29.09.2013

Der gefählriche Weg nach Hause

29.09.2013 | Bericht von Human Rights Watch

Als Juan Manuel Santos 2010 das Präsidentenamt antrat, entstand Hoffnung für die internen Vertriebenen Kolumbiens: Dank dem Gesetz der Landrückgabe sollten die mit Gewalt unrechtsmässig entrissenen Ländereien an die Bauern zurückgegeben werden. Drei Jahre später zeigt eine Studie von Human Rights Watch, dass die Realität eine andere ist. Mangels Garantien und stabilen Sicherheitslagen ist der Traum von der Rückkehr weiterhin in der Ferne.

4.8 Millionen Menschen wurden in den letzten 30 Jahren aus ihren Häusern vertrieben. Damit ist Kolumbien weltweit das Land mit den meisten internen Vertriebenen. Schätzungsweise 6 Millionen Hektaren Land haben diese Menschen zurückgelassen, und vor allem ihren Lebensunterhalt und ihr Zuhause. Aufgrund von vermehrten Fällen von Morden, Verschwindenlassen, erneuten Vertreibungen und Morddrohungen - alles Verbrechen die in die Straflosigkeit abfallen - bleibt die Rückkehr eine Wunschvorstellung. Alleine seit Januar 2012 wurden 500 Leute, welche ihr Land zurückfordern, bedroht. Die Bilanz von Human Rights Watch ist ernüchternd: Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes der Landrückgabe, ist erst eine einzige Familie wieder auf ihrem Grundstück wohnhaft.

Bericht auf Spanisch: El riesgo de volver a casa

Bericht auf Englisch: The risk of returning home

Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

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