11/30/15

Update zur Situationen in umgesiedelten und indigenen Gemeinschaften im Einflussbereich der Kohlenmine El Cerrejón

30.11.2015 | von Stephan Suhner

Die Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien ask! begleitet seit vielen Jahren verschiedene Gemeinschaften im Einflussbereich der Kohlenmine El Cerrejón, die zu einem Drittel dem Schweizer Rohstoffkonzern Glencore gehört. Die ask! reiste gemeinsam mit dem obersten Glencoremanagement – angeführt von CEO Ivan Glasenberg – und 2 VertreterInnen aus dem Säuliamt im März 2015 nach Kolumbien, um die Situation in den verschiedenen Gemeinschaften im Einflussbereich von Glencore und Cerrejón zu begutachten. Das vorliegende Update schildert die Situation in den Wayúu-Gemeinschaften Tamaquito und Provincial sowie in der afrokolumbianischen Gemeinschaft Roche. Tamaquito und Roche kämpfen mit den Folgen einer schlechten Umsiedlungen, v.a. mit Wassermangel und fehlenden produktiven Projekten, ein Teil der BewohnerInnen des alten Roche ist vor kurzem einer Enteignung entgangen. Provincial führte einen aussergerichtlichen Verhandlungsprozess mit dem Unternehmen Cerrejón durch, um Entschädigung für 30 Jahre negative Folgen des Bergbaus zu erhalten, musste schlussendlich aber unter grossem Druck ein unbefriedigendes Abkommen unterzeichnen.

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