26.12.2011

Internationale Mission zur Überprüfung der Situation der Menschenrechtsverteidiger

26.12.2011

Vom 28. November bis 2. Dezember besuchte eine 40-köpfige Delegation aus 15 Ländern Menschenrechtsverteidiger in Kolumbien, um sich ein Bild über ihre Situation zu verschaffen. Die Beobachtungsmission ging aus der internationalen Kampagne für das Recht, die Menschenrechte in Kolumbien zu verteidigen hervor, die 2009 mit der Unter­stüt­zung von 292 inter­na­tio­nalen Orga­ni­sa­tionen gestartet worden war.

Die Aussage von Präsident Santos bei seinem Amtsantritt, der Schutz der Men­schen­rechte sei eine „grund­le­gende und zutiefst demo­kra­ti­sche, ethi­sche und mensch­liche Ver­pflich­tung“ hatte national wie auch international grosse Hoffnungen geweckt, doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Für den Zeitraum Juli 2010 bis Mai 2011 dokumentierte SIADDHH (Sistema de Información sobre Agresiones a Defensoras y Defensores) 255 Gewaltakte gegen Menschenrechtsverteidiger, davon 54 Morde. Aus den, während der Mission geführten Gesprächen und den gesammelten Zeugenberichten gingen fünf Hauptthemen in Bezug auf die Gefahren und Schwierigkeiten der Menschenrechtsarbeit in Kolumbien hervor: 1) die Straflosigkeit, die Verbrechen an Menschenrechtsverteidigern umgibt, 2) der ungenügende Schutz und die Ineffizienz von Schutzprogrammen, 3) Stigmatisierung und Verleumdung der Menschenrechtsverteidiger, 4) Überwachung durch den Geheimdienst, 5) willkürliche Anklagen.

Pressecommunique OIDHACO Spanisch

Bericht der Mission Spanisch

Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

Mitglied der ask! werden und/oder an die ask! spenden oder einfach eine Spende an das Postkonto der ask! IBAN CH33 0900 0000 6018 6321 2 überweisen.