03.04.2013

Frauen: unsichtbare Opfer systematischer Gewalt

03.04.2013

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März wurde in Kolumbien die Problematik der generalisierten Gewalt und Diskriminierung der Frauen thematisiert. Obwohl auf gesetzlicher Ebene Fortschritte gemacht wurden - so sieht das Gesetz 1257 aus dem Jahre 2008 Massnahmen in den Bereichen Prävention, Schutz und Betreuung vor - wurden diese Normen bis heute nicht umgesetzt. Diese Tatsache sowie die vorherrschende Straflosigkeit (90% aller Sexualdelikte bleiben straflos) führen zu einer weiteren Verschärfung der Gewalt an Frauen. Problematisch ist zudem, dass die Opfer aus Angst vor den Tätern oder aufgrund fehlender Rechts- und Schutzgarantien oftmals gar keine Anzeige erstatten.  

Die alltäglich Gewalt, der Frauen ausgesetzt sind, wird durch den bewaffneten Konflikt noch reproduziert, verschärft und dadurch weiter normalisiert. So anerkannte das kolumbianische Verfassungsgericht 2008 an, dass die sexuelle Gewalt gegen Frauen eine normale, weitverbreitet, systematische und unsichtbare Praxis im Kontext des bewaffneten Konfliktes ist. Sexuelle Gewalt wird von allen Kriegsakteuren als Waffe im Krieg eingesetzt. Sexuelle Gewalt wird insbesondere auch als Strategie gegen Menschenrechtsaktivistinnen angewendet.

Pressemitteilung OIDHACO

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