05.12.2011

Erste positive Wendung im Verleumdungsfall

05.12.2011

Die Öffentlichmachung eines an sich vertraulichen Gerichtsdokumentes über angeblich falsche Vertreibungsopfer in Las Pavas, die mit Beratung durch nationale und internationale NGOs ein enormes Lügengebäude konstruiert hätten, um den Staat zu betrügen, hat hohe Wellen geworfen. Die Generalstaatsanwältin Viviane Morales und sogar der Präsident der Republik, Juan Manuel Santos, bekräftigen in öffentlichen Verlautbarungen, dass es sich um ein weiteres Beispiel von falschen Opfern handle. Offenbar waren aber beide schlecht beraten und machten diese Äusserungen überstürzt. Viele namhafte nationale und internationale Organisationen, darunter die Kolumbianischen Jesuiten, mehrere Bischöfe und Rechtsprofessoren der Universität Javeriana sowie die Botschaften der Schweiz und Grossbritanniens setzten sich für die Kleinbauern und Gewaltopfer von Las Pavas ein. Auch SUIPPCOL veröffentlichte  ein Communiqué (siehe pdf).

Nun krebst die Generalstaatsanwältin ein bisschen zurück: sie kündigte am 5. Dezember an, dass sie selber nach Las Pavas gehen werde, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Sie kündigte auch neue Untersuchungen in dem Fall an.[1] Es ist zu hoffen, dass die Opfer aus Las Pavas bald rehabilitiert sind und dies auch dazu beiträgt, dass in Zukunft Opfer und deren Anwälte nicht mehr so leichtsinnig und verallgemeinernd diffamiert werden wie in den Fällen von Mapiripan und nun Las Pavas.     

Comunicado SUIPPCOL español

SUIPPCOL Stellungnahme deutsch           


[1] Fiscal abrió nueva investigación por caso Las Pavas, El Colombiano, Medellín, 5. Dezember 2011, http://www.elcolombiano.com/BancoConocimiento/C/caso_de_las_pavas_fiscal_general_viviane_morales_abrio_nueva_investigacion/caso_de_las_pavas_fiscal_general_viviane_morales_abrio_nueva_investigacion.asp

 

Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

Mitglied der ask! werden und/oder an die ask! spenden oder einfach eine Spende an das Postkonto der ask! IBAN CH33 0900 0000 6018 6321 2 überweisen.