02.02.2012

Ausweitung der Militärgerichtbarkeit als historischer Rückschritt

02.02.2012

In einer Pressemitteilung vom 25. Januar 2012 ruft Oidhaco die EU dazu auf, in zukünftigen Verhandlungen mit Kolumbien auf die Einhaltung der internationalen Menschenrechtsstandards zu pochen. Insbesondere soll sie die Regierung dazu auffordern, die Justizreform zur Ausweitung der Militärgerichtbarkeit (fuero militar) zurückzuziehen.

Die angekündigte Justizreform kommt in einem Moment, in dem tausende von Fällen aussergerichtlicher Hinrichtungen durch Militärangehörige durch die Ziviljustiz neu aufgerollt werden, nachdem sie zuvor durch die Militärjustiz archiviert worden waren.

Mit der Ausweitung des fuero militar würden künftige durch Militärangehörige begangene Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen von der Militärjustiz untersucht. Dadurch würden weiteren Menschenrechtsverbrechen und der Straflosigkeit Tür und Tor geöffnet.

Pressemitteilung Spanisch

Communiqué de Presse

Press Release

 

Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

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