Umsiedlungen der Cerrejón-Mine: Kleiner Zwischenerfolg für Tabaco

Die Gemeinschaft von Tabaco, die im August 2001 vertrieben und deren Häuser mit Bulldozern geschleift wurden, um der Ausdehnung der Kohlenmine El Cerrejón Platz zu machen, ist dem Wiederaufbau ihres Dorfes ein weiteres kleines Stück näher gekommen. Im Dezember 2008 kam es zu einer grundsätzlichen Einigung zwischen dem Komitee für die Umsiedlung Tabacos unter der Führung von Jose Julio Pérez und dem Anwalt der Gemeinschaft Armando Pérez einerseits und der Firma Carbones del Cerrejón sowie verschiedenen staatlichen Behörden andererseits. Eines der Kernelemente dieser Einigung war der Kauf der Finca La Cruz, auf der die ehemaligen Bewohner von Tabaco ihre traditionelle Lebensweise wieder aufnehmen und ihr soziales Netz wieder herstellen wollen. Diese Finca gehörte aber einer Erbengemeinschaft von Dutzenden Personen, was die Abwicklung der Handänderung sehr schwierig und langwierig machte. Ganz Ende März 2011 konnte nun der letzte der Erben dazu bewogen werden, La Cruz zu verlassen, so dass die Finca nun an Cerrejón übergeben werden konnte. Sobald die Handänderungen eingetragen sind, gehört dann La Cruz endgültig der Gemeinschaft von Tabaco. Noch steht aber ein weiterer langer Weg bevor, bis die Infrastruktur und die Gemeinschaftsgebäude errichtet sind und die Bewohner endgültig das neue Tabaco beziehen können.

http://rutajuridica.blogspot.com/2011/03/la-cruz-al-fin.html

Aktuell

Kampagne "Recht ohne Grenzen"

http://www.rechtohnegrenzen.ch/de/

Bundesrat und Parlament sollen mit klaren Regeln sicherstellen, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz weltweit die Menschenrechte und Umweltstandards einhalten. Das fordern rund 50 Organisationen in einer gemeinsamen Kampagne „Recht ohne Grenzen“.