14.06.2011

Menschenrechtsorganisationen suspendieren Gespräche mit der Regierung

14.06.2011

Am 13. Juni 2011 haben sich die vier Plattformen für Menschenrechte, Frieden und Entwicklung sowie indigene und afrokolumbianische Organisationen vom Verhandlungstisch über Schutzgarantien für MenschenrechtsverteidigerInnen und soziale Führungspersonen erhoben und weitere Gespräche mit der Regierung suspendiert. Sie werfen der Regierung vor, ihren Verpflichtungen nicht nachzukommen und die vereinbarten Schutzmassnahmen nicht umzusetzen. So habe es die Regierung versäumt, für Ana Fabricia Córdoba Schutzmassnahmen zu erlassen, die ihre Ermordung hätten verhindern können. Im laufenden Jahr wurden schon über 20 MenschenrechtsverteidigerInnen ermordet, rund hundert erhielten Drohungen. Die Gespräche mit der Regierung bleiben eingefroren, bis die Regierung die zugesagten individuellen und kollektiven Schutzmassnahmen  für  MenschenrechtsverteidigerInnen, soziale Führungspersonen, Indigene, Afros und Kleinbauern und deren Gemeinschaften effektiv umgesetzt hat.

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Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

Mitglied der ask! werden und/oder an die ask! spenden oder einfach eine Spende an das Postkonto der ask! IBAN CH33 0900 0000 6018 6321 2 überweisen.