12/01/11

Internationale Besorgnis um die humanitäre Krise im Departement Córdoba, Kolumbien

01.12.2011 | Übersetzung Ann-Seline Fankhauser

Vom 25. bis 28. Oktober 2011 besuchte die Caritas Arbeitsgruppe für Kolumbien, welche sich aus europäischen Caritasorganisationen und dem nationalen bischöflichen Sekretariat/Caritas Kolumbien zusammenstellt,  das Departement Córdoba, im Wesentlichen die Gemeinden Montería und Tierralta. Der Besuch bot die Gelegenheit sich mit Organisationen der lokalen Zivilgesellschaft, mit kirchlichen Vertretern sowie Anführern verschiedener Gemeinschaften zu treffen.

Aufgrund der geführten Gespräche und der Besuche vor Ort konnte festgestellt werden, dass die Menschenrechtssituation im Departement Córdoba weiterhin kritisch ist. Dies ist auf die anhaltende Präsenz der illegalen bewaffneten Akteure und die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Region zurückzuführen. Weiterhin präsent sind die FARC, die sogenannten "kriminellen Banden" sowie aus der Paramilitärischen Demobilisierung hervorgegangene Gruppierungen.

Als direkte Konsequenz der anhaltenden Gewalt sind massive Vertreibungen, welche in den letzten zwei Jahre noch zugenommen haben, vor allem in den ländlichen Regionen wie Tierralta, Puerto Libertador, Montelíbano und Uré (Unterregionen von Alto Sinú und Alto San Jorge) zu beobachten.

Vor allem die Abwesenheit staatlicher Institutionen sowie die fehlende soziale Unterstützung der Opfer seitens des Staates sind besorgniserregend. Während die Opfer lange Wartezeiten auf sich nehmen, teils sogar über Nacht Schlange stehen, gibt es keine Garantie auch wirklich angehört zu werden, denn die Institutionen haben teils nur einen Tag die Woche geöffnet.

Speziell verletzliche Gruppen wie die indigenen Völker Embera und Zenú, Afrokolumbianer, Bauernführer, Frauen und Vertriebene sind von der Gewalt direkt betroffen. Auch die Situation der Menschenrechtsverteidiger, die zunehmenden Gefahren und Drohungen ausgesetzt sind, ist alarmierend.  

Aufgrund dieser besorgniserregenden Situation machen wir die folgenden Empfehlungen:

An den kolumbianischen Staat:

-         Den politischen Willen aufrecht zu erhalten, die humanitäre Krise zu lösen und die soziale Präsenz in der Region zu erhöhen, um dadurch eine bessere Betreuung und einen besseren Schutz für die Opfer und die kommunalen Anführer zu garantieren.

-         Die Zusicherung, dass die Sicherheitsstrategie auf die Einhaltung der Menschenrechte und das Internationale humanitäre Recht ausgerichtet ist.

-         Ein effektiveres Handeln in Reaktion auf Frühwarnungen und Gefahrenberichte.

An die internationale Gemeinschaft:

-         Die Begleitung, durch die Präsenz auf dem Terrain, der humanitären Krise und der Menschenrechtskrise in der Region mit  spezieller Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse der lokalen Gemeinschaften.

-         Sicherstellen, dass die ausländischen Investitionen in der Region die lokale Entwicklung fördern, basierend auf dem Respekt der Menschenrechte und der Einhaltung des Rechts auf vorgängige Konsultation der Gemeinschaften.

 

Arbeitsgruppe für Kolumbien:
CAFOD-Caritas England

Caritas Deutschland
Caritas Spanien
Caritas Frankreich
Caritas Norwegen
Caritas Schweiz
CORDAID-Caritas Holland
TROCAIRE-Caritas Irland
Secretariado Nacional de Pastoral Social/Caritas Kolumbien

Montería, 28. Oktober 2011

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26.10.2016

Dezalé - Café de origen

Foto: Christian Reichenbach

Im Hochland von Inzá (Cauca) produzieren kleine Familienbetriebe in ökologisch wertvollen Mischkulturen ein sortenreinen Spezialitätenkaffee. "Dezalé - Café de origen". Dieser wird ohne Zwischenhandel, direkt und exklusiv an acht ausgewählte Röstereien in der Schweiz exportiert. Der stolze Bauer erhält dadurch ca. 150 -170 % des aktuellen Marktpreises. Fairer als Fairtrade! "Dezalé" wurde als Kooperative im Jahr 2001 von Hansruedi Auer-Lopéz gegründet. Heute sind 45 Familienbetriebe am sozialen Projekt beteiligt.

Es sind 8 Röstereien in der Schweiz, die exklusiv den Dezalé-Kaffee rösten und verkaufen:

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