Alle zwei Tage wurde in Kolumbien 2010 ein(e) MenschenrechtsverteidigerIn Opfer von schweren Bedrohungen und Angriffen

Das regierungsunabhängige Programm Somos Defensores dokumentiert für das vergangene Jahr insgesamt 174 Angriffe oder Bedrohungen gegen MenschenrechtsverteidigerInnen sowie 168 Angriffe gegen Menschenrechtsorganisationen. 32 Personen wurden ermordet. Vor allem AnwältInnen und AnführerInnen von sozialen Bewegungen werden immer wieder Opfer von Verfolgung, Bedrohungen und physischen Übergriffen. Die Zunahme der Gewalt gegenüber MenschenrechtsverteidigerInnen im Jahr 2010 wird sowohl mit dem Wahljahr wie auch mit Prozessen der Landrückgabe in Zusammenhang gebracht. Für knapp die Hälfte (46%) aller durch Somos Defensores registrierten Fälle, liegt die Täterschaft bei den paramilitärischen Gruppen. Der Bericht konstatiert zudem eine Besorgnis erregende Zunahme von Fällen bei denen die Täterschaft unbekannt blieb. Dadurch wird die Möglichkeit, dass die Täter ungestraft davonkommen noch erhöht. OIDHACO verlangt denn auch, dass die EU gegenüber der kolumbianischen Regierung klar Stellung bezieht. Die EU soll die konsequente Bekämpfung der Straflosigkeit sowie die öffentliche Unterstützung der Arbeit der Menschenrechtsaktivisten fordern.

Bericht von SIADDHH

Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

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