06/30/16

Wir müssen die Suppe schlucken, obwohl wir beim Würzen nicht mithelfen durften

30.06.2016 | Von Stephan Suhner

Interview mit Sara Quiñones und Naka Mandinga vom Nationalen Afrokolumbianischen Friedensrat über die aktuellen Herausforderungen im Friedensprozess

Ask!: Naka, du bist ein Gründungsmitglied des Proceso de Comunidades Negras PCN. Kannst du uns die Entstehung und die Ziele des PCN erklären?

Naka: Der PCN ist Teil der Afrokolumbianischen Bewegung. Die Entstehung und Bedeutung des PCN ist eng mit der neuen Verfassung von 1991 verbunden, in der ein Übergangsartikel aufgenommen wurde, um uns Afros sichtbar zu machen und uns Rechte zu geben. Danach wurde eine Sonderkommission gebildet, um den erwähnten Übergangsartikel Nr. 55 zu reglementieren. Ich war Teil dieser Kommission, und aus dieser Arbeit entstand das Gesetz Nr. 70 von 1993 oder Ley de Negritudes. Dieses Gesetz anerkennt unsere territorialen Rechte, das Recht auf eine eigenständige Entwicklung gemäss unserer kulturellen Besonderheiten. Der PCN setzt sich also für die Verteidigung unserer Autonomie, unserer Lebensform ein, und für unsere Menschenrechte. Leider sind wir aber immer noch sehr eingeschränkt bei der Bestimmung unseres Schicksals.

Ask!: Was schränkt euch am meisten ein?

Naka:  Viele Kapitel oder Artikel des Gesetzes Nr. 70 sind noch nicht reglementiert, oder werden nicht angewendet. Das 3. Kapitel über territoriale Rechte ist am besten reglementiert, was uns auch ermöglichte, auf über 5 Mio. Hektaren Land kollektive Landtitel zu erhalten. Das 6. Kapitel über eigenständige Entwicklung ist hingegen nicht reglementiert, was die freie Verwendung und Nutzniessung unserer Territorien einschränkt. Wir Afros haben eine andere Vorstellung von Entwicklung, in Harmonie mit der Umwelt, und  auf Zufriedenheit und glücklich sein ausgerichtet, nicht auf immer mehr Wachstum und Konsum. Jede Gemeinschaft oder jeder Gemeinschaftsrat formuliert alle vier Jahre einen eigenen Entwicklungsplan, einen Plan de vida, und alle zusammengefasst ergeben den Afrokolumbianischen Entwicklungsplan, der integraler Bestandteil des Nationalen Entwicklungsplanes PND sein sollte. Aber in der Praxis funktioniert das nicht, er wird weder umgesetzt noch finanziert, eben wegen der fehlenden Reglementierung. Die Indigenen habe alle diese Fragen bezüglich Autonomie und Entwicklung in ihren Territorien reglementiert, daher erhalten sie Finanzierung. Wir Afros gelten als Hindernis für die Entwicklung, weil wir uns z.B. gegen den Anbau von Ölpalmen auf unseren Territorien wehren. Die Regierung und die Unternehmen locken uns mit dem Versprechen von Arbeitsplätzen, aber wir leben vom Wald viel besser als von einem Arbeitsplatz auf einer Plantage!

Ask!: Eines der Ziele eurer Rundreise durch Europa ist es ja, eure Anliegen bezüglich des Friedensprozesses einbringen zu können. Was ist die Haltung des PCN zu den laufenden Gesprächen in Havanna?

Naka: Grundsätzlich begrüssen wir die Verhandlungen in Havanna, aber das bringt uns nicht den Frieden! Aber für uns ist klar, dass wir als Afros beim Referendum für das Abkommen stimmen werden, da alles andere schlimmer wäre. Wir tun dies aber mit einem unguten Gefühl, da wir als Afros von der direkten Teilnahme an den Verhandlungen ausgeschlossen wurden. Wir müssen diese Suppe also schlucken, ohne dass wir beim Würzen mitreden konnten. Weder die Regierung noch die FARC vertreten uns, wir haben eine andere Vision, deshalb wollen wir eine eigene Stimme in Havanna! Wir unternahmen grosse Anstrengungen, um Zugang zu den Verhandlungen zu finden. In Zusammenarbeit mit indigenen Organisationen verlangten wir die Einberufung einer interethnischen Kommission für Afros, Indigene und Romas. Auch beim jüngsten Streik der Cumbre Agraria Campesina, Étnica y Popular forderten wir ethnische Minderheiten eine Beteiligung in Havanna. Bisher ohne grossen Erfolg….

