördert wird, zu kommen.
Die Zunehmende Präsenz der bewaffneten illegalen Akteure beim Abbau natürlicher Ressourcen in Kolumbien ist insofern alarmierend, als dass 80% der Menschenrechtsverletzungen während der letzten 10 Jahre in den Regionen geschahen in denen natürliche Ressourcen abgebaut werden. Zudem stammen 87% aller intern vertriebenen Personen aus diesen Gegenden.

http://www.eltiempo.com/justicia/ARTICULO-WEB-NEW_NOTA_INTERIOR-12214227.html

vollständiger Bericht CITpax als PDF

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26.10.2016

Dezalé - Café de origen

Foto: Christian Reichenbach

Im Hochland von Inzá (Cauca) produzieren kleine Familienbetriebe in ökologisch wertvollen Mischkulturen ein sortenreinen Spezialitätenkaffee. "Dezalé - Café de origen". Dieser wird ohne Zwischenhandel, direkt und exklusiv an acht ausgewählte Röstereien in der Schweiz exportiert. Der stolze Bauer erhält dadurch ca. 150 -170 % des aktuellen Marktpreises. Fairer als Fairtrade! "Dezalé" wurde als Kooperative im Jahr 2001 von Hansruedi Auer-Lopéz gegründet. Heute sind 45 Familienbetriebe am sozialen Projekt beteiligt.

Es sind 8 Röstereien in der Schweiz, die exklusiv den Dezalé-Kaffee rösten und verkaufen:

www.diamantkaffee.ch

www.hosennen-kaffee.ch

www.kuengkaffee.ch

www.kaffee-knubel.ch

www.cafedumonde.ch

www.lacolumbiana.ch

www.spielhofkaffee.ch

www.oetterlikaffee.ch

Weitere Informationen direkt bei: dezalecafe@remove-this.yahoo.com