El Cerrejón und Xstrata

El Cerrejón ist der grösste Steinkohletagebau der Welt und liegt auf der Halbinsel La Guajira im Nordosten Kolumbiens. Die Mine gehört zu je einem Drittel Anglo American, BHP Billiton und Xstrata. Die Mine, die Eisenbahnlinie und der Hafen haben einen beträchtlichen Teil des Territoriums der Wayuu Indianer zerstört, ohne diese Indigenen je um ihre Meinung zu fragen. Um der Mine Platz zu machen, mussten mehrere Dörfer mit Kleinbauern und Afrokolumbianern weichen. Viele Familien erhielten nur eine minimale Entschädigung und mussten die Dörfer verlassen, das Dorf Tabaco wurde am 9. August 2001 sogar mit Gewalt geräumt. Heute verspricht Cerrejón kollektive ländliche Umsiedlungen nach internationalen Standards, aber die Umsetzung bleibt sehr mangelhaft. Weitere Probleme betreffen Umweltschäden, Luftverschmutzung und Erkrankungen der Personen, die in der Nähe der Mine leben. Immer wieder kommt es auch zu harten Arbeitkämpfen und mehrere Tausend Leiharbeiter arbeiten zu schlechten Bedingungen in der Mine.

Zeugenaussagen aus der Gemeinschaft las Casitas

Dieser 7-minütige Dokumentarfilm zeigt Bewohner von Casitas, welche sich in März 2012 dafür entschieden, die Verhandlungen mit Cerrejón zu unterbrechen. Der Film ist Spanisch mit deutschen Untertiteln.

27.02.2019 | Von Stephan Suhner

Cerrejón sorgt für Schlagzeilen: Nichtigkeitsklage der Gemeinschaften, Persilschein durch Bettercoal und ein übermütiger neuer Präsident

Cerrejón hat seit Ende Oktober 2018 einen neuen Präsidenten, Guillermo Fonseca. Dieser tat sich vor allem mit markigen Sprüchen gegenüber der Presse hervor: Cerrejón werde von störrischen Gemeinschaften, geldgierigen Anwälten und Gerichten, die ju...

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02.11.2018 | Von Stephan Suhner

El Cerrejón: Der Kampf der Afros und Indigenen um sauberes Wasser und gesicherte Lebensgrundlagen - Interview mit Samuel Arregocés, Gemeindesprecher von Tabaco, und Jenny Ortiz, CINEP

Samuel, du warst im vergangenen Jahr an der Umweltstudie von Indepaz beteiligt. Was ist die Bedeutung dieser Studie? Samuel: Wir konnten in verschiedenen Punkten nachweisen, dass die Messungen der Umweltverschmutzung durch das Unter...

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19.09.2018 | von Stephan Suhner

Zehn Jahre nach OECD-Verfahren: keine Lösung für Tabaco

Im Jahr 2007 wurden bei den Nationalen Kontaktpunkten für die OECD Leitsätze für multinationale Unternehmen NCP von Australien und der Schweiz Eingaben gegen BHP Billiton und Xstrata eingereicht. In den Eingaben wurde die Vertreibung von verschiedene...

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09.08.2018

Wenn der Fluss rumort, führt er Steine mit sich

Über das Recht auf Wasser und auf eine saubere Umwelt in der Bergbauzone der Guajira Die NGO Indepaz hat im Juni 2018 eine umfangreiche Studie über die Umweltbelastung des Tagebaus Cerrejón insbesondere auf das Wasser und Luft veröffentlicht...

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10.07.2018 | von Stephan Suhner

Weiterhin viele ungelöste Probleme und Konflikte in den Gemeinschaften im Einflussbereich der Mine El Cerrejón

Die ungelösten Probleme und die Konflikte zwischen den Gemeinschaften im Einflussbereich der Mine El Cerrejón und dem Unternehmen bestehen weiter. Alle in den letzten Jahren umgesiedelten Gemeinschaften und verschiedene weitere Resguardos und ...

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28.01.2018 | Von Stephan Suhner

Arbeitskonflikt in der Kohlemine El Cerrejón endet mit massiver Zustimmung zum Streik

Bei einem Arbeitskonflikt rund um die Aushandlungen eines neuen Gesamtarbeitsvertrages in der Kohlemine Cerrejón wurde heute Montag durch die Arbeiterschaft beschlossen, einen Streik durchzuführen[1]. In über 40 T...

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27.11.2017 | Von Hans-Peter Schmutz

Kohleabbau: eine Beobachtungsmission besucht den südlichen Teil der Guajira

Ende September, anfangs Oktober 2017 besuchte die «Beobachtungsmission Gesundheit, Umwelt und Bergbau in der Guajira» mehrere Wayuu-Gemeinsch...