Ask!: Es gibt ja Stimmen, die sagen, dass logischerweise in Havanna die beiden Kriegsakteure ihre Differenzen klären müssen, und dass es gar nicht der Ort sei, um Anliegen der Zivilgesellschaft einzubringen, dass dies in anderen Foren geschehen müsse. Warum ist es euch so wichtig, in Havanna einbezogen zu werden?

Naka: Zuerst dies: Nebst der Tatsache, dass wir in Havanna Gehör für unsere Anliegen finden wollen, nehmen wir durchaus auch die Chance wahr, uns andere Verhandlungsräume zu erkämpfen. So waren die Afros beim Nationalstreik der Cumbre Agraria stark engagiert, und wir haben es nun ja geschafft, Verhandlungen über unseren einheitlichen Forderungskatalog mit der Regierung aufzunehmen. Ein weiteres Element ist folgendes: die bisherigen VertreterInnen aus der Zivilgesellschaft, die nach Havanna gingen, z.B. die 77 Opfer von Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen, taten dies alle in ihrer Eigenschaft als Einzelperson, als individuelles Opfer. Sie durften nicht im Namen ihrer Gemeinschaft oder ihres Volkes sprechen. Für uns ethnische Minderheiten ist die Gemeinschaft, das Volk aber wichtiger als das Individuum, weshalb für uns auch kollektive Wiedergutmachungs-massnahmen wichtig sind. Ich, Naka, bin z.B. Opfer, ich überlebte Attentate und 14 Mitglieder meiner Familie wurden ermordet. Das ist persönlich schmerzhaft, aber was wirklich Sorge bereitet ist, dass die afrokolumbianische Lebensform und Kultur in ihrem Fortbestehen bedroht ist!

Zudem geht es uns sehr wohl etwas an, was in Havanna verhandelt wird. Vieles von dem, was in Havanna z.B. im Agrarabkommen verhandelt wurde, wurde den Afros schon als Rechte zuerkannt. Das heisst gewisse Verhandlungsergebnisse aus Havanna bedrohen das bisher von uns erreichte, unsere Autonomie, unsere kollektiven Territorien. Es gibt Hinweise, dass zukünftig zu errichtende Campesino – Schutzzonen (Zonas de Reserva Campesina ZRC), z.B. für demobilisierte FARC-KämpferInnen, teilweise auf unseren kollektiven Ländereien zu liegen kommen sollen. Auch kommen Zonen für die Besammlung der FARC-Mitglieder in der Übergangsphase der Waffenniederlegung ebenfalls auf kollektiven Territorien zu liegen. Niemand hat uns gefragt, ob wir das wollen. Warum werden dafür nicht Latifundien der herrschenden Klasse verwendet, warum werden für die ZRC nicht Haciendas enteignet? Wir wollen in Havanna nicht das Verhandelte rückgängig machen, wollen aber Garantien für unsere erkämpften Rechte und für unsere Autonomie erhalten!

Ask!: Sind die Auswirkungen der Verhandlungen in Havanna in euren Territorien schon spürbar?

Sara: Ja, sehr deutlich. Wir waren schon immer überproportional von der Gewalt betroffen, stellen anteilsmässig zusammen mit den Indigenen den grössten Anteil der gewaltsam Vertriebenen. Alle Akteure haben Übergriffe auf uns verübt, die Armee, die Paramilitärs, aber besonders auch die FARC, die grosse Mühe haben, unsere Autonomie zu verstehen. Der nahende „Frieden“ macht das alles noch unübersichtlicher, kurzlebiger. Die Kommandanten der FARC werden z.B. immer häufiger ausgewechselt, die Neuen kennen die Leute nicht mehr, fühlen sich der Gegend nicht verbunden und sind skrupelloser. Die mangelnde lokale Kenntnis hat ganz konkrete Auswirkungen: die FARC legen viele Antipersonenminen, aber niemand weiss mehr, wo sie gelegt wurden. So werden nicht nur Soldaten und Zivilpersonen Opfer von Minen, sondern auch FARC-KämpferInnen.

Weiter spüren wir, wie sich alle Akteure auf den sogenannten Friedensschluss vorbereiten. Paramilitärische Gruppen bereiten sich darauf vor, die Territorien, die die FARC zurücklassen, selber zu besetzen. Die FARC versuchen, sich die Territorien für ein Leben ohne Waffen zu sichern, versuchen uns ihr politisches Projekt aufzuzwingen. Es werden einzelne Führungspersonen „gekauft“, Gemeinschaftsräte kooptiert, sie versuchen ihre Leute in die Consejos einzuschleusen. So wollen sie die politische Kontrolle für die Zeit nach der Waffenniederlegung sichern.   

