10/31/11

Eröffnung des Nationalen Kongresses über Land, Territorium und Souveränität in Cali

31.10.2011 | von Dominique Rothen

Nach monatelangen Vorarbeiten begann am Freitag 30. September 2011 in Cali der Nationale Kongress Land, Territorium und Souveränität. Schon am Freitag waren aus fast allen Landesgegenden gegen 12‘000 Personen angereist, für den Samstag 1. Oktober wurden noch mehr Delegationen erwartet. Der Kongress dauert bis am 3. Oktober, am 4. Oktober erfolgt ein Marsch nach Cajamarca, wo die Beschlüsse des Kongresses veröffentlich werden. In Cajamarca, Tolima, plant Anglo Gold Ashanti eine der weltweit grössten Goldminen, La Colosa.

Der Kongress versteht sich als Ort des Widerstandes und der Konstruktion von Alternativen zum herrschenden Modell unter der Regierung Santos. Trotz gewisser Ankündigungen der Regierung Santos hat sich die Menschenrechtssituation im letzten Jahr nicht verbessert, wie die Nationale Opfervereinigung MOVICE anklagt. Die Gesetzesinitiativen wie das Opfer- und Landrückgabegesetz bleiben weit hinter den Erwartungen der Betroffenen zurück, die Landrückgabe ertrinkt im Blut ermordeter Kleinbauernführer und die Entwicklungslokomotive Bergbau verschärft die Konflikte um Territorium und Ressourcenzugang. Zudem stellt sich der Kongress gegen weitere Gesetzesprojekte wie das Ländliche Entwicklungsgesetz und das sich in Beratung befindende neue Bergbaugesetz.

Der Kongress wird einerseits inhaltlich und andererseits regional strukturiert arbeiten. Die sieben thematischen Arbeitsfelder sind: 1) Land: Besitz, Vertreibung, Enteignung, Verwendung, Rückgabe, Rückeroberung und Rückkehr; 2) Bergbau und Energie, Megaprojekte, Agrotreibstoffe und Agroindustrie; 3) Wasser und Gewässer, Meer- und Tiefseegebiete, Flüsse und Feuchtgebiete; 4) Traditionelles Wissen, Kultur und Identität; 5) Kleinbäuerliche Wirtschaft, Selbstversorgung, Ernährungssouveränität, Saatgutproduktion und – Tausch, alternativen zum herrschenden Wirtschaftsmodell; 6) Urbane Territorien; 7) Krieg und bewaffneter Konflikt

Von den verschiedenen vertretenen geographischen Regionen her wird ein Nationaler Aktionsplan erarbeitet, der auf den verschiedenen bisher verabschiedeten Mandaten und Alternativen basiert: Mandato Agrario, Alternativer Kataster, Campesino – Vorschlag für eine Agrarreform, etc.

Weitere Informationen zum Kongress finden sich unter folgenden Links:

http://congresodelospueblos.org/sitio/index.php?option=com_content&view=article&id=131:llamamiento&catid=1:latest-news

http://notiagen.wordpress.com/2011/09/30/inicia-el-congreso-nacional-de-tierras-territorios-y-soberania-en-cali/

http://www.pazdesdelabase.org/index.php?option=com_content&view=article&id=854:inicio-el-congreso-nacional-de-tierras&catid=6:otros&Itemid=3

Die Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien wird weiter über den Kongress und dessen Resultate berichten.

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Dezalé - Café de origen

Foto: Christian Reichenbach

Im Hochland von Inzá (Cauca) produzieren kleine Familienbetriebe in ökologisch wertvollen Mischkulturen ein sortenreinen Spezialitätenkaffee. "Dezalé - Café de origen". Dieser wird ohne Zwischenhandel, direkt und exklusiv an acht ausgewählte Röstereien in der Schweiz exportiert. Der stolze Bauer erhält dadurch ca. 150 -170 % des aktuellen Marktpreises. Fairer als Fairtrade! "Dezalé" wurde als Kooperative im Jahr 2001 von Hansruedi Auer-Lopéz gegründet. Heute sind 45 Familienbetriebe am sozialen Projekt beteiligt.

Es sind 8 Röstereien in der Schweiz, die exklusiv den Dezalé-Kaffee rösten und verkaufen:

www.diamantkaffee.ch

www.hosennen-kaffee.ch

www.kuengkaffee.ch

www.kaffee-knubel.ch

www.cafedumonde.ch

www.lacolumbiana.ch

www.spielhofkaffee.ch

www.oetterlikaffee.ch

Weitere Informationen direkt bei: dezalecafe@remove-this.yahoo.com