06/06/13

Die Aggressionen gegen die Bauerngemeinschaft von Las Pavas mehren sich

06.06.2013 | von Regula Fahrländer

Unterwegs zu ihren Feldern wurde die Bauerngemeinschaft von Las Pavas sowie ein einzelner Kleinbauer gewalttätig angegriffen. Offensichtlich gehen die Angriffe erneut auf das Konto des privaten Sicherheitsdienstes von Aportes San Isidro.

Am 28. Mai wurden 50 Personen der Bauerngemeinschaft von Las Pavas bedroht und angegriffen. Zwischen dem Dorf Buenos Aires und Las Pavas stellten sich ihnen bewaffnete Männer in den Weg. Willkürlich zielten diese ihre Waffen auf die Kleinbauern, und trafen glücklicherweise einzig die Räder des Traktors auf dem einige Personen sassen. Den Bauern zufolge sind die Angreifer Mitarbeiter der privaten Sicherheitsfirma von Aportes San Isidro.[1] Zwei Tage später wurde der Kleinbauer Tito Alvarez Pérez am späten Nachmittag brutal zusammengeschlagen. Mit Macheten, Fäusten und Fusstritten wurde er von drei Männern desselben Sicherheitsdiensts malträtiert. Die Männer drohten ihm mit dem Tod, und liessen ihn bloss am Leben damit die anderen Bauern und Bäuerinnen von Las Pavas sähen, was auf sie zukomme. Bevor die Aggressoren das Weite suchten, gaben sie Schüsse in Richtung des Opfers ab.

Seit der Rückkehr auf ihr Land im Jahre 2011 werden die 120 Familien von Las Pavas immer wieder Opfer von Drohungen und Übergriffen. In der zweiten Hälfte 2012 hat die Bauerngemeinschaft mehrmals Strafanzeige gegen die Sicherheitsfirma erstattet. Auch vor diversen juristischen und administrativen Instanzen sind sie bereits vorstellig geworden, bisher ohne nennenswerte Erfolge. Obwohl das Verfassungsgericht sowie INCODER der Bauerngemeinschaft nicht nur das Land zu-gesprochen, sondern auch verordnet haben, dass ihre Sicherheit gewährleistet werden muss, geschehen weiterhin derartige Überfälle. Dazu kommt, dass sich die prekäre Sicherheitslage auch auf die Ernährungssicherheit der Gemeinschaft ausgewirkt hat. Drohungen und Übergriffe, der erschwerte Zugang zu Feldern und Sabotage auf den Äckern lassen die Ernte immer wieder ausfallen.

Die Bauerngemeinschaft von Las Pavas fordert von der Regierung rasche und effektive Massnahmen zu ihrem Schutz. Zudem wird verlangt, dass die Überfälle untersucht und die Täter zur Verantwortung gezogen werden. Unsere Solidarität gilt der Bauerngemeinschaft, welche wir in ihren Forderungen unterstützen.

Denuncia pÚBLICA der Gemeinschaft ASOCAB VOM 3. Juni 2013

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[1] Retorno a las Pavas, 4.6. 2013, Denuncia pública por atentados en Las Pavashttp://retornoalaspavas.wordpress.com/2013/06/04/denuncia-publica-por-atentados-en-las-pavas/#more-1153

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26.10.2016

Dezalé - Café de origen

Foto: Christian Reichenbach

Im Hochland von Inzá (Cauca) produzieren kleine Familienbetriebe in ökologisch wertvollen Mischkulturen ein sortenreinen Spezialitätenkaffee. "Dezalé - Café de origen". Dieser wird ohne Zwischenhandel, direkt und exklusiv an acht ausgewählte Röstereien in der Schweiz exportiert. Der stolze Bauer erhält dadurch ca. 150 -170 % des aktuellen Marktpreises. Fairer als Fairtrade! "Dezalé" wurde als Kooperative im Jahr 2001 von Hansruedi Auer-Lopéz gegründet. Heute sind 45 Familienbetriebe am sozialen Projekt beteiligt.

Es sind 8 Röstereien in der Schweiz, die exklusiv den Dezalé-Kaffee rösten und verkaufen:

www.diamantkaffee.ch

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www.oetterlikaffee.ch

Weitere Informationen direkt bei: dezalecafe@remove-this.yahoo.com