29.05.2011

Kritische Menschenrechtssituation im Departement Atlantico

29.05.2011

Eine Koordination von Menschenrechtsorganisationen denunzierte Ende April die fortwährenden Drohungen, Angriffe und tätlichen Übergriffe bis hin zu Tötungen gegenüber verschiedenen Menschenrechtsverteidigern im Departement Atlántico. Aufgrund der strategischen Lage des Departements hinsichtlich landwirtschaftlicher Ressourcen und Bodenschätze wie auch hinsichtlich der territorialen Kontrolle im Drogenhandel und Waffenschmuggel, kommt der Menschenrechtsarbeit in dieser Region eine wichtige Rolle zu. In der Karibikregion sei eine Zunahme der Präsenz bewaffneter Gruppierungen sowie die Konsolidierung paramilitärischer Gruppen und die damit einhergehende soziale Kontrolle und eine Zunahme der Kriminalität festzustellen. Die Koordination schliesst sich den Forderungen der Interamerikanischen Menschenrechtskommission an den kolumbianischen Staat an: die intellektuellen und materiellen Autoren von Menschenrechtsverletzungen strafrechtlich zu  verfolgen; unverzüglich die nötigen Massnahmen zu treffen um Leben, Integrität und Sicherheit der Zivilbevölkerung und der Menschenrechtsverteidiger zu garantieren und zu schützen.

Weiter fordert die Koordination von der nationalen wie auch der regionalen Regierung die öffentliche Anerkennung der legitimen und unverzichtbaren Arbeit aller Menschenrechtsverteidiger beim Aufbau einer demokratischen und friedlichen Gesellschaft.

Spanisches Communiqué als pdf

Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

Mitglied der ask! werden und/oder an die ask! spenden oder einfach eine Spende an das Postkonto der ask! IBAN CH33 0900 0000 6018 6321 2 überweisen.