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Kolumbien-Monatsbericht No. 01
Januar 2005

Die Privatisierung des Krieges - der Schauplatz Kolumbien

von Bruno Rütsche

Es ist der 1. August 2002. Der 23-jährige Computertechniker Alexander Wakefield Ross, US-Bürger, versieht seinen Dienst auf der Militärbasis Villa Garzón im Departement Putumayo in Kolumbien. Der junge Mann tritt auf das Rollfeld hinaus und nähert sich einem Flugzeug. Als er vor dem Propeller steht, zündet der Pilot den Motor. Der Propeller zerschmettert dem jungen Mann den Kopf. Er ist auf der Stelle tot.

Der mysteriöse Tod eines US-Bürgers im Putumayo...

Warum starb Alexander Ross - oder besser: Warum musste Alexander Ross sterben? Ross war für die Auswertung von Luftbildern zuständig. Er hatte nichts mit Flugzeugen zu schaffen. Eine Autopsie wurde nie durchgeführt, Todeszeit und Todesangaben wurden gefälscht, ebenso seine Ausweispapiere. Die Familie erhielt von keiner Seite , weder von der kolumbianischen Polizei, noch vom US-Staatsdepartement, noch von der US-Botschaft Erklärungen. Warum Ross sterben musste, wird wohl nie völlig aufgeklärt werden. Seine Familie behauptet, dass er umgebracht wurde, weil er von einem Drogendeal von DynCorp-Angestellten wusste. Jene, die angestellt sind, den Drogenkrieg zu führen, werden nicht selten selber zu Dealern. Zu verlockend ist die Ausgangslage: DynCorp-Flugzeuge können sich frei bewegen, ohne dass sie kontrolliert werden. Und fliegt ein Deal auf, hat dies keine Folgen, denn DynCorp-Angestellte geniessen Immunität...

DynCorp, MPRI oder Kellogg Brown & Root [1] - diese Firmennamen sind uns kaum geläufig. Dabei führen sie Krieg in staatlichem Auftrag. Private Militärunternehmen arbeiten heute in über 100 Ländern und machen rund 100 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr. Nirgends sonst ausser im Irak kommen derart viele Söldnerunternehmen zum Einsatz wie in Kolumbien. Hier hat die Privatisierung des Krieges eine lange Tradition. Was die Armee aus politischer Rücksichtnahme nicht ausführen kann , wird an die paramilitärischen Verbände delegiert, welche dann die Drecksarbeit erledigen. Da dieses Modell ausser Kontrolle zu geraten droht, kommen seit anfangs der 90er Jahre private Militärunternehmen zum Zuge. Sie führen Krieg im Auftrage von US-Behörden.

Alexander Ross arbeitete für die us-amerikanische Firma DynCorp, einem der weltweit grössten privaten Militärunternehmen. DynCorp - im März 2003 von der Firma CSC Computer Science Corporation für 950 Mio. Dollar übernommen - beschäftigt rund 26'000 Angestellte und erwirtschaftet einen Umsatz von 2,3 Milliarden Dollar pro Jahr. DynCorp ist Marktleader im militärischen Outsourcing-Geschäft. DynCorp-Angestellte bilden die bosnische Polizei aus, schützen den afghanischen Präsidenten, trainieren die neue Polizei im Irak, kontrollieren die Grenze zwischen den USA und Mexiko, bewachen die Waffentest-Gebiete des Pentagon und das Flugzeug des US-Präsidenten. Die Hälfte des Umsatzes macht DynCorp mit Aufträgen des Pentagon.

DynCorp ist aber auch zuständig für die Informatik wichtiger US-Regierungsbehörden, so für die Datenbanken des Verteidigungs-, Aussen- und Justizministeriums, der Bundessteuerbehörde, der Kontrollbehörde für das Börsenwesen, der Drogenbekämpfungsabteilung DEA, wie auch für die Computer des FBI und des CIA. Damit hat DynCorp Zugang zu höchst vertraulichen Daten und Informationen aus Politik, Militär und Wirtschaft. Doch damit noch nicht genug: Auch die strategischen Erdölreserven der US-Regierung werden von DynCorp in Verbindung mit anderen privaten Firmen verwaltet.

