05/30/11

Todesdrohungen gegen Gewerkschafter in Kolumbien

30.05.2011

In eindrücklich minutiöser Weise listet das Bulletin des ICTUR (The International Centre for Trade Union Rights) die im laufenden Jahr begangenen Drohungen und Menschenrechtsverletzungen gegenüber Gewerkschaftsvertretern in Kolumbien auf.

35 namentlich dokumentierte Todesdrohungen gegen einzelne Gewerkschafter, zwei Morde und eine willkürliche Festnahme sind die Bilanz für die ersten vier Monate 2011. Doch nicht nur Einzelpersonen werden bedroht, sondern auch ganze Gewerkschaften wie FENSUAGRO, SUTEV, ASPU, SINTRAUNICOL, ASODEFENSA, ASDEP sowie weitere soziale Bewegungen und Menschenrechtsorganisationen erhielten innerhalb eines Monates zweimal Todesdrohungen. Als Absender dieser diversen Drohungen zeichnen in der grossen Mehrheit der Fälle paramilitärische Gruppen verantwortlich.

Weitere Infos: http://www.ictur.org

Bulletin als pdf

Aktuell

Kampagne "Recht ohne Grenzen"

http://www.rechtohnegrenzen.ch/de/

Bundesrat und Parlament sollen mit klaren Regeln sicherstellen, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz weltweit die Menschenrechte und Umweltstandards einhalten. Das fordern rund 50 Organisationen in einer gemeinsamen Kampagne „Recht ohne Grenzen“.