Umwelt und Klimawandel

Kolumbien mit seiner reichen Biodiversität dürfte vom Klimawandel stark betroffen sein: Experten gehen davon aus, dass die Temperaturen um 2 bis 4 Grad steigen werden und 50% der Landesfläche gegenüber dem Klimawandel verletzlich ist. Das karibische Tiefland dürfte beinahe unbewohnbar werden und unter grossem Wassermangel leiden. Medellín, die Stadt des ewigen Frühlings, weisst immer häufiger Temperaturen von rund 35 Grad auf. Auf dem Stadtgebiet von Bogotá, im Páramo Sumapaz auf 4000 m.ü.M. gab es vor 100 Jahren noch Reste eines Gletschers, heute liegt die Schneegrenze auf über 4800 m.ü.M. Im März 2010 schrieben wir im Monatsbericht von grosser Trockenheit, verendetem Vieh und Ernteausfällen, seit Juli 2010 litt Kolumbien dann unter dem gegenteiligen Phänomen, La Ñiña führte zu den schwersten Überschwemmungen seit Menschengedenken.

Obwohl Kolumbien in den letzten Jahren z.B. im Verkehrsbereich Fortschritte gemacht hat (Metros, Schnellbussysteme) ist die Luftqualität in vielen Städten immer noch sehr schlecht, und viele Flüsse sind eine Kloake. Kleine Lichtblicke wie die Umweltsanierung des Flusses Medellín oder gewisse Aufforstungsprojekte dürfen nicht darüber hinweg täuschen, dass es der Umwelt insgesamt noch immer sehr schlecht geht und die Umweltpolitik einen schweren Stand hat.

 

30.11.2018 | Juanita Olano-Marin und Christian Escher

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30.11.2018 | Von Fabian Dreher

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29.02.2016 | von Stephan Suhner

El Niño 2015: Kolumbien und der Klimawandel

Hervorgerufen durch einen starken El Niño-Effekt leiden grosse Gebiete Kolumbiens aktuell unter extremer Trockenheit. Es sind häufig dieselben Gebiete, die unter dem La Niña[1] – Effekt 2010 litten, als weite Gebi...

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26.02.2015 | Von Stephan Suhner

Hoffnung für den Atratofluss und dessen AnwohnerInnen

Vor kurzem konnten mehrere afrokolumbianische und Bauerngemeinschaften aus dem Departement zusammen mit der Menschenrechtsorganisation Tierra Digna einen Zwischenerfolg im Kampf um einen intakten Lebensraum feiern. Am 27. Januar 2015 hatte das Verwal...

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20.12.2009 | von Reto Sonderegger

Erste Aktionen der Klimakarawane

AnführerInnen sozialer Bewegungen aus dem Süden protestieren gegen den WWF International

Die erste Aktion der Klimakarawane von Genf nach Kopenhagen fand im Eingangsbereich des internationalen Sitzes des WWF in Gland, Kanton Genf, statt. De...

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Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

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