26.09.2011

Die Guajira im Widerstand gegen die Kohlenexpansion

26.09.2011

In der Guajira sind grosse Ausdehnungen des Kohleabbaus geplant. Cerrejón plant eine Expansion von 31 auf 40 Millionen Tonnen pro Jahr und will dazu den wichtigsten Fluss der Region, den Río Rancheria, auf 26 Kilometer Länge umleiten. Die brasilianische Firma MPX will südlich davon einen Tagebau eröffnen, der auch über 30 Millionen Tonnen pro Jahr produzieren soll. Dazu will sie auch eine eigene Eisenbahnlinie und einen neuen Hafen bauen, mit gewaltigen Auswirkungen auf das Territorium und seine Bewohner.

Gegen diese Megaprojekte regt sich nun aber Widerstand. Verschiedene Gemeinschaften, die durch Cerrejón vertrieben und in ihren Rechten verletzt wurden, haben sich zur Vereinigung der durch den Bergbau vertriebenen Gemeinschaften FECODEMIGUA zusammengeschlossen. Am 8. August 2011 wurde das Comité Civico de la Guajira frente a la Gran Mineria Transnacional gegründet, dem auch zwei wichtige indigene Organisationen sowie Gewerkschaften angehören. Das Komitee plant gemeinsame Widerstandsaktionen gegen die Ausbaupläne und gegen eine Entwicklung, von der die lokale Bevölkerung praktisch nichts hat.

Gründungskommuniqué des Kommitees auf Spanisch und auf Deutsch.

Rede des FECOMEDIGUA-Vorstehers auf Spanisch und auf Deutsch.

Auf der Webseite des Nationalen Netzwerks gegen den Transnationalen Bergbau RECLAME gibt es umfangreiches Material über diese hoffnungsvollen Organisations- und Widerstandsprozesse, sowie Videos.

Siehe: http://reclameguajira.blogspot.com/ und http://www.reclamecolombia.org/index.php?option=com_content&view=article&id=241&catid=22&Itemid=22

Die Wayuu - Frauenorganisation Fuerza de Mujeres Wayuu unterhält ebenfalls einen lesenswerten Blog: http://notiwayuu.blogspot.com/

Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

Mitglied der ask! werden und/oder an die ask! spenden oder einfach eine Spende an das Postkonto der ask! IBAN CH33 0900 0000 6018 6321 2 überweisen.