Alle zwei Tage wurde in Kolumbien 2010 ein(e) MenschenrechtsverteidigerIn Opfer von schweren Bedrohungen und Angriffen

Das regierungsunabhängige Programm Somos Defensores dokumentiert für das vergangene Jahr insgesamt 174 Angriffe oder Bedrohungen gegen MenschenrechtsverteidigerInnen sowie 168 Angriffe gegen Menschenrechtsorganisationen. 32 Personen wurden ermordet. Vor allem AnwältInnen und AnführerInnen von sozialen Bewegungen werden immer wieder Opfer von Verfolgung, Bedrohungen und physischen Übergriffen. Die Zunahme der Gewalt gegenüber MenschenrechtsverteidigerInnen im Jahr 2010 wird sowohl mit dem Wahljahr wie auch mit Prozessen der Landrückgabe in Zusammenhang gebracht. Für knapp die Hälfte (46%) aller durch Somos Defensores registrierten Fälle, liegt die Täterschaft bei den paramilitärischen Gruppen. Der Bericht konstatiert zudem eine Besorgnis erregende Zunahme von Fällen bei denen die Täterschaft unbekannt blieb. Dadurch wird die Möglichkeit, dass die Täter ungestraft davonkommen noch erhöht. OIDHACO verlangt denn auch, dass die EU gegenüber der kolumbianischen Regierung klar Stellung bezieht. Die EU soll die konsequente Bekämpfung der Straflosigkeit sowie die öffentliche Unterstützung der Arbeit der Menschenrechtsaktivisten fordern.

Bericht von SIADDHH

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