Natürliche Ressourcen und Agrarfrage

Kolumbien verfügt über vielfältige Landschaften und Klimazonen mit einer der grössten Biodiversitäten der Welt. Kolumbien hat ausreichend fruchtbare Böden, grosse Süsswasserreserven, ausgedehnte Wälder und verschiedene nicht erneuerbare Rohstoffe. Eine äusserst ungleiche Verteilung des Grundbesitzes zwingt jedoch landlose Bauern immer weiter in sensible Ökogebiete wie Hochmoore und Wälder. Dieser Prozess wird durch den Drogenanbau und die chemische Bekämpfung des Cocaanbaus noch verschärft. Verschiedene Megaprojekte wie Strassen, Pipelines und Staudämme bedrohen ebenfalls wertvolle Ökosysteme.

Kolumbien betreibt an seinen natürlichen Ressourcen massiv Raubbau, das Wirtschaftswachstum ist alles andere als Nachhaltig. Wesentliche Probleme sind Umweltverschmutzung, Bodendegradierung und Abholzung sowie die Folgen des Bergbaus. Viele Böden werden nicht angepasst genutzt, und dieses Problem wird durch den massiv geförderten Anbau von Energiepflanzen zur Herstellung von Agrotreibstoffen noch verschärft. Auch der Klimawandel verschärft die Umweltkrise, die letzten Gletscher schmelzen in beängstigendem Tempo, Klimaschwankungen wie El Ñiño werden heftiger und mehrere grosse Städte haben Probleme mit der Trinkwasserversorgung.

01.01.1970

Ländliche Entwicklung und Agrarreform

Die Rückgabe geraubter Ländereien und die Verteilung des extrem konzentrierten Grundbesitzes sind eine der wesentlichsten Herausforderungen, um dem Frieden nach der so genannten Demobilisierung der Paramilitärs näher zu kommen. Schon 2001 hatte der A...

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01.01.1970

Bodenverteilung: steigende Ungleichheit in Kolumbien

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01.01.1970

Agrotreibstoffe

Unablässig verkündeten der Ex-Präsident Uribe und hohe Regierungsvertreter, wie ideal die Bedingungen in Kolumbien für die Produktion von Agrotreibstoffen seien. Kolumbien verfüge über 40 Millionen Hektaren natürliche Savannen, auf denen Energiepflan...

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01.01.1970

Las Pavas - ein Lehrbeispiel der kolumbianischen Landproblematik

Las Pavas ist ein Gutsbetrieb in der Region des Magdalena Medio im Süden des
Departements Bolivar. Bauern, die das Land nutzten, nachdem der vormalige Besitzer die Hacienda aufgab, wurden im Juli 2009 vom neuen Besitzer, dem Palmölkonzern Daabon...

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01.01.1970

Ressourcenabbau und Nachhaltigkeit

Kolumbien ist weit davon entfernt, seine natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Viele Böden werden nicht ihrer Eignung entsprechend genutzt: auf fruchtbaren, ebenen Böden weiden Kühe, während Kleinbauern an erosionsgefährdeten Steilhängen Leben...

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01.01.1970

Umwelt und Klimawandel

Kolumbien mit seiner reichen Biodiversität dürfte vom Klimawandel stark betroffen sein: Experten gehen davon aus, dass die Temperaturen um 2 bis 4 Grad steigen werden und 50% der Landesfläche gegenüber dem Klimawandel ...

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01.01.1970 | von Bruno Rütsche

Drogen

Standpunkt der ask!

Die ask setzt sich für eine grundlegende Neugestaltung der Drogenpolitik ein. Elemente einer neuen Nord-Süd-Drogenpolitik:
  1. Die ganze Kette des Drogenproblems Produktion-Ha...

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01.01.1970

Archiv

2009

Ländliche Entwicklung...

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01.01.1970

Links

Unter den angegebenen Links finden Sie Hinweise zum Thema
  • Agrotreibstoffe
  • Brot im Tank
  • B...

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Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

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