06/28/13

Gewaltsame Repression bei Bauernprotesten im Catatumbo

28.06.2013

Seit einer Woche gehen Polizei und Militär mit massiver Gewalt gegen Tausende von demonstrierenden Bauern im Catatumbo, im Nordosten Kolumbiens, vor. Nationale Menschenrechtsorganisationen berichten, dass die Auseinandersetzungen nebst unzähligen Verletzten und Verhafteten mindestens vier Todesopfer gefordert haben. Die Aussagen von Präsident Santos, dass die Demonstrationen von der Guerilla infiltriert seien, tragen zusätzlich zur kritischen Sicherheitslage bei. Die Bauern befinden sich seit dem 12. Juni auf der Strasse zwischen Tibú und Ocaña, um sich für die Gründung von Zonas de reserva campesina (geschütze Zone für Bauern) sowie den sukzessiven Ersatz des illegalen Koka-Anbaus durch nachhaltige produktive Projekte einzusetzen.[1]

In einer Pressemitteilung vom 27. Juni 2013 ruft OIDHACO, eine Plattform von 35 europäischen Organisationen zu der auch die Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien zählt, die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf. Seit dem 16. Juni hat sich eine Untersuchungskommission, zusammengesetzt aus nationalen und internationalen Menschenrechts-, Studenten- und Bauernorganisationen und Medienschaffenden vor Ort begeben um die gravierenden Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren. Dabei haben die Streitkräfte auch schon das Feuer auf die Kommission eröffnet. OIDHACO verurteilt diese Gewaltanwendung und unterstützt die Arbeit der Untersuchungskommission.

Die Koalition fordert von den kolumbianischen Behörden, umgehend die Gewalt gegen die Demonstranten einzustellen, deren Leben und Schutz zu garantieren und die Demonstrierenden nicht als Guerilla zu diffamieren. Das gewaltsame Vorgehen des Staates muss rechtlich untersucht und verfolgt werden. Zudem ruft OIDHACO die Europäische Union, Norwegen und die Schweiz dazu auf, die Geschehnisse öffentlich zu verurteilen.

Spanische Pressemitteilung von OIDHACO

Englische Pressemitteilung von OIDHACO


[1] Portal amerika21, Kolumbien: Erneut Tote und Verletzte bei Bauernprotesten, 27.6.2013, http://amerika21.de/2013/06/83431/dialog-ohne-bedingungen

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08.12.2016


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26.10.2016

Dezalé - Café de origen

Foto: Christian Reichenbach

Im Hochland von Inzá (Cauca) produzieren kleine Familienbetriebe in ökologisch wertvollen Mischkulturen ein sortenreinen Spezialitätenkaffee. "Dezalé - Café de origen". Dieser wird ohne Zwischenhandel, direkt und exklusiv an acht ausgewählte Röstereien in der Schweiz exportiert. Der stolze Bauer erhält dadurch ca. 150 -170 % des aktuellen Marktpreises. Fairer als Fairtrade! "Dezalé" wurde als Kooperative im Jahr 2001 von Hansruedi Auer-Lopéz gegründet. Heute sind 45 Familienbetriebe am sozialen Projekt beteiligt.

Es sind 8 Röstereien in der Schweiz, die exklusiv den Dezalé-Kaffee rösten und verkaufen:

www.diamantkaffee.ch

www.hosennen-kaffee.ch

www.kuengkaffee.ch

www.kaffee-knubel.ch

www.cafedumonde.ch

www.lacolumbiana.ch

www.spielhofkaffee.ch

www.oetterlikaffee.ch

Weitere Informationen direkt bei: dezalecafe@remove-this.yahoo.com