22.03.2016

Streik abgewendet - GAV unterzeichnet

22.03.2016

Nach 62 Tagen schwieriger Verhandlungen konnten sich die Gewerkschaft Sintracarbón und das Minenunternehmen Cerrejón am 15. März auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag einigen. Am Wochenende davor hatte Cerrejón ein letztes Angebot gemacht, das von 75% der Arbeiter angenommen wurde. So konnte nur Stunden vor Ablauf der Frist, an dem der Streik begonnen hätte, eine Einigung erzielt. Die Verhandlungen waren so schwierig, weil das Unternehmen mit den gefallenen Kohlepreisen argumentierte und viele der Vorteile der Arbeiter streichen wollte, darunter wesentliche Punkte für das freie Funktionieren der Gewerkschaft oder für die Gesundheitsversorgung. Daher stimmten Anfang März über 98% der Mitglieder von Sintracarbón für den Streik. Schliesslich erreichte die Gewerkschaft eine Lohnerhöhung, die knapp über dem Konsumentenpreisindex liegt, Verbesserungen bei der Gesundheitsversorgung und bei der Bildung für die Kinder und auch eine Umwandlung in Festanstellungen für 150 Temporärarbeiter. Zudem wurden während der Verhandlungsphase 300 Arbeiter neu Mitglied der Gewerkschaft, so dass Sintracarbón gestärkt aus diesem Arbeitskampf hervor geht.

Weiterlesen:

Communiqué der Nationalen Gewerkschaftsschule ENS

http://www.industriall-union.org/es/sintracarbon-celebra-triunfo-de-negociaciones-en-la-mina-de-cerrejon

http://sintracarbon.com/sala-de-prensa/sintracarbon-deposito-esta-manana-convencion-colectiva-de-trabajo-2016-2017/        

Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

Mitglied der ask! werden und/oder an die ask! spenden oder einfach eine Spende an das Postkonto der ask! IBAN CH33 0900 0000 6018 6321 2 überweisen.