Von der Drogen- zur Aufstandsbekämpfung

Seit anfangs der 90er Jahre ist DynCorp zusammen mit rund 30 weiteren privaten Militärunternehmen auch in Kolumbien präsent. DynCorp führt im Auftrag der US-Behörden den Drogenkrieg in Kolumbien, besprüht die Cocafelder mit einem Pestizidcocktail, welches für Mensch und Umwelt drastische Auswirkungen hat.[2]

Als im Jahr 2000 der US-Kongress dem Plan Colombia zustimmte, welcher als Drogenbekämpfungsplan präsentiert wurde, warnten kritische Stimmen vor einem neuen Vietnam. So legte der US-Kongress eine Höchstzahl von 400 offiziellen US-Militärberatern und von 400 privaten Sicherheitsberatern fest, welche sich gleichzeitig in Kolumbien aufhalten dürfen. Inzwischen ist die Zahl der Militärberater offiziell verdoppelt und die Beschränkung der privaten Sicherheitsberater ganz aufgehoben worden. Eingehalten wurde sie nie. Heute sind schätzungsweise mindestens 1000 Zivile und 2500 US-Militärs in Kolumbien im Rahmen von Militärausbildung, Nachrichtendienst, Drogen- und Aufstandsbekämpfungsoperationen im Einsatz.[3] Kolumbien avancierte durch den Plan Colombia nach Israel und Ägypten zum drittwichtigsten Militärhilfeempfänger der USA. Nach dem 11. September 2001 lüftete die US-Regierung auch die letzte kosmetische Maske und erlaubte den Einsatz der milliardenschweren US-Militärhilfe auch für die Bekämpfung des Terrorismus, sprich die Bekämpfung der Guerillaorganisationen.

Bereits im Jahr 1999 zeigte ein Vorfall, wie tief die USA in den Konflikt in Kolumbien involviert waren. Im Süden Kolumbiens, nahe der Grenze zu Ecuador, zerschellte ein Spionageflugzeug an einem Berg. Es war in geheimer Mission unterwegs und sollte den Aufenthaltsort der FARC-Führung ausfindig machen. Die Besatzung, fünf US-Beamte, kamen dabei ums Leben.

Doch die Liste der Vorfälle lässt sich erweitern: Bei dem Beschuss des Dorfes Santo Domingo im Departement Arauca starben am 13. Dezember 1998 17 Personen, darunter sechs Kinder. Jahre später zeigte sich, dass der Luftangriff auf das Dorf von drei us-amerikanischen Sicherheitsdienstlern geleitet und befehligt worden war. Sie leiteten den Angriff von einem Skymaster-Flugzeug der Sicherheitsfirma Airscan aus, welche für die Überwachung der Ölpipeline Caño Limón - Coveñas zuständig ist. Das Video, auf dem der Angriff auf das Dorf aus dem Skymaster-Flugzeug aufgezeichnet worden war, lag jahrelang bei der US-Ölfirma Oxy unter Verschluss. Vor Gericht erscheinen die drei US-Amerikaner nie und die US-Justiz weigert sich, sie an Kolumbien auszuliefern.

In der Hand der FARC befinden sich seit dem 13. Februar 2003 drei US-Bürger. Sie waren zusammen mit einem weiteren US-Amerikaner und einem Kolumbianer auf einem Spionageflug, als ihr Flugzeug von der FARC abgeschossen wurde. Zwei Besatzungsmitglieder starben beim Absturz. Auch dieses Flugzeug war im Auftrag eines privaten Militärunternehmens unterwegs, der California Microwave Inc. Unmittelbar nach dem Vorfall entsandte die US-Regierung 49 US-Marines, welche die Gefangenen befreien sollten. Am 25. März 03 stürzte ein an der Suche beteiligtes Flugzeug ab, drei US-Amerikaner verbrannten.

Strategische Interessen der USA

Seit 1992 beziehen die USA mehr Öl aus Lateinamerika als aus den Golfstaaten. Kolumbien wurde zum siebtgrössten Öllieferanten der USA. Ein grosses Potential an Erdöl und anderen Bodenschätzen ist bekannt, aber nicht erschlossen. Laufend werden von der kolumbianischen Regierung Lizenzen über Bohrverträge an multinationale Firmen vergeben. Doch in vielen der potentiellen Fördergebiete ist die Guerilla präsent und der Schutz der Anlagen verschlingt hohe Summen. Damit die Ressourcen profitabel ausgebeutet werden können, muss die Guerilla ausgeschaltet werden.

Musste vor dem Fall der Berliner-Mauer und dem Zusammenbruch des Ostblocks die Bekämpfung des Kommunismus als Rechtfertigung für die US-Präsenz in Lateinamerika herhalten, war es nach 1989 der sogenannte Drogenkrieg und nach den Anschlägen vom 11. September 2001 der Krieg gegen den Terrorismus.

