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Kolumbien-Monatsbericht No. 12
Dezember 2005

 

Nestlé auf der Anklagebank
An einer öffentlichen Anhörung in Bern urteilte ein Rat über
Rechtsverletzungen von Nestlé in Kolumbien


Von Stephan Suhner

Am Wochenende vom 29. und 30. Oktober 2005 fanden im Kornhausforum in Bern eine öffentliche Anhörung zum Verhalten des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns Nestlé in Kolumbien sowie ein Internationales Forum zu Nestlé statt. Trotz strahlend schönem Herbstwetter fanden sich an beiden Tagen gut 200 Personen ein, um sich aus erster Hand über die Verletzung von Gewerkschaftsrechten, über stossende Wasserprivatisierungen und den häufig zerstörerischen Einfluss von Nahrungsmittelmultis auf die lokale Landwirtschaft zu informieren. Organisiert wurde der Anlass vom Verein MultiWatch, einer breiten Koalition aus Hilfswerken, globalisierungskritischen, kirchlichen und Menschenrechts-Organisationen sowie Parteien und Gewerkschaften. Der Autor war an diesem Prozess massgeblich beteiligt.

Die öffentliche Anhörung zu Nestlé in Kolumbien stellte den vorläufigen Höhepunkt einer seit gut drei Jahren laufenden Kampagne dar. Ein loser Zusammenschluss verschiedener Organisationen (1) verfolgte die Entwicklung mehrerer Konflikte bei der Nestlé-Tochterfirma in Kolumbien: Arbeitskonflikte, Missachtung von Gewerkschaftsrechten, Übergriffe paramilitärischer Gruppen auf Gewerkschafter, Produktqualität und Umweltverschmutzung. Gemeinsam wurde versucht, eine kritische öffentliche Meinung aufzubauen, um so Druck auf Nestlé auszuüben, damit das Unternehmen seine Geschäftspolitik ändert. Andererseits versuchten wir, den von den Konflikten betroffenen Gewerkschaftern und Arbeitern am Hauptsitz in Vevey Gespräche zu ermöglichen, um die Konflikte zu entschärfen und baten die Schweizer Behörden um Vermittlung. Nestlé hat jedoch das Gespräch in der Schweiz konsequent verweigert und verschiedene Vermittlungsbemühungen ausgeschlagen, während sich die Konflikte in Kolumbien zuspitzten. Die Nationale Gewerkschaft der Lebensmittelarbeiter SINALTRAINAL hat dann am Europäischen Sozialforum 2003 eine internationale Kampagne angekündigt, mit der sie Nestlés unethisches Verhalten anprangern wollte. Eines der Elemente dieser Kampagne war die Durchführung von öffentlichen Anhörungen über Vorfälle bei Nestlé-Niederlassungen in Kolumbien. Um im Schweizer Kontext eine öffentliche Anhörung durchzuführen, wurde im März 2005 der Verein MultiWatch (2) gegründet.


Hintergrund der öffentlichen Anhörung
Diese öffentliche Anhörung war die erste ihrer Art in der Schweiz. Von der Form her entspricht dieses Instrument alternativer Rechtssprechung den sogenannten Meinungstribunalen, wie sie z.B. vom Tribunal Permanent des Peuples durchgeführt werden. Aber auch kolumbianische Organisationen haben verschiedene Meinungstribunale durchgeführt, insbesondere in Fällen, wo der normale Rechtsweg ergebnislos ausgeschöpft worden war (3) . Obwohl im Unterschied zu einem Meinungstribunal die Anklagen im Fall Nestlé keine rein juristische Grundlage hatten, sondern auch ethisch-moralische Kriterien zu Grunde lagen, haben wir mit dieser Anhörung in der Schweiz eine Pionierleistung erbracht, die leider in der breiten Öffentlichkeit zu wenig Beachtung fand. Es ist zu hoffen, dass dieses Instrument in der Schweiz zukünftig Schule macht.

