26.09.2012

Verhandlungen mit FARC: verhaltener Optimismus angesagt

26.09.2012 | von Peter Stirnimann

Präsident Santos trat am 27. August ans Rednerpult und seine knapp dreiminütige Sondersendung schlug wie eine Bombe aus heiterem Himmel ein. Er führte aus: MitbürgerInnen! Vom ersten Tag meiner Regierung an bin ich der verfassungsmässigen Verpflichtung nachgekommen, den Frieden zu suchen. In diesem Sinne wurden Sondierungs-Gespräche mit der FARC-Guerilla geführt, um das Ende des Konfliktes zu suchen......Die KolumbianerInnen können volles Vertrauen haben, dass die Regierung mit Besonnenheit, Seriosität und Standhaftigkeit handeln wird und das Wohl und die Ruhe aller BewohnerInnen unseres Landes voranstellen. Danke!

Die politischen Debatten im Land haben damit neues Futter erhalten. Das Pendel zwischen Krieg und Frieden schlägt nach 50 Jahren bewaffnetem Konflikt mit den Guerillas und den Paramilitärs zur Zeit auf die Seite des Friedens, wie Repräsentativumfragen zeigen. Heute sind etwa Dreiviertel der befragten KolumbianerInnen für politische Verhandlungen des Konflikts. Die Stimmung im Land ist verhalten optimistisch bis skeptisch. Es gibt durchaus Gründe dazu.

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