25.09.2013

Landkauf in kleinen Stücke: Die Strategie der multinationalen Firma Cargill

25.09.2013 | Oxfam

Um die Landkonzentration zu verhindern, setzt die kolumbianische Gesetzgebung dem Weiterverkauf von Ländereien die im Rahmen der Agrarreform vom Staat gekauft wurden, Grenzen. Denn dieser Boden soll auch eine soziale Komponente erfüllen. Und dennoch ist es der multinationalen Firma Cargill gelungen, zwischen 2010 und 2012 52.576 Hektaren Land vom kolumbianischen Staat abzukaufen. Das Vorgehen des weltweit grössten Agrar-Rohstoff-Händlers ist simpel: Die Firma hat ganz einfach 36 Unternehmen gegründet, die dann jeweils den erlaubten Anteil Land erstanden haben. Mit dieser Kaufstrategie ist es dem Unternehmen gelungen, die staatlich festgelegte Grenze eines einzelnen Käufers um das 30fache zu überschreiten. Die Antwort auf diesen und ähnliche Fälle wird nun den politischen Wille der kolumbianischen Regierung, die Landfrage ernsthaft zu lösen, zeigen, so Oxfam in ihrem eben erschienenen Bericht.

Download Bericht von Oxfam auf Spanisch

Download Bericht von Oxfam auf Englisch

 

Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

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