04/04/13

Frauen: unsichtbare Opfer systematischer Gewalt

04.04.2013

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März wurde in Kolumbien die Problematik der generalisierten Gewalt und Diskriminierung der Frauen thematisiert. Obwohl auf gesetzlicher Ebene Fortschritte gemacht wurden - so sieht das Gesetz 1257 aus dem Jahre 2008 Massnahmen in den Bereichen Prävention, Schutz und Betreuung vor - wurden diese Normen bis heute nicht umgesetzt. Diese Tatsache sowie die vorherrschende Straflosigkeit (90% aller Sexualdelikte bleiben straflos) führen zu einer weiteren Verschärfung der Gewalt an Frauen. Problematisch ist zudem, dass die Opfer aus Angst vor den Tätern oder aufgrund fehlender Rechts- und Schutzgarantien oftmals gar keine Anzeige erstatten.  

Die alltäglich Gewalt, der Frauen ausgesetzt sind, wird durch den bewaffneten Konflikt noch reproduziert, verschärft und dadurch weiter normalisiert. So anerkannte das kolumbianische Verfassungsgericht 2008 an, dass die sexuelle Gewalt gegen Frauen eine normale, weitverbreitet, systematische und unsichtbare Praxis im Kontext des bewaffneten Konfliktes ist. Sexuelle Gewalt wird von allen Kriegsakteuren als Waffe im Krieg eingesetzt. Sexuelle Gewalt wird insbesondere auch als Strategie gegen Menschenrechtsaktivistinnen angewendet.

Pressemitteilung OIDHACO

analytische Übersicht OIDHACO

Aktuell

12.04.2018

Werden sie Mitglied der ask!

Engagieren sie sich als Mitglied der Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien (ask!) für die Menschenrechte und den Frieden in Kolumbien. Setzen sie sich für eine Schweizer Politik und Wirtschaft ein, die die Menschenrechte in Kolumbien berücksichtigt.

Melden sie sich hier als Mitglied an, wir freuen uns auf sie!

26.10.2016

Dezalé - Café de origen

Foto: Christian Reichenbach

Im Hochland von Inzá (Cauca) produzieren kleine Familienbetriebe in ökologisch wertvollen Mischkulturen ein sortenreinen Spezialitätenkaffee. "Dezalé - Café de origen". Dieser wird ohne Zwischenhandel, direkt und exklusiv an acht ausgewählte Röstereien in der Schweiz exportiert. Der stolze Bauer erhält dadurch ca. 150 -170 % des aktuellen Marktpreises. Fairer als Fairtrade! "Dezalé" wurde als Kooperative im Jahr 2001 von Hansruedi Auer-Lopéz gegründet. Heute sind 45 Familienbetriebe am sozialen Projekt beteiligt.

Es sind 8 Röstereien in der Schweiz, die exklusiv den Dezalé-Kaffee rösten und verkaufen:

www.diamantkaffee.ch

www.hosennen-kaffee.ch

www.kuengkaffee.ch

www.kaffee-knubel.ch

www.cafedumonde.ch

www.lacolumbiana.ch

www.spielhofkaffee.ch

www.oetterlikaffee.ch

Weitere Informationen direkt bei: dezalecafe@remove-this.yahoo.com