Beachtenswert ist auch die Breite des Trägervereins: Gewerkschaften, Hilfswerke, Menschenrechtsorganisationen, Parteien, kirchliche und globalisierungskritische Organisationen haben gemeinsam auf ein Ziel hingearbeitet: „Die öffentliche Anhörung soll Nestlé mit den Konsequenzen ihrer Politik konfrontieren und soll mit konkreten Forderungen darauf hinwirken, dass Nestlé verantwortlich handelt und sich an Arbeits- und Menschenrechte hält. Der Anlass soll auch dazu beitragen, öffentlichen Druck aufzubauen, damit das Problem fehlender verbindlicher Vorschriften und Normen für multinationale Konzerne in die politische Agenda aufgenommen wird und tatsächliche Lösungen gefunden werden.“ (4) MultiWatch wollte mit der Anhörung der Gewerkschaft SINALTRAINAL zudem eine Plattform für ihre Anklagen und ein Ratsurteil bieten.

Die Gewerkschaft SINALTRAINAL hatte mit Unterstützung des Anwaltskollektivs CAJAR vier Fälle aufgearbeitet, umfassend mit Beweismitteln dokumentiert und Anklageschriften verfasst. Aus Kolumbien kamen für die Anhörung vier Zeugen sowie ein Ankläger. Zudem wurden vier weitere Zeugen auf Video gezeigt. Vorangestellt wurden allgemeine Einführungen zu Nestlé und zur Situation in Kolumbien, mit besonderem Augenmerk auf Multinationale Unternehmen, Gewerkschaften und Menschenrechtsverletzungen. Einem Rat von fünf Persönlichkeiten (5) oblag es, die vier Fälle zu beurteilen (6). Dazu standen ihnen vorgängig umfangreiche Hintergrunddokumente, die Anklageschriften und Hunderte von Seiten Beweisdokumente zur Verfügung. An der Anhörung selbst wurden die Zeugen, Experten sowie der Ankläger angehört und durch den Rat befragt. Eine dreiköpfige Delegation des TPP war als Beobachter dabei und konnte die Zeugen ebenfalls befragen.

Nestlé hat eine offizielle Einladung von MultiWatch, zu ihrer Verteidigung an der Anhörung teilzunehmen, abgelehnt und auf die breite Abstützung der öffentlichen Anhörung sichtlich irritiert reagiert. In einer schriftlichen Stellungnahme (7) für interessierte Personen hielt Nestlé fest, bei diesem „symbolischen Tribunal“ handle es sich in Tat und Wahrheit „um einen selbsternannten Volksgerichtshof und um eine Perversion jeglichen rechtlichen Denkens. Nestlé ist sowohl überrascht wie auch enttäuscht darüber, dass einige vermeintlich angesehene Organisationen diese eigenartige Veranstaltung unterstützen. Nestlé hat nicht die Absicht, den Anlass mit einer Teilnahme aufzuwerten. Die abstrusen und z.T. verleumderischen Vorwürfe sind nicht neu. Nestlé hat sie sorgfältig analysiert und die Hintergründe aufgeklärt. Zum Teil handelt es sich um bewusste Unwahrheiten; zum Teil beruhen die Vorwürfe auf einer Fehlinterpretation der gesetzlichen Grundlagen oder auf unvollständigen Informationen“.

Die Zeugenaussagen haben den Rat und das Publikum stark in ihren Bann gezogen. Verschiedentlich ging ein Raunen und Kopfschütteln durch die Reihen, als die Zeugen ihre Erlebnisse schilderten. Die Klarheit der Aussagen und der Mut der Zeugen, trotz Drohungen in der Heimat in Bern öffentlich aufzutreten, wurde vom Publikum mehrfach spontan mit Applaus quittiert. Mehrere Anwesende zeigten sich auch vom formellen, feierlichen Rahmen sowie von der professionellen Vorbereitung sehr beeindruckt. Besonders grosse Wirkung hatte eine Videodirektschaltung nach Kolumbien, von wo viele Gewerkschaftsmitglieder und Nestlé-Arbeiter sowie Vertreter befreundeter Organisationen ihre Grussbotschaften live nach Bern schickten.


