29.05.2011

Kritische Menschenrechtssituation im Departement Atlantico

29.05.2011

Eine Koordination von Menschenrechtsorganisationen denunzierte Ende April die fortwährenden Drohungen, Angriffe und tätlichen Übergriffe bis hin zu Tötungen gegenüber verschiedenen Menschenrechtsverteidigern im Departement Atlántico. Aufgrund der strategischen Lage des Departements hinsichtlich landwirtschaftlicher Ressourcen und Bodenschätze wie auch hinsichtlich der territorialen Kontrolle im Drogenhandel und Waffenschmuggel, kommt der Menschenrechtsarbeit in dieser Region eine wichtige Rolle zu. In der Karibikregion sei eine Zunahme der Präsenz bewaffneter Gruppierungen sowie die Konsolidierung paramilitärischer Gruppen und die damit einhergehende soziale Kontrolle und eine Zunahme der Kriminalität festzustellen. Die Koordination schliesst sich den Forderungen der Interamerikanischen Menschenrechtskommission an den kolumbianischen Staat an: die intellektuellen und materiellen Autoren von Menschenrechtsverletzungen strafrechtlich zu  verfolgen; unverzüglich die nötigen Massnahmen zu treffen um Leben, Integrität und Sicherheit der Zivilbevölkerung und der Menschenrechtsverteidiger zu garantieren und zu schützen.

Weiter fordert die Koordination von der nationalen wie auch der regionalen Regierung die öffentliche Anerkennung der legitimen und unverzichtbaren Arbeit aller Menschenrechtsverteidiger beim Aufbau einer demokratischen und friedlichen Gesellschaft.

Spanisches Communiqué als pdf

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