Gegenwärtige Auseinandersetzungen um den Bergbau in Lateinamerika

Am 8. Oktober erschien die ila 329 (Oktober) mit dem Schwerpunkt Bergbau. In einem Mix aus Länderanalysen und übergreifenden Beiträgen wird darin über die gegenwärtigen Auseinandersetzungen um den Bergbau in Lateinamerika berichtet. Im Einleitungsbeitrag stellt Silke Helfrich, Expertin zum Thema Gemeingüter und Herausgeberin des jüngst erschienenen Buches "Wem gehört die Welt Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter!" (München 2009) in Frage, dass Staaten das Recht haben, Unternehmen zu gestatten, die Bodenschätze eines Landes um jeden Preis auszubeuten, auch wenn die Kosten für Menschen und Umwelt enorm sind.
Die US-amerikanische Researcherin Rachel Godfrey-Wood kommt in ihrer Gegenüberstellung des Bergbaus in Ecuador und Kolumbien zu dem Ergebnis, dass die Ziele zwar unterschiedlich sind (in Kolumbien geht es primär und die private Aneignung der Bodenschätze, in Ecuador will die Regierung die Ausbeutung, um soziale Entwicklungsprojekte zu finanzieren), aber die Methoden und Folgen des Bergbaus für Mensch und Umwelt ähnlich sind.
Das der Förderung des Bergbaus zugrunde liegende Entwicklungsmodell kritisieren Elena Muguruza und Michael A. Schrick in ihrem Artikel "Was ist Modernität" grundsätzlich.
Zwei Beiträge von Bettina Reis und Britt Weyde beschäftigen sich mit dem Kohlebergbau in Kolumbien und Venezuela. Vor allem Kolumbien ist eines der wichtigsten Lieferländer für die Kohle, die in deutschen Steinkohlekraftwerken verfeuert wird.
Drei Beiträge von Alix Arnold, Torge Löding und dem lateinamerikanischen Netzwerk OCMAAL setzen sich mit den Folgen bzw. dem Widerstand gegen die Goldförderung in Argentinien, Costa Rica und Kolumbien auseinander.
Zwei Texte beschäftigen sich schließlich mit dem häufig illegalen Kleinbergbau. In dieser klassischen Armutsökonomie fördern zwischen drei und vier Millionen Menschen in Lateinamerika Gold, Silber, Zinn, Platin, Zink, Blei, Smaragde oder Kohle als Einzelne oder in kleinen Gruppen. Die Kleinbergleute seien gleichzeitig Opfer und Täter, meint der Soziologe Ronald Köpke in einem Interview: Opfer ungerechter Strukturen und elender Lebensbedingungen, denen sie entkommen wollen und Täter, weil sie durch ihre Schürferei, die Lebensbedingungen anderer Unterprivilegierter gefährden oder zerstören.
Die ila 329 kann ab sofort zum Preis von 4,50 Euro (+ 0,50 Porto, ab 2 Hefte portofrei) bei der ila bestellt werden: entweder per Mail über ila@ila-bonn.de, telefonisch zwischen 14.30 und 18.30 Uhr unter 0228/65 86 13 oder ab 12. Oktober über die Website www.ila-web.de
ila-Bericht als pdf

Aktuell

08.12.2016


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26.10.2016

Dezalé - Café de origen

Foto: Christian Reichenbach

Im Hochland von Inzá (Cauca) produzieren kleine Familienbetriebe in ökologisch wertvollen Mischkulturen ein sortenreinen Spezialitätenkaffee. "Dezalé - Café de origen". Dieser wird ohne Zwischenhandel, direkt und exklusiv an acht ausgewählte Röstereien in der Schweiz exportiert. Der stolze Bauer erhält dadurch ca. 150 -170 % des aktuellen Marktpreises. Fairer als Fairtrade! "Dezalé" wurde als Kooperative im Jahr 2001 von Hansruedi Auer-Lopéz gegründet. Heute sind 45 Familienbetriebe am sozialen Projekt beteiligt.

Es sind 8 Röstereien in der Schweiz, die exklusiv den Dezalé-Kaffee rösten und verkaufen:

www.diamantkaffee.ch

www.hosennen-kaffee.ch

www.kuengkaffee.ch

www.kaffee-knubel.ch

www.cafedumonde.ch

www.lacolumbiana.ch

www.spielhofkaffee.ch

www.oetterlikaffee.ch

Weitere Informationen direkt bei: dezalecafe@remove-this.yahoo.com