Das Urteil
Die Schlussdeklaration des Rates wurde am Sonntag, 30. Oktober, um 14 Uhr im Plenum vorgetragen. Der Rat lobte die gute Vorbereitung der Veranstaltung und die Qualität der Zeugenaussagen sowie die sorgfältig vorbereiteten Dossiers mit Hunderten von Seiten Beweisstücken. Der Rat bedauerte das Fernbleiben von Nestlé, da schweizerische multinationale Unternehmen ihre Verantwortung unabhängig vom jeweiligen Standort ihrer Niederlassungen wahrnehmen müssten. Die von Nestlé im Vorfeld der Anhörung veröffentlichte Stellungnahme hat der Rat berücksichtigt. Der Rat drückte sein Bedauern aus, dass Nestlé „noch vor der Kenntnisnahme des Inhalts der Anhörung und der Zusammensetzung der Jury seine Skepsis zum Ausdruck gebracht hat und ein gewisses Misstrauen der Veranstaltung gegenüber äusserte, in dem es die Vortragenden der Parteilichkeit und der Lancierung 'hysterischer' Anklagen beschuldigt. Wir bedauern die fehlende Dialogbereitschaft ... Die Argumente, die Nestlé zu seiner Verteidigung angebracht hat, wurden von den Ratsmitgliedern zur Zeugenbefragung herangezogen. Die Antworten, die wir erhielten, gingen in der Regel weit über die summarischen Rechtfertigungen des Unternehmens hinaus und erschienen uns wesentlich überzeugender.“

Der Rat bezog sich dann auf die in Kolumbien herrschende schwierige Situation, insbesondere auf die hohe Zahl an v.a. gegen Gewerkschafter gerichtete Menschenrechtsverletzungen, sowie auf die fehlenden Arbeitsrechtsgarantien. Nestlé wurde vom Rat als Unternehmen dargestellt, das Importe und Exporte ausschliesslich auf die Profite ausrichtet, ohne auf die Bedürfnisse des Landes Rücksicht zu nehmen. „Nestlés Arbeitspolitik zeichnet sich heute durch den klaren Willen aus, die Gewerkschaft loszuwerden … [und] wendet derzeit eine Restrukturierungspolitik an, die darauf abzielt, die Produktionskosten zu senken, während aber die Rentabilität seiner Unternehmen unaufhörlich steigt.“ Der Rat hob zudem Nestlés Fähigkeit hervor, aus der extremen politischen Situation des zerrütteten Landes Profit zu schlagen und durch Schaffung eines effizienten Netzwerks in der kolumbianischen Verwaltung substantielle Vorteile zu erlangen. In Bezug auf die durch vermeintliche Paramilitärs begangenen Morde an Gewerkschaftern, die sich in der Regel während Konflikten im Unternehmen zutrugen, hielt der Rat fest: „Wenn auch Nestlé nicht direkt verantwortlich gemacht werden kann, so ist doch festzuhalten, dass die angewandten Einschüchterungs- und Erpressungsmethoden eine indirekte Verantwortung mit sich bringen … Auch wenn sich Nestlé angesichts dieser Gewalt sehr besorgt gibt, so hat das Unternehmen es doch unterlassen, mit aller Härte, die man von ihm hätte erwarten können, zu reagieren, unter dem Vorwand, dass diese Gewalt nicht nur auf die Arbeiter abzielt, sondern auch auf leitende Angestellte.“ Nestlé habe weder etwas unternommen, um die Schuldigen einer Verurteilung zuzuführen, noch um ihre Angestellten zu beschützen. Der Rat kam zum Schluss, dass Nestlé sich Unterlassungen hat zu Schulden kommen lassen und damit indirekt verantwortlich gemacht werden kann.

In Bezug auf die gewerkschaftsfeindliche Politik und die Entlassung von 9 Gewerkschaftern im Herbst 2002 kommt der Rat zum Schluss, dass Nestlé weder die nationale Gesetzgebung noch die internationalen Konventionen respektierte: „Diese Arbeitspolitik widerspricht jedem Recht. Es ist ganz besonders schockierend, dass Nestlé auf diese Weise vorgeht, wo sie sich doch damit rühmt, ein Vorzeigeunternehmen zu sein. Es ist bekannt, dass die Leitung in der Schweiz viel Geld in das Image der Firma steckt und sich das Marketing teuer zu stehen kommen lässt. In dem Dokument, das in unseren Besitz gelangt ist, gibt sie vor, die gewerkschaftliche Freiheit zu respektieren und im Sinne eines grösst möglichen wirtschaftlichen und sozialen Nutzens Kolumbiens zu handeln, dank der zu 90% im Lande hergestellten Produkte. Die vernommen Zeugenaussagen geben keinerlei Anlass, dieser Aussage Glaube zu schenken.“

