09/27/11

Die Guajira im Widerstand gegen die Kohlenexpansion

27.09.2011

In der Guajira sind grosse Ausdehnungen des Kohleabbaus geplant. Cerrejón plant eine Expansion von 31 auf 40 Millionen Tonnen pro Jahr und will dazu den wichtigsten Fluss der Region, den Río Rancheria, auf 26 Kilometer Länge umleiten. Die brasilianische Firma MPX will südlich davon einen Tagebau eröffnen, der auch über 30 Millionen Tonnen pro Jahr produzieren soll. Dazu will sie auch eine eigene Eisenbahnlinie und einen neuen Hafen bauen, mit gewaltigen Auswirkungen auf das Territorium und seine Bewohner.

Gegen diese Megaprojekte regt sich nun aber Widerstand. Verschiedene Gemeinschaften, die durch Cerrejón vertrieben und in ihren Rechten verletzt wurden, haben sich zur Vereinigung der durch den Bergbau vertriebenen Gemeinschaften FECODEMIGUA zusammengeschlossen. Am 8. August 2011 wurde das Comité Civico de la Guajira frente a la Gran Mineria Transnacional gegründet, dem auch zwei wichtige indigene Organisationen sowie Gewerkschaften angehören. Das Komitee plant gemeinsame Widerstandsaktionen gegen die Ausbaupläne und gegen eine Entwicklung, von der die lokale Bevölkerung praktisch nichts hat.

Gründungskommuniqué des Kommitees auf Spanisch und auf Deutsch.

Rede des FECOMEDIGUA-Vorstehers auf Spanisch und auf Deutsch.

Auf der Webseite des Nationalen Netzwerks gegen den Transnationalen Bergbau RECLAME gibt es umfangreiches Material über diese hoffnungsvollen Organisations- und Widerstandsprozesse, sowie Videos.

Siehe: http://reclameguajira.blogspot.com/ und http://www.reclamecolombia.org/index.php?option=com_content&view=article&id=241&catid=22&Itemid=22

Die Wayuu - Frauenorganisation Fuerza de Mujeres Wayuu unterhält ebenfalls einen lesenswerten Blog: http://notiwayuu.blogspot.com/

Aktuell

08.12.2016


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26.10.2016

Dezalé - Café de origen

Foto: Christian Reichenbach

Im Hochland von Inzá (Cauca) produzieren kleine Familienbetriebe in ökologisch wertvollen Mischkulturen ein sortenreinen Spezialitätenkaffee. "Dezalé - Café de origen". Dieser wird ohne Zwischenhandel, direkt und exklusiv an acht ausgewählte Röstereien in der Schweiz exportiert. Der stolze Bauer erhält dadurch ca. 150 -170 % des aktuellen Marktpreises. Fairer als Fairtrade! "Dezalé" wurde als Kooperative im Jahr 2001 von Hansruedi Auer-Lopéz gegründet. Heute sind 45 Familienbetriebe am sozialen Projekt beteiligt.

Es sind 8 Röstereien in der Schweiz, die exklusiv den Dezalé-Kaffee rösten und verkaufen:

www.diamantkaffee.ch

www.hosennen-kaffee.ch

www.kuengkaffee.ch

www.kaffee-knubel.ch

www.cafedumonde.ch

www.lacolumbiana.ch

www.spielhofkaffee.ch

www.oetterlikaffee.ch

Weitere Informationen direkt bei: dezalecafe@remove-this.yahoo.com