Wirtschaft und Menschenrechte

Die Diskussion um Wirtschaft und Menschenrechte hat in den letzten Jahren an Gewicht gewinnen, nicht zuletzt dank den Arbeiten des UNO Sonderbeauftragten John Ruggie. Sein Rahmenwerk mit den drei Pfeilern staatliche Schutzpflicht, unternehmerischen Respekt für die Menschenrechte und Schaffung von Klagemöglichkeiten wird zum weltweit anerkannten Standard.

Auch in Kolumbien gibt es viele Debatten über den Zusammenhang von wirtschaftlicher und unternehmerischer Tätigkeit und der Verletzung von Menschenrechten. Viele Wirtschaftszweige und Unternehmen haben z.B. mitgeholfen, die paramilitärischen Gruppen aufzubauen oder haben problematische Sicherheitsabkommen mit der Armee getroffen und wurden so Komplizen von Menschenrechtsverletzungen. Viele Unternehmen haben aus Menschenrechtsverletzungen Nutzen gezogen, sei es, dass durch Vertreibungen und Massaker Land für Megaprojekte frei wurde, sei es dass z.B. Gewerkschaften geschwächt wurden. Innerhalb der Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen sind die Beziehungen zwischen Unternehmen und Menschenrechtsverletzungen mit wenigen Ausnahmen noch am wenigsten aufgeklärt.

Auch Schweizer Firmen, darunter Nestlé, Xstrata, Holcim, werden immer wieder beschuldigt, in Kolumbien in Menschenrechtsverletzungen verwickelt zu sein. Die ask! setzt sich dafür ein, dass betroffene Gemeinschaften zu ihrem Recht kommen und Schweizer Konzerne eine klare Menschenrechtspolitik umsetzen.          

01.01.2011 | Stephan Suhner

Wirtschaft, Menschenrechte und Friedensförderung in Kolumbien: Der Standpunkt der ask

Seit über vierzig Jahren prägt ein bewaffneter Konflikt das Geschehen in Kolumbien. Die Wirtschaft profitiert oft von diesem Geschehen. Die internationalen Unternehmen spielen eine wichtige Rolle im Land. Ihr Einfluss so...

mehr...
04.11.2011 | Medienmitteilung der neuen Kampagne Recht ohne Grenzen

Unternehmensverantwortung: Normen und Instrumente

In den letzten Jahren gab es im Zuge der Diskussion um die soziale Unternehmensverantwortung (CSR) eine starke Zunahme an freiwilligen Guidelines und Verhaltenscodices. Ein grosser Teil davon wurde von Firmen oder Branchen selber entwickelt, andere v...

mehr...

Bergbau- und Rohstoffkonzerne

Kolumbien ist ein rohstoffreiches Land, das aber bisher wenig erkundet ist. Eine investorenfreundliche neue Gesetzgebung und der weltweite Rohstoffhunger führten in jüngster Zeit zu einem starken Anstieg der Konzessionserteilung und Exploration ...

mehr...

Lebensmittel und Landwirtschaft

Kolumbien verfügt über relativ fruchtbares Land, aufgrund einer ungleichen Landverteilung muss es aber einen beträchtlichen Teil der Lebensmittel importieren. Kolumbien produziert Kaffee und Kakao sowie Tropenfrüchte für den Export, neuerdings auch i...

mehr...

Schweizer Wirtschaftspolitik zu Kolumbien

Viele Schweizer Unternehmen können auf eine lange Tradition zurückblicken und seit über 100 Jahren gibt es einen Handelsvertrag mit Kolumbien. In den letzten Jahren kamen ein Doppelbesteuerungs- und ein Investitionsschutzabkommen dazu und i...

mehr...

Archiv

mehr...

Aktuell

Kampagne "Recht ohne Grenzen"

http://www.rechtohnegrenzen.ch/de/

Bundesrat und Parlament sollen mit klaren Regeln sicherstellen, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz weltweit die Menschenrechte und Umweltstandards einhalten. Das fordern rund 50 Organisationen in einer gemeinsamen Kampagne „Recht ohne Grenzen“.