Der von der Ernsthaftigkeit und der Glaubwürdigkeit der Zeugenaussagen und der vorgebrachten Beweismittel beeindruckte Rat konnte das Vorgehen von Nestlé in Kolumbien nur als unannehmbar verurteilen für ein Unternehmen, das sich seines guten Rufes und des Vertrauens seiner Kunden rühmt. Sowohl was die Versäumnisse hinsichtlich der Produktqualität und des Umweltschutzes, als auch die Zerstörungspolitik hinsichtlich der Arbeitsbedingungen und der Gewerkschaft anbelange, überschreite Nestlé die Grenzen des Tolerierbaren. Der Rat rief dazu auf, „in der Schweiz und auf internationaler Ebene Massnahmen zu treffen, um Nestlé dazu zu verpflichten, die in den internationalen Konventionen und in der kolumbianischen Verfassung vorgesehenen Gewerkschaftsrechte zu respektieren.“ Der Rat empfiehlt weitere Schritte bei der ILO und wünscht, dass die Schweizer Behörden das Dossier erhalten und Nestlé auffordern, ihre Politik in Kolumbien zu ändern. Die Schweizer Regierung wird zudem aufgefordert, die Aussenwirtschaftspolitik in Bezug auf die Respektierung der Menschenrechte kohärenter zu gestalten.


Internationales Forum
In vier Workshops wurden am Sonntag Vormittag verschiedene Tätigkeitsbereiche Nestlé erörtert. Im Workshop Nestlé und Landwirtschaft wurden konkrete Beispiele aus Jamaika und Frankreich behandelt und dabei festgestellt, dass Nestlé und andere Konzerne ihre wirtschaftliche Macht missbrauchen, um sich Reichtum und Ressourcen der kleinbäuerlichen Landwirtschaft anzueignen. Sie drücken Ankaufspreise, fördern eine grossflächige industrielle Produktion, marginalisieren Kleinproduzenten durch strikte Produktionsstandards und nützen die Unterschiede zwischen den armen und reichen Ländern aus. Im Workshop wurde die Forderung aufgestellt, die Schweizer Regierung solle sich für eine internationale Regulierung der Agrarmärkte einsetzen, die die regionale Produktion schützt und die Ernährungssouveränität in den Vordergrund stellt. Die Schweiz soll zudem die Regierungen von Entwicklungsländern dabei unterstützen, sich gesetzlich vor Monopolstellungen von multinationalen Konzernen zu schützen und sich für die Etablierung internationaler verbindlicher Normen einsetzen, die die multinationalen Konzerne dazu zwingen, die negativen Auswirkungen ihrer Produktionsweisen auf Mensch und Umwelt zu reduzieren und die Kosten dafür nach dem Verursacherprinzip selbst zu bezahlen.

Im Workshop Nestlé und das Wasser wurde festgehalten, dass Wasser ein öffentliches Gut der Menschheit ist. Der Zugang zu sauberem und zu genügend Trinkwasser ist ein grundlegendes Menschenrecht, das von der öffentlichen Hand garantiert werden muss. Die WorkshopteilnehmerInnen waren der Ansicht, dass die private Nutzung von Wasserressourcen zu Profitzwecken illegitim ist und mittelfristig verboten werden muss. Sie stellten fest, dass Nestlé diese Prinzipien nicht respektiert. Deshalb fordern sie von Nestlé, dass das Unternehmen nicht mehr Wasser abpumpt, als durch den natürlichen Erneuerungsrhythmus ersetzt wird, und auf jeden Fall dem Versiegen von Quellen vorbeugt. Weiter soll Nestlé beim Erwerb von Quellennutzungsrechten weder nationale, regionale noch traditionelle Rechte verletzten und beim Erwerb dieser Rechte das ausdrückliche Einverständnis der betreffenden lokalen Bevölkerung einholen. Zudem soll Nestlé die Verschmutzung des Oberflächen- und des Grundwassers beenden und die verursachten Schäden wiedergutmachen. Die Schweizer Regierung soll sich dafür einsetzen, dass Wasser als Grundvoraussetzung allen Lebens ein öffentliches Gut bleibt und nicht privatisiert werden kann, und dass das Grundrecht auf Wasser sowie die entsprechende demokratische Mitsprache der betroffenen Bevölkerung einerseits in die jeweilige nationale Gesetzgebung aufgenommen und andererseits in einer von der UNO verabschiedeten internationalen Wasserkonvention verbindlich festgehalten wird.

