29.09.2013

Der gefählriche Weg nach Hause

29.09.2013 | Bericht von Human Rights Watch

Als Juan Manuel Santos 2010 das Präsidentenamt antrat, entstand Hoffnung für die internen Vertriebenen Kolumbiens: Dank dem Gesetz der Landrückgabe sollten die mit Gewalt unrechtsmässig entrissenen Ländereien an die Bauern zurückgegeben werden. Drei Jahre später zeigt eine Studie von Human Rights Watch, dass die Realität eine andere ist. Mangels Garantien und stabilen Sicherheitslagen ist der Traum von der Rückkehr weiterhin in der Ferne.

4.8 Millionen Menschen wurden in den letzten 30 Jahren aus ihren Häusern vertrieben. Damit ist Kolumbien weltweit das Land mit den meisten internen Vertriebenen. Schätzungsweise 6 Millionen Hektaren Land haben diese Menschen zurückgelassen, und vor allem ihren Lebensunterhalt und ihr Zuhause. Aufgrund von vermehrten Fällen von Morden, Verschwindenlassen, erneuten Vertreibungen und Morddrohungen - alles Verbrechen die in die Straflosigkeit abfallen - bleibt die Rückkehr eine Wunschvorstellung. Alleine seit Januar 2012 wurden 500 Leute, welche ihr Land zurückfordern, bedroht. Die Bilanz von Human Rights Watch ist ernüchternd: Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes der Landrückgabe, ist erst eine einzige Familie wieder auf ihrem Grundstück wohnhaft.

Bericht auf Spanisch: El riesgo de volver a casa

Bericht auf Englisch: The risk of returning home

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