05/03/12

Kolumbien erneut auf „schwarzer Liste“ wegen Menschenrechtsverletzungen

03.05.2012

Neben Kuba, Honduras und Venezuela gehörte Kolumbien im Jahre 2011 erneut zu denjenigen Ländern in der Region, für welche die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte (IAKMR) schwerwiegende Einschränkungen der fundamentalen Rechte geltend macht. Die Kommission anerkennt zwar die Anstrengungen der kolumbianischen Regierung, die mit admi-nistrativen und gesetzlichen Mitteln versucht, die Menschenrechtssituation zu verbessern. Doch sie zeigt sich alarmiert über die vorherrschende Straflosigkeit, welche vor allem die sogenannten Fälle der falsos positivos (aussergerichtliche Hinrichtungen durch das Militär während der Amts-zeit von Alvaro Uribe) umgibt, sowie die Diskussionen um die Wiedereinführung des fuero militär (Militärgerichtbarkeit). Besorgniserregend sei zudem, dass weiterhin breite Teile der Bevölke-rung durch den internen Konflikt und die Gewalt durch illegale Gruppen und die staatlichen Si-cherheitskräfte von schweren Menschenrechtsverletzungen betroffen sind. Die kolumbianische Regierung empfindet diese erneute Aufnahme ins Kapitel 4 des Jahresberichtes der IAKMR als ungerecht. Seit Jahren versucht das Land dahingegen eine Modifizierung zu erreichen, dass die ganze Region einer Evaluation der Menschenrechtslage unterzogen wird und nicht nur einzelne Länder „gebrandmarkt“ werden. Der Präsident des Repräsentantenhauses Simon Gaviria wies den Bericht gar zurück, mit dem Hinweis, Kolumbien sei mit dem Opfer- und Landrückgabege-setz auf gutem Wege. Diese Anstrengungen sollten, seiner Meinung nach, denn auch hervorge-hoben werden.

http://www.eltiempo.com/mundo/estados-unidos/colombia-de-nuevo-en-la-lista-negra-por-derechos-humanos_11526461-4

Jahresbericht IAKMR 2011, Kapitel 4 - Kolumbien

Aktuell

08.12.2016


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26.10.2016

Dezalé - Café de origen

Foto: Christian Reichenbach

Im Hochland von Inzá (Cauca) produzieren kleine Familienbetriebe in ökologisch wertvollen Mischkulturen ein sortenreinen Spezialitätenkaffee. "Dezalé - Café de origen". Dieser wird ohne Zwischenhandel, direkt und exklusiv an acht ausgewählte Röstereien in der Schweiz exportiert. Der stolze Bauer erhält dadurch ca. 150 -170 % des aktuellen Marktpreises. Fairer als Fairtrade! "Dezalé" wurde als Kooperative im Jahr 2001 von Hansruedi Auer-Lopéz gegründet. Heute sind 45 Familienbetriebe am sozialen Projekt beteiligt.

Es sind 8 Röstereien in der Schweiz, die exklusiv den Dezalé-Kaffee rösten und verkaufen:

www.diamantkaffee.ch

www.hosennen-kaffee.ch

www.kuengkaffee.ch

www.kaffee-knubel.ch

www.cafedumonde.ch

www.lacolumbiana.ch

www.spielhofkaffee.ch

www.oetterlikaffee.ch

Weitere Informationen direkt bei: dezalecafe@remove-this.yahoo.com