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08.08.2017 | von Stephan Suhner

Weiterer Jahrestag der gewaltsamen Vertreibung Tabacos ohne Lösung durch Cerrejón

Tabaco begeht heute, 9. August 2017, einen weiteren Jahrestag der gewaltsamen Enteignung und Vertreibung durch das Kohleunternehmen El Cerrejón und den kolumbianischen Staat. Seit der Zerstörung des afrokolumbianischen Dorfes am 9. August 2001 kämpft...

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08.05.2017

Ein Konsultationsprozess ohne Garantien: Der Fall des Arroyo Bruno

Am 17. Dezember 2016 hat der kolumbianische Staatsrat die temporäre Aussetzung der Umleitung des Flusses Arroyo Bruno in der Guajira angeordnet. Die Kohlenmine El Cerrejon hat die Umleitung im Rahmen des Projektes El Puente Anfang 2016 begonne...

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27.04.2017 | Von Stephan Suhner

Die Gemeinschaften in der Guajira zwei Jahre nach dem Besuch mit dem Management von Glencore

Ziemlich genau zwei Jahre nach dem Besuch der Mine Cerrejón zusammen mit dem Management von Glencor...

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06.06.2016

Weitere Probleme und Konflikte mit Cerrejón

In den vergangenen Wochen erreichten uns erneut verschiedene Meldungen aus den Gemeinschaften in der Guajira, di...

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25.02.2016

Gewaltsame Enteignung in Roche

Am Mittwoch, 24. Februar 2016, wurde die Familie Ustate Fuentes aus der Gemeinschaft Roche enteignet und ihr Haus zerstört. Im Kontext dieser Enteignung hat die Demo-Polizei ESMAD die afrokolumbianische Gemeinschaft provoziert und Gewalt gegen sie au...

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22.03.2016

Streik abgewendet - GAV unterzeichnet

Nach 62 Tagen schwieriger Verhandlungen konnten sich die Gewerkschaft Sintracarbón und das Minenunternehmen Cerrejón am 15. März auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag einigen. Am Wochenende davor hatte Cerrejón ein letztes Angebot gemacht, das von 75%...

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22.02.2016 | von Stephan Suhner

Umgesiedelte Gemeinschaften kehren aus Not an die alten Wohnorte zurück

In der Woche vom 15. Februar 2016 kam es zu neuen Problemen zwischen Cerrejón und den Gemeinschaften im Umsiedlungsprozess. Seit über zwei Jahren wird in der sogenannten Mesa de líderes, in der die Gemeinschaften Chancleta, Patilla, Roche, Las Casita...

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24.02.2016 | von Stephan Suhner

Krise im Kohlegeschäft: Anglo American will ihren Anteil an Cerrejón verkaufen

Anglo American, einer der grössten Bergbaukonzerne weltweit, befindet sich in einer schweren Krise: nach Verlusten von 5,6 Mia. US-Dollar muss das Unternehmen radikal Kosten senken. So hat Anglo American beschlossen, ganz aus dem Kohlegeschäft auszus...

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25.02.2016 | von Stephan Suhner

Schwierige Verhandlungen für neuen Gesamtarbeitsvertrag bei Cerrejón

Die Verhandlungen zur Erneuerung des Gesamtarbeitsvertrages zwischen der Gewerkschaft Sintracarbón und Cerrejón drohen zu scheitern, da nach dem Ende der gesetzlichen Verhandlungsfrist immer noch keine Einigung erzielt werden konnte. In den nächsten ...

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29.11.2015 | von Stephan Suhner

Update zur Situationen in umgesiedelten und indigenen Gemeinschaften im Einflussbereich der Kohlenmine El Cerrejón

Die Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien ask! begleitet seit vielen Jahren verschiedene Gemeinschaften im Einflussbereich der Kohlenmine El Cerrejón, die zu einem Drittel dem Schweizer Rohstoffkonzern Glencore gehört. Die ask! reiste gemeins...

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29.09.2014 | von Stephan Suhner

Las Casitas droht gewaltsame Enteignung

Am 11. September 2014 hat das Kohleunternehmen Cerrejón einmal mehr einer umzusiedelnden Gemeinschaft mit der Enteignung gedroht. Diesmal trifft es Las Casitas. Beim unserem Besuch in der Guajira Anfang August dieses Jahres konnte wir von BewohnerInn...

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30.04.2014

Verantwortungsvoller Bergbau – nur etwas für den Hochglanzprospekt?

Cerrejón – vom Umgang eines selbsternannten Vorzeigeunternehmens mit indigenen Rechten und umzusiedelnden Dorfgemeinschaften Gast: Jairo Dionisio Fuentes Epiayu, Goberna...

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28.08.2014 | von Stephan Suhner

Gewalttätiger Bergbau: Ein Meinungstribunal als Lichtblick für die Gemeinschaften der Guajira

Vom 7. - 9. August 2014 fanden in der Guajira drei wichtige Aktionen statt: ein Meinungstribunal über die durch Cerrejón zu verantwortenden Menschenrechtsverletzungen, eine Gedenkveranstaltung zu Tabaco sowie ein autonomer Konsultationsprozess der be...

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Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

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