Fortdauernde Arbeitskonflikte in den Kohlenminen von Xstrata/Glencore in Nordkolumbien

In den Kohlenminen von Xstrata/Glencore und Drummond und beim Eisenbahntransportunternehmen FENOCO ebenso wie bei Cerrejón gibt es latente und akute Arbeitskonflikte. So war es bisher sehr schwierig, bei Carbones del Cerrejón die Temporärarbeiter gewerkschaftlich zu organisieren. Versuche beim Transportunternehmen SOTRANS und bei Chaneme Comercial, die für den Unterhalt der grossen Lastwagen zuständig ist, wurden Temporärarbeiter, die sich einer der neu gegründeten Gewerkschaften anschlossen, nicht mehr weiter beschäftigt. Der Konflikt bei FENOCO, der nun schon über ein Jahr dauert, geht in eine weitere Runde. Trotz weiteren Gerichtsurteilen zu Gunsten der Gewerkschaft konnte kein Gesamtarbeitsvertrag ausgehandelt werden. Die gerichtlich erzwungenen Verhandlungen scheiterten am 23. November 2009 ohne eine minimale Einigung. Die Gewerkschaft hat nun für den Streik gestimmt.

Beiliegend dazu ein Musterbrief an den Arbeitsminister mit Kopie an den Vizepräsidenten, den Menschenrechtsbeauftragen, den Justizminister und den Menschenrechtsombudsmann sowie den ILO Botschafter Kolumbiens in Genf. Sie können den Musterbrief gerne abändern oder so verschicken, Sie müssen nur Datum und Ort sowie Ihren Namen eingeben, und an zwei Stellen die weibliche (a) oder männliche (o) Form wählen (gelb untermalt). Der Brief nimmt auf die im Begleittext erwähnten Ereignisse Bezug und fordert: 1) starken Einsatz für eine Verhandlungslösung; 2) Erfüllung/ Umsetzung der Gerichtsurteile; 3) Überprüfung der Entlassungen (d.h. Wiederanstellung) und 4) falls es zum Streik kommt, weiter den Dialog fördern und auf Repression und Gewalt verzichten. Die zu verwendenden Mailadresse sind am Ende des Briefes aufgelistet.

Musterbrief zum Ausdrucken und Unterschreiben
Die Arbeitskonflikte wegen der Organisation der Temporärarbeiter in Cerrejón, 6. Dezember 2009, Bericht von Stephan Suhner
Die Gefahr eines Streiks bei der Kohleneisenbahn FENOCO, 6. Dezember 2009, Bericht von Stephan Suhner
Gefährliche Arbeit bei Drummond: Protest nach tödlichem Arbeitsunfall für illegal erklärt - Entlassungen, Bericht von Stephan Suhner, 22.12.2009
Drummond und die Paramilitärs: Die lange Suche nach Gerechtigkeit für die ermordeten Gewerkschaftsführer, Bericht von Stephan Suhner, April 2010

Aktuell

08.12.2016


Spenden an die ask!

Wir leisten unsere Arbeit für die kolumbianische Zivilgesellschaft mit viel Herzblut. Um unsere Kosten zu decken, sind wir auf Spenden angewiesen.

Wir freuen uns entsprechend über eine Spende auf:
PC-Konto 60-186321-2
(
IBAN CH33 0900 0000 6018 6321 2)

26.10.2016

Dezalé - Café de origen

Foto: Christian Reichenbach

Im Hochland von Inzá (Cauca) produzieren kleine Familienbetriebe in ökologisch wertvollen Mischkulturen ein sortenreinen Spezialitätenkaffee. "Dezalé - Café de origen". Dieser wird ohne Zwischenhandel, direkt und exklusiv an acht ausgewählte Röstereien in der Schweiz exportiert. Der stolze Bauer erhält dadurch ca. 150 -170 % des aktuellen Marktpreises. Fairer als Fairtrade! "Dezalé" wurde als Kooperative im Jahr 2001 von Hansruedi Auer-Lopéz gegründet. Heute sind 45 Familienbetriebe am sozialen Projekt beteiligt.

Es sind 8 Röstereien in der Schweiz, die exklusiv den Dezalé-Kaffee rösten und verkaufen:

www.diamantkaffee.ch

www.hosennen-kaffee.ch

www.kuengkaffee.ch

www.kaffee-knubel.ch

www.cafedumonde.ch

www.lacolumbiana.ch

www.spielhofkaffee.ch

www.oetterlikaffee.ch

Weitere Informationen direkt bei: dezalecafe@remove-this.yahoo.com