Dass es dabei um handfeste wirtschaftliche und politische Interessen der USA geht, wird unmissverständlich ersichtlich in der Anweisung des US-Südkommandos, das für Lateinamerika verantwortlich ist. Dort heisst es: Das US-Militär muss Prioritäten der Politik durchsetzen, zum Beispiel den Zugang zu strategischen Ressourcen sichern.[4]

Kolumbien ist da nur ein Schauplatz. Es geht um den gesamten Andenraum und vor allem auch um das Amazonasbecken, dem weltweit zweitgrössten Süsswasserreservoir mit einer einzigartigen, weitgehend unerforschten Artenvielfalt. Das US-Südkommando hat sogenannte FOL, Forward Operating Location, vorgelagerte Operationsstützpunkte errichtet, welche sich wie ein Ring um die Region legen: In El Salvador, auf den niederländischen Karibikinseln Aruba und Curaçao und in Manta, an der ecuadorianischen Pazifikküste. Der Plan Colombia wurde ausgeweitet zur Andeninititive.

Vom US-Stützpunkt in Manta aus wird der Drogenkrieg in Kolumbien logistisch gesteuert. Und so trifft man auch hier auf Angestellte des DynCorp. Von Manta aus wird auch die gesamte Anden- und Amazonasregion überwacht. Für die USA haben sich nämlich einige Dinge in Lateinamerika ungünstig entwickelt: Soziale Bewegungen sind erstarkt und markieren eine klare Opposition gegen die US-Interessen. Brasilien, Ecuador, Bolivien, Venezuela und auch Uruguay sind deutliche Beispiele. Dieser Widerstand verhinderte die Umsetzung des Gesamtamerikanischen Freihandelsabkommen ALCA, welches im Januar 2005 hätte in Kraft treten sollen. Hauptpunkt des ALCA ist der freie Zugriff von privaten Unternehmen auf Bodenschätze, Artenvielfalt, die Privatisierung der Ressourcen und die Patentierung von Lebewesen.

Die Privatisierung des Krieges als Strategie

In Kolumbien wurde längst vor dem Einzug privater Militärunternehmen auf verdeckte Operationen gesetzt, dies auf Empfehlung der Schule für besondere Kriegsführung in Fort Bragg, Nordcaroline in den USA. 1962, noch bevor die kolumbianischen Guerillaorganisationen entstanden, heisst es in einem Bericht: Es soll sofort eine Equipe in diesem Land (Kolumbien) gebildet werden, welche ziviles und militärisches Personal auswählt im Hinblick auf ein geheimes Training für Repressionsoperationen. (...) Diese Struktur wird genutzt werden, wenn die Veränderungen, welche wir für nötig erachten, um Gegen-Agenten und Gegen-Propaganda in Aktion zu setzen und in dem Masse wie es notwendig sein wird, Sabotage und/oder paramilitärische terroristische Aktionen gegen die bekannten Vertreter des Kommunismus umzusetzen. Die USA müssen dies unterstützen.[5]

Drei Jahre später, am 24. Dezember 1965, sozusagen als Weihnachtsgeschenk, wurde das Dekret 3398 erlassen, worin alle KolumbianerInnen zum Einsatz an der Seite der Armee verpflichtet werden: Alle KolumbianerInnen, Männer und Frauen, welche nicht obligatorischen Militärdienst leisten, können von der Regierung bei Aktivitäten und Arbeiten eingesetzt werden, um zur Wiederherstellung der Ordnung beizutragen.[6] [7]

Im gleichen Dekret wird die Armee ermächtigt, Zivile zu bewaffnen. Diese gesetzliche Grundlage ermöglichte die legale Bildung paramilitärischer Gruppen. Diese übernahmen - in engster Zusammenarbeit mit der Armee - die Führung des schmutzigen Krieges. Im Namen der Aufstandsbekämpfung eliminierten sie soziale Führungsleute, GewerkschaftlerInnen und JournalistInnen, oppositionelle PolitikerInnen, MenschenrechtsaktivistInnen, fortschrittliche Priester und Nonnen und terrorisierten die Zivilbevölkerung. Massaker, Terror und systematische Vertreibung wurden zu bevorzugten Methoden der paramilitärischen Verbände. Strategisch und wirtschaftliche bedeutende Regionen wurden gesäubert und gerieten unter die militärische, politische und soziale Kontolle der Paramