01.05.2011

Nationale Umfrage zur Wahrnehmung von Frieden und Menschenrechten in der öffentlichen Meinung

01.05.2011

Auf die Initiative verschiedener Menschenrechtsorganisationen und –programmen wurde die kolumbianische Bevölkerung zum ersten Mal zu ihrer Wahrnehmung des Friedensprozesses und der Menschenrechtsarbeit befragt. Die Bevölkerung scheint sich der Wichtigkeit der Menschenrechtsarbeit bewusst zu sein und anerkennt die Gefahren die mit dieser Arbeit verbunden sind. Auch die durch diverse NGO’s geleistete Sensibilisierungsarbeit bezüglich der Verletzlichkeit der indigenen Gemeinschaften scheint Früchte zu tragen. Dahingegen werden jedoch weder die afrokolumbianischen Gemeinschaften noch die Frauen als speziell gefährdete Opfergruppen des Konfliktes wahrgenommen. Die Aussichten für eine Lösung des Konfliktes in naher Zukunft werden düster eingeschätzt, wenn nicht gar als unmöglich erachtet. Eine Mehrheit der Befragten ist der Ansicht, dass die Ursachen des Konfliktes strukturell bedingt sind, wobei bei deren Bekämpfung keine markanten Unterschiede zwischen der Regierung Santos und der Vorgängerregierung Uribe’s festgestellt werden. Geheime Überwachungen von Telefonleitungen oder auch Selbstjustiz werden als legitime Mittel im Kampf gegen Gewalt und Korruption anerkannt. Obwohl die Objetivität der Zeitungen bezüglich des Konfliktes kritisiert wird, scheinen diese trotzdem die Hauptinformationsquellen für die Befragten zu sein.

Ergebnisse der Befragung (Spanisch)

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