03.04.2013

Frauen: unsichtbare Opfer systematischer Gewalt

03.04.2013

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März wurde in Kolumbien die Problematik der generalisierten Gewalt und Diskriminierung der Frauen thematisiert. Obwohl auf gesetzlicher Ebene Fortschritte gemacht wurden - so sieht das Gesetz 1257 aus dem Jahre 2008 Massnahmen in den Bereichen Prävention, Schutz und Betreuung vor - wurden diese Normen bis heute nicht umgesetzt. Diese Tatsache sowie die vorherrschende Straflosigkeit (90% aller Sexualdelikte bleiben straflos) führen zu einer weiteren Verschärfung der Gewalt an Frauen. Problematisch ist zudem, dass die Opfer aus Angst vor den Tätern oder aufgrund fehlender Rechts- und Schutzgarantien oftmals gar keine Anzeige erstatten.  

Die alltäglich Gewalt, der Frauen ausgesetzt sind, wird durch den bewaffneten Konflikt noch reproduziert, verschärft und dadurch weiter normalisiert. So anerkannte das kolumbianische Verfassungsgericht 2008 an, dass die sexuelle Gewalt gegen Frauen eine normale, weitverbreitet, systematische und unsichtbare Praxis im Kontext des bewaffneten Konfliktes ist. Sexuelle Gewalt wird von allen Kriegsakteuren als Waffe im Krieg eingesetzt. Sexuelle Gewalt wird insbesondere auch als Strategie gegen Menschenrechtsaktivistinnen angewendet.

Pressemitteilung OIDHACO

analytische Übersicht OIDHACO

Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

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