Wir haben ganz viele sehr konkrete Probleme mit den FARC in den Territorien. So fördern sie beispielsweise den Drogenhandel, v.a. bei Jugendlichen, auch wenn das z.T. nur sehr untergeordnete Dienstleistungen sind, die unsere Jugendlichen erbringen. Trotzdem haben wir ganz viele Jugendliche, die wegen solchen Dingen im Gefängnis sitzen. Während in Havanna der bilaterale Waffenstillstand verhandelt wird, werden unsere Führungsleute umgebracht, wie vergangenen August Genaro García! Wir werden nicht einen Post-Konflikt haben, sondern nur eine Transformation des Konfliktes.  

Naka: Wir haben auch weitere Befürchtungen, wie der Friedensprozess uns negativ beeinflussen könnte. Bei den Verhandlungen in Havanna werden konkrete wirtschaftliche Interessen verhandelt, und die Entwicklungsvorstellungen der FARC sind ja gar nicht so weit von derjenigen der Regierung entfernt. So sind es häufig die FARC, die staatlichen Entwicklungsprojekten zum Durchbruch verhelfen. So z.B. die Strasse nach Nuquí und der Hafen von Tribugá. Wir Afros und die Indigenen wehren uns gegen dieses Vorhaben, aber die FARC sagen, man müsse es zulassen, das sei Entwicklung. Aber welche Entwicklung? Solche Infrastrukturen fördern in keiner Weise die Entwicklung unserer Region, sondern den Raubbau an unserer Umwelt und dienen einzig dem Export unserer natürlichen Ressourcen.      

Ask!: Inwiefern könnt ihr euch gegen all diese Probleme und Menschenrechtsverletzungen schützen oder zur Wehr setzen?

Naka: Wir haben Strategien entwickelt, wie wir trotz Gewalt, Gefechten und Vertreibungen im Territorium verbleiben können. Unsere Gemeinschaften sind darauf vorbereitet, umherzuziehen. Wenn es z.B. bei einer Gemeinschaft zu einem Problem kommt und diese weg muss, verlässt sie nicht das Territorium, sondern geht zu einer benachbarten Gemeinschaft, wo sie Unterkunft und Nahrung erhält. Es ist ganz wichtig, dass wir in unserem Territorium bleiben, dieses nicht aufgeben, es nicht verlassen. Denn für uns ist klar, dass es nicht Vertreibungen gibt, weil es Konflikt gibt, sondern dass es Konflikt gibt, um zu vertreiben. Sie wollen uns wegen wirtschaftlichen Interessen vertreiben.  

Sara: Es gibt aber auch Grenzen, wenn du Personen gegenüberstehst, die eine Waffe in der Hand haben. Ich habe mich selber sehr stark für unseren ehemaligen Präsidenten des Gemeinschaftsrates eingesetzt, da die FARC einfach so kamen und ihm sagten: „Du bist abgesetzt, du passt uns nicht“. Das machen sie einfach so mit einem Vorwand, erfinden etwas von Korruption, egal was. Und dann wollen sie ihre Person als Präsidenten einsetzen. Das verletzt aufs Schwerste unsere Autonomie, und die FARC haben nie Beweise gegen unseren Präsidenten vorgelegt. Ich habe mich dann den FARC entgegen gestellt, wir haben eine Asamblea (Versammlung des Gemeinschaftsrates) abgehalten, die ihn bestätigte. Es nützte aber nicht viel. Er musste zu den FARC gehen, und da er sich weigerte, wurde er später von den FARC umgebracht. Ich selber musste unser Territorium, meine Familie verlassen. Ich lebe seither mit meiner Tochter als intern Vertriebene in der Stadt Cali.

Ask!: Wie ist die Situation für dich heute in Cali?     

Sara: Es ist sehr schlimm. Ich muss sehr viel arbeiten, um meine Tochter, meine kleine Familie durchzubringen, ich bin alleinerziehende Mutter. Ich bin viel weg von zu Hause, und meine Tochter beschwert sich, sie macht mir manchmal Vorwürfe. Obwohl sie versteht, dass ich arbeiten muss, lässt sie mich spüren, dass ich zu wenig für sie da bin (Sara weint). Die Stadt ist für uns lebensfeindlich, niemand hilft dir. Zuhause, im Territorium, da hast du alles, was du brauchst, die Nachbarn helfen sich untereinander. Jemand hat Kochbananen, der andere hat Fische, du kannst was ernten. Es gibt immer was zu essen. Und du hast deine Familie, deine Ruhe. Die Stadt ist laut und hektisch. Sobald wie nur möglich werde ich nach Hause zurückkehren.

Ask!: Welche Rolle spielen die Frauen im PCN und wie können sie sich bei eurem Engagement für den Frieden einbringen?

