Glencore in Kolumbien

Glencore besitzt über die Tochterfirmen Carbones de la Jagua, Carboloma und Prodeco drei Kohlenminen im Departement Cesar, einen Hafen und ist an der Eisenbahngesellschaft FENOCO beteiligt. Im Umfeld der Kohlenminen gibt es grosse Umweltprobleme, Landkonflikte, Korruption und soziale Verwerfungen. Zudem wirft die lokale Gewerkschaft Sintramienergetica Glencore eine gewerkschaftsfeindliche Haltung vor.

An der Grenze zwischen den Departements Antioquia und Chocó besitzt Glencore über die Tochterfirmen Carboloma und Cordillera Exploraciones eine Kupferkonzession, die sich in der Explorationsphase befindet.   

El Hatillo: Vertreibung für die Entwicklung

Das ungewisse Schicksal des Dorfes El Hatillo

Dem Dorf El Hatillo im kolumbianischen Departement Cesar wird sein Reichtum zum Verhängnis: unter seinem Boden verbirgt sich eines der grössten Kohlevorkommen Kolumbiens. Durch den Kohleabbau wird die Umweltbelastung so gross, dass das Dorf umgesiedelt werden muss.

Doch die Frage ist wohin? Das meiste Land des Tales des Cesar-Flusses ist für Kohlebergbau konzessioniert, für die Kleinbauern bleibt kaum mehr Land zum Leben.

Internationale Konzerne – darunter Glencore aus Zug – streichen derweilen dank einer vorteilhaften Gesetzgebung  fette Profite ein: auf Kosten der Bevölkerung, der Umwelt und des kolumbianischen Staates, der aufgrund von Steuererleichterungen wenig Profite aus dem  Bergbau erzielt.

Factsheet
Steinkohlebergbau in Kolumbien: Auswirkungen und Herausforderungen ppt-Präsentation/pdf-Datei
Caracterización del caso El Hatillo - Actores, dinámicas y conflictos
Contexto minero en el departamento del Cesar - Estado actual y proyecciones

Die Spuren der Kohle

Dieser 15-minütige Dokumentarfilm zeigt den Weg der Kohle zurück vom Hafen entlang der Bahnlinie bis zur Mine und dem kleinen Dorf El Hatillo, das von 4 Kohlenminen umgeben ist. Der Film verleiht der lokalen Bevölkerung eine Stimme, die sie sonst kaum je erheben können. Der Film ist Spanisch mit englischen Untertiteln.

03/01/11

Spezialreportagen zum Kohletagebau im Departement Cesar

01.03.2011

Die nationale Nachrichtensendung CM& hat eindrückliche Reportagen über die Probleme des Kohlenabbaus in Cesar gemacht, es sind Filme von je gut 4 Minuten. CM& ist eine der grossen nationalen kolumbianischen Nachrichtensendungen. Die Reportagen berichten über die Luftverschmutzung, die Atemwegserkrankungen, die Zerstörung der Landschaft, der Vegetation, über die Schädigung der Flussläufe – u.a. durch Glencore – und die Absenkung des Grundwasserspiegels. Erwähnt werden aber ebenso die Schäden an Häusern, die der Kohlenzug verursacht, die kritische soziale Lage mit ungenügender Infrastruktur, Kinderprostitution, die grassierende Korruption mit all den verschwendeten und geraubten Royalties.

CM& la Noticia Informe Especial. El carbón se come al Cesar 1/4 - El carbón se come al Cesar 2/4 - El carbón se come al Cesar 3/4 - El carbon se come al Cesar. La tragedía en Valledupar 4/4

16.12.2011

Bewährungsprobe Kohle

Der Bergbau im Departement Cesar – ein lukratives Geschäft mit dürftigen Resultaten was Umwelt und Gesellschaft betrifft – ist ein fruchtbares Versuchsgebiet, um mit dieser Wirtschaftslokomotive auch nachhaltigen Wohlstand für die Bevölkerung zu scha...

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21.02.2012 | von Stephan Suhner

Proteste wegen mangelhaften Umsiedlungen

Zwischen dem 13. und 16. Februar 2012 kam es in verschiedenen Dörfern der Kohlenabbauregion in Cesar zu Protesten der Bevölkerung. Grund dafür waren nicht eingehaltene Versprechen der Unternehmen – darunter Glencore - und des Operator FONADE über die...

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02.02.2012 | von Stephan Suhner

Busse für Glencore in Kolumbien wegen Verletzung der Registrierungspflicht der Tochterunternehmen

Die kolumbianische Unternehmensaufsichtsbehörde Superintendencia de Sociedades büsste Glencore am 27. Januar 2012 mit 500 Millionen Pesos (ca. 250‘000 Franken), weil es Glencore unterlassen hatte, innerhalb der vorgegebenen Zeit mehrere Tochterfirmen...

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01.12.2011 | von Stephan Suhner

Erfolgreicher Streik bei kolumbianischer Glencore-Tochter Prodeco

Bei Prodeco, einer hundertprozentigen Tochterfirma von Glencore, haben die Arbeiter am 17. November 2011 einen Streik begonnen. 1200 Arbeiter in der Mine Calenturitas in La Jagua und im Hafen in Santa Marta haben ihre Arbeit niedergelegt, weil in dir...

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14.09.2011

Kommentar zu Glencores erstem Nachhaltigkeitsbericht

Glencore publizierte Anfang September 2011 im Nachgang zum Börsengang vom Mai 2011 ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht für das Berichtsjahr 2010. Der von vielen Experten als recht oberflächlich bezeichnete Bericht bezieht sich auch mehrfach auf die K...

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14.06.2011

Glencore und sozialverantwortlicher Bergbau - ein Ding der Unmöglichkeit?

Seit dem Börsengang bemüht sich auch Glencore verstärkt, von sich ein Bild der Nachhaltigkeit und der Gesetzestreue zu zeichnen. Wie der beiliegende Artikel der kolumbianischen Verfasserin Gloria H. Reyes zeigt, ist Glencore mit ihren Kohlenminen in ...

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Neue Arbeitskonflikte in den kolumbianischen Kohlenminen von Glencore – Aufruf zur Solidarität mit den Arbeitern

Letzte Woche kündigte Glencore den Börsengang an, um bis zu 12 Milliarden Dollar Kapital zu gewinnen. Den Arbeitern in den Minen gönnt sie davon fast nichts. Erneut versucht Glencore, die Bildung von Gewerkschaftssektionen in zwei kolumbianischen Koh...

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Was hat kolumbianische Kohle mit der Schweiz zu tun? Kolumbianische Bergbaubetroffene treffen Schweizer Kohlegegner

Auf Einladung der Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien, FIAN Deutschland und der Klima Allianz weilten der Gewerkschafter Alfredo Tovar aus La Jagua  und der Lehrer Nilson Ramirez aus dem indigenen Dorf Tamaquitos vom 15. November bis 4. Dezember 201...

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29.11.2010 | Stephan Suhner

Sicherheitsrisiken für Kohlekritiker und Gewerkschafter – ungelöste Menschenrechtsfragen in den Kohlenminen des Departement Cesar

Bei den grossen Kohlenminen von Glencore und Drummond im Departement Cesar blieb das Klima in den letzten 12 Monaten angespannt. Beide Firmen führten ihre gewerkschafts-feindlichen Politiken weiter, beispielsweise mit Massenentlassungen, Verfolgung v...

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22.06.2010 | Stephan Suhner

Ungelöster Arbeitskonflikt bei Glencores Tochterfirma

Seit dem Morgen des 17. Juni streiken die Kumpel bei Carbones de la Jagua. Nach Scheitern der Verhandlungen hat der Streik am vergangenen Donnerstag um 6.30 begonnen. Gewaltsame Repressionen der Streikbewegung sind nicht auszuschliessen.

Der Ver...

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05.08.2008 | Lisa Huber und Stephan Suhner

Soziale Unternehmensverantwortung auf dem Prüfstein: ein Augenschein in den Kohleminen von Glencore und Xstrata in Kolumbien

Glencore hatte am Public Eye 2008 in Davos den Swiss Award für unverantwortliches Unternehmensverhalten gewonnen. In den darauf folgenden Gesprächen machte Glencore an die Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien das Angebot, die G...

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12.10.2009

Kundgebung in Zug

Heute, am 12. Oktober 2009, dem Tag der indigenen Völker, sind 72 Personen durch die Strassen von Zug gezogen. Sie haben vor Xstrata und Glencore Kundgebungen gemacht. Mit ihrer Demonstration  machten sie auf Probleme des indigenen Volks der Way...

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22.02.2008 | Stephan Suhner

Bericht über den Besuch von Sergio Becerra zum Public Eye Award 2008

Die Arbeitsgruppe Schweiz – Kolumbien ask, unterstützt von Multiwatch, nominierte Glencore wegen ihrer gewerkschaftsfeindlichen Politik und wegen negativen sozialen und Umweltauswirkung beim Betrieb ihrer drei Kohlenminen im Departement Cesar in Kolu...

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Aktuell

22.11.2011

Wir brauchen dringend Ihre finanzielle Unterstützung, damit wir unser Engagement gegen das schmutzige Geschäft mit Kohle weiterführen können

El Hatillo, durch Glencore bedroht, ist auf Ihre Spende für die ask auf PC 60-186321-2 angewiesen.

Das laufende Jahr war für die ask ein Jahr voller Herausforderungen und wir dürfen auch einige Erfolge verbuchen. Leider sind unsere finanziellen Mittel begrenzt, umso dankbarer sind wir für eine zusätzliche Spende in der vorweihnächtlichen Zeit! Mehr...

04.11.2011

Kampagne "Recht ohne Grenzen"

http://www.rechtohnegrenzen.ch/de/

Bundesrat und Parlament sollen mit klaren Regeln sicherstellen, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz weltweit die Menschenrechte und Umweltstandards einhalten. Das fordern rund 50 Organisationen in einer gemeinsamen Kampagne „Recht ohne Grenzen“.

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