01.05.2011

Nationale Umfrage zur Wahrnehmung von Frieden und Menschenrechten in der öffentlichen Meinung

01.05.2011

Auf die Initiative verschiedener Menschenrechtsorganisationen und –programmen wurde die kolumbianische Bevölkerung zum ersten Mal zu ihrer Wahrnehmung des Friedensprozesses und der Menschenrechtsarbeit befragt. Die Bevölkerung scheint sich der Wichtigkeit der Menschenrechtsarbeit bewusst zu sein und anerkennt die Gefahren die mit dieser Arbeit verbunden sind. Auch die durch diverse NGO’s geleistete Sensibilisierungsarbeit bezüglich der Verletzlichkeit der indigenen Gemeinschaften scheint Früchte zu tragen. Dahingegen werden jedoch weder die afrokolumbianischen Gemeinschaften noch die Frauen als speziell gefährdete Opfergruppen des Konfliktes wahrgenommen. Die Aussichten für eine Lösung des Konfliktes in naher Zukunft werden düster eingeschätzt, wenn nicht gar als unmöglich erachtet. Eine Mehrheit der Befragten ist der Ansicht, dass die Ursachen des Konfliktes strukturell bedingt sind, wobei bei deren Bekämpfung keine markanten Unterschiede zwischen der Regierung Santos und der Vorgängerregierung Uribe’s festgestellt werden. Geheime Überwachungen von Telefonleitungen oder auch Selbstjustiz werden als legitime Mittel im Kampf gegen Gewalt und Korruption anerkannt. Obwohl die Objetivität der Zeitungen bezüglich des Konfliktes kritisiert wird, scheinen diese trotzdem die Hauptinformationsquellen für die Befragten zu sein.

Ergebnisse der Befragung (Spanisch)

Aktuell

21.12.2018

Ask!: Seit 31 Jahren im Dienst von Frieden und Menschenrechten

Seit 1987 setzt sich die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ask! als Stimme der kolumbianischen Zivilgesellschaft für Frieden und Menschenrechte ein.

2018 organisierte sie dazu öffentliche Veranstaltungen zu den Wahlen in Kolumbien, zum Kokaanbau und dem Drogenkrieg, zu den Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen von Schweizer Konzernen in Kolumbien.

Sie organisierte Film- und Diskussionsabende, Pubquizze und ein Jass- und Tichuturnier und hielt anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags Predigten in katholischen und reformierten Kirchen.

Sie lobbyierte im Rahmen der Konzernverantwortungsinitiative für eine verbindliche Sorgfaltsprüfungspflicht für Unternehmen, verfasste und unterstützte verschiedene offene Briefe und Petitionen an die Regierungen der Schweiz und Kolumbiens. Elf Mal versandte die ask! 2018 einen umfassenden Newsletter mit Monatsbericht zur Lage der Menschenrechte in Kolumbien und aktuellen Entwicklungen.

Auch für 2019 haben wir wieder einiges geplant. Veranstaltungen zu Frieden und Menschenrechten, eine neue Kampagne und eine neue Webseite. Damit wir unsere Pläne realisieren können, sind wir auf unsere grosszügigen UnterstützerInnen angewiesen. Danke für Ihre Treue!

Mitglied der ask! werden und/oder an die ask! spenden oder einfach eine Spende an das Postkonto der ask! IBAN CH33 0900 0000 6018 6321 2 überweisen.