Sara: Es ist sehr wichtig, dass die schwarzen Frauen mit einer eigenen Stimme auftreten können. Unsere Situation ist auch innerhalb der Frauen Kolumbiens nochmals schwieriger. So ist es für schwarze Frauen schwieriger, Zugang zu Bildung zu erhalten. Auch wird unser Recht, Mutter zu sein, unsere Kinder zu erziehen, eingeschränkt. Ich erfahre das in meiner prekären Situation in Cali am eigenen Leibe. Viel junge Afrofrauen gehen in die Städte, um als Dienstmädchen zu arbeiten, und müssen dort nicht nur unter teilweise miserablen Bedingungen arbeiten, sondern werden häufig auch gezwungen, den Patron sexuell zu befriedigen. Das Recht, gegenüber sexuellen Avancen Nein zu sagen, ist etwas, was wir uns erkämpfen müssen. Auch in unseren Territorien werden wir häufig Opfer von sexuellen Übergriffen, bewaffnete Akteure zwingen unsere Frauen zur Prostitution, immer wieder kommt es zu Vergewaltigungen, auch als Kriegsstrategie!

Wir Negras sind aber im Widerstand sehr wichtig, wir tragen Sorge zum Leben. Wir bauen die Lebensmittel an, die es uns ermöglichen, im Territorium auszuharren. Wir leben in Harmonie mit dem Territorium, wir sind Hüterinnen unserer Kosmovision. Deshalb wollen wir auch mit einer eigenen Stimme beim Aufbau von Frieden mitreden. Innerhalb des Consejo Nacional de Paz Afrocolombiano CONPA haben wir eine Frauengruppe, in der wir unsere eigene Vision vom Frieden diskutieren und entwickeln.     

Ask!: Seid ihr mit den bisherigen Resultaten eurer Reise zufrieden? Was waren eure konkreten Erwartungen?  

Naka: Unser Ziel ist es mit der Reise, die europäischen Regierungen und die Zivilgesellschaften für unsere Situation zu sensibilisieren. Wir hoffen, dass v.a. die europäischen Regierungen verstehen, dass es wichtig ist, dass unsere Stimme in Havanna wie auch in Kolumbien gehört wird. Wir hoffen deshalb, dass es im Prozess mit dem ELN besser läuft, dass wir da von Anfang an gehört und einbezogen werden. Das ELN war in dieser Hinsicht von Anfang an die sozialere Guerilla, setzt mehr auf die Partizipation der Zivilgesellschaft. Wir mussten hier feststellen, dass sich die europäischen Regierungen nicht für uns aus dem Fenster lehnen. Sie können den Verhandlungsparteien nur Empfehlungen machen, sich aber nicht in die inneren Angelegenheiten Kolumbiens einmischen. So offerieren sie uns z.B., ihre jeweiligen Botschaften in Bogotá zu informieren, dass wir auch dort vorsprechen können. Wir müssen uns also nicht allzu grosse Hoffnungen machen. Hier in der Schweiz haben wir mehr Hoffnung in die vier Parlamentarier, die uns empfangen haben. Sie nahmen sich trotz Session zwischen den Abstimmungen viel Zeit für uns, gaben uns konkrete Empfehlungen. Und sie können z.B. über die Verwendung der Mittel der Schweiz für den Postkonflikt wachen.

Ask!: Dann wünschen wir euch für eure weitere Rundreise offene Ohren, dass eure Anliegen gehört werden, und dass ihr bei den Verhandlungen eure Rechte und eure Sicherheit absichern könnt. Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute!

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08.12.2016


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26.10.2016

Dezalé - Café de origen

Foto: Christian Reichenbach

Im Hochland von Inzá (Cauca) produzieren kleine Familienbetriebe in ökologisch wertvollen Mischkulturen ein sortenreinen Spezialitätenkaffee. "Dezalé - Café de origen". Dieser wird ohne Zwischenhandel, direkt und exklusiv an acht ausgewählte Röstereien in der Schweiz exportiert. Der stolze Bauer erhält dadurch ca. 150 -170 % des aktuellen Marktpreises. Fairer als Fairtrade! "Dezalé" wurde als Kooperative im Jahr 2001 von Hansruedi Auer-Lopéz gegründet. Heute sind 45 Familienbetriebe am sozialen Projekt beteiligt.

Es sind 8 Röstereien in der Schweiz, die exklusiv den Dezalé-Kaffee rösten und verkaufen:

www.diamantkaffee.ch

www.hosennen-kaffee.ch

www.kuengkaffee.ch

www.kaffee-knubel.ch

www.cafedumonde.ch

www.lacolumbiana.ch

www.spielhofkaffee.ch

www.oetterlikaffee.ch

Weitere Informationen direkt bei: dezalecafe@remove-this.yahoo.com