Im Workshop über Arbeits- und Gewerkschaftsrechte wurde festgehalten, dass die Strategie zur Profitmaximierung und zur Produktionskostensenkung zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, zu Produktionsverlagerungen und zur Einschränkung der Gewerkschaftsrechte führt. Es wurde aufgezeigt, dass Nestlé in vielen Ländern eine gewerkschaftsfeindliche Strategie verfolgt. Es wurde gefordert, dass Nestlé weltweit die Arbeits- und Gewerkschaftsrechte respektiert, Massnahmen zum Schutz des Lebens und der Gesundheit der Angestellten trifft und das Recht auf sichere Arbeitsplätze respektiert.
Im Workshop über Menschenrechtsnormen wurden bedeutende Lücken im Schweizer als auch im internationalen Recht festgestellt. Deshalb soll die Schweizer Gesetzgebung angepasst werden, um die multinationalen Konzerne zu zwingen, juristische Normen, die an ihrem Konzernsitz gültig sind, auch im Ausland zu respektieren; zudem soll das Klagerecht für Vereine, NGOs und Gewerkschaften im Straf- und Zivilrecht ausgeweitet werden und die Schweiz sich dafür einsetzen, dass die Staaten die "Menschenrechtsnormen für transnationale Konzerne und andere Wirtschaftsunternehmen" der UNO-Subkommission zur Förderung und Wahrung der Menschenrechte annehmen.

Die Teilnehmer an der Anhörung und an den Workshops verpflichteten sich, die bereits existierenden Instrumente zu benutzen, in dem z.B. vor allen Instanzen, wo dies möglich ist, Klagen gegen multinationale Unternehmen erhoben werden. Weiter verpflichteten sich die Teilnehmer, die erhobenen Forderungen gegenüber Nestlé und anderen Unternehmen sowie gegenüber den Staaten und den internationalen Organisationen einzufordern, verantwortungsbewusst zu konsumieren, ein wachsames Auge auf die rein profitorientierten Geschäftspraktiken von multinationalen Konzernen zu haben und bei Missbräuchen zu protestieren.

 

Fussnoten

1. U.a. ATTAC Bern, Gewerkschaft Bau und Industrie GBI Bern, ASK, Solifonds, SchülerInnenkollektiv CAKE etc
.
2. MultiWatch wurde im März 2005 gegründet und wird gegenwärtig (Stand Oktober 05) von folgenden Organisationen getragen: Alliance Sud (früher Arbeitsgemeinschaft der Hilfswerke), Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien ASK, Attac Schweiz, Brot für Alle, CETIM, Erklärung von Bern, Fachstelle OeME Bern, Gewerkschaftsjugend Bern, Grüne Partei Schweiz, HEKS, JUSO Schweiz, OeME Kommission Bern-Stadt, Partei der Arbeit Schweiz, Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH, Syndicat interprofessionnel de travailleuses et travailleurs (Sit), Solifonds, SWISSAID, terre des hommes schweiz, Unia Bern.

3. Siehe dazu unseren Monatsbericht Nr.1/2004, http://www.askonline.ch/monatsberichte/1.04.html; Tribunal International des Peuples: http://www.grisnet.it/filb/

4. Hans Schäppi, Präsident des Solifonds, an der Medienkonferenz vom 27. Oktober 2005. http://www.multiwatch.ch/fileadmin/Dateien/MedienmitteilungPK_deutsch.pdf

5. Die Ratsmitglieder waren: Carlo Sommaruga, Rudolf Schaller, Carola Meier-Seethaler, Dom Tomas Balduino und Anne-Catherine Menétrey-Savary .

6. Auf www.multiwatch.ch finden sich ausführliche Informationen zu den vier Fällen.

7. „Anhörung“ in Bern. Nestlé nimmt Stellung. Nestlé Corporate Communications, 20. Oktober 2005.

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