08.07.2012

Palmunternehmen und Landarbeiten besetzen Land der ASOCAB

08.07.2012

Der Prozess um die zwischen den Campesinos der ASOCAB und dem Palmunternehmen Aportes San Isidro umstrittenen Grundstücke ist immer noch nicht beendet. Vom 13. bis 23. Juni 2012 hat eine Überprüfungskommission des Instituts für ländliche Entwicklung INCODER und des Geographischen Instituts Agustín Codazzi IGAC eine Begehung der 11 umstrittenen Grundstücke der Hacienda Las Pavas gemacht. Ziel dieser Begehung und Inaugenscheinnahme  war es, den Prozess über das Besitzrecht voranzutreiben, die genauen Grenzen der Grundstücke zu vermessen und die aktuelle Besiedlung und Nutzung der Grundstücke zu dokumentieren. Während der Begehung durch INCODER und IGAC war die Gemeinschaft von Las Pavas durch das Programa de Paz y Desarrollo del Magdalena Medio begleitet worden. Das Unternehmen Aportes San Isidro war auch präsent, und wurde durch den vermuteten Paramilitär Mario Marmol begleitet. Ebenso  wurden die Unternehmensvertreter durch die Nationalpolizei begleitet, während es eigentlich Aufgabe der Polizei gewesen wäre, die staatlichen Funktionäre zu schützen. Im Juli sind weitere Begehungen durch Agrarbehörden geplant.

Nun haben aber verschiedene Akteure in der Gegend angekündigt, dass sie am 9. Juli 2012 auf die umstrittenen Grundstücke gehen werden, die von ASOCAB als Zeichen des Besitzanspruchs besetzt und genutzt werden, diese selber besetzen und Palmen setzen wollen. Diese Aktion wird von der Unternehmung Aportes San Isidro, dem Gewerkschaftsdachverband CGT und der Landarbeitergewerkschaft Federación Sindical Nuevo Liderazgo Campesino angestossen. Obwohl die Begleitorganisationen der ASOCAB auf diese Bedrohung reagiert und ein Communiqué (siehe pdf zum Download) herausgegeben haben, haben die Federacion Sindical Nuevo Liderazgo Campesino, angeführt vom Demobilisierten Santander Martinez, von Pedro Moreno und von Funktionären der CGT, beschlossen, die Invasion durchzuführen und wenn möglich zusammenstösse mit der Gemeinschaft von ASOCAB zu provozieren. Dies würde dann allenfalls weitere gewalttätige Reaktionen hervorrufen oder zu einer Räumung durch die Sicherheitskräfte führen. Die Federación rechtfertigt ihreAktion mit der Verteidigung ihres Rechts auf Arbeut, da in ihrer Logik ASOCAB den Palmanbau durch Aportes San Isidro behindere und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen verunmögliche.

Communiqué ASOCAB spanisch

Communiqué ASOCAB deutsch 

Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

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