Umsiedlungen der Cerrejón-Mine: Kleiner Zwischenerfolg für Tabaco

Die Gemeinschaft von Tabaco, die im August 2001 vertrieben und deren Häuser mit Bulldozern geschleift wurden, um der Ausdehnung der Kohlenmine El Cerrejón Platz zu machen, ist dem Wiederaufbau ihres Dorfes ein weiteres kleines Stück näher gekommen. Im Dezember 2008 kam es zu einer grundsätzlichen Einigung zwischen dem Komitee für die Umsiedlung Tabacos unter der Führung von Jose Julio Pérez und dem Anwalt der Gemeinschaft Armando Pérez einerseits und der Firma Carbones del Cerrejón sowie verschiedenen staatlichen Behörden andererseits. Eines der Kernelemente dieser Einigung war der Kauf der Finca La Cruz, auf der die ehemaligen Bewohner von Tabaco ihre traditionelle Lebensweise wieder aufnehmen und ihr soziales Netz wieder herstellen wollen. Diese Finca gehörte aber einer Erbengemeinschaft von Dutzenden Personen, was die Abwicklung der Handänderung sehr schwierig und langwierig machte. Ganz Ende März 2011 konnte nun der letzte der Erben dazu bewogen werden, La Cruz zu verlassen, so dass die Finca nun an Cerrejón übergeben werden konnte. Sobald die Handänderungen eingetragen sind, gehört dann La Cruz endgültig der Gemeinschaft von Tabaco. Noch steht aber ein weiterer langer Weg bevor, bis die Infrastruktur und die Gemeinschaftsgebäude errichtet sind und die Bewohner endgültig das neue Tabaco beziehen können.

http://rutajuridica.blogspot.com/2011/03/la-cruz-al-fin.html

Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

Mitglied der ask! werden und/oder an die ask! spenden oder einfach eine Spende an das Postkonto der ask! IBAN CH33 0900 0000 6018 6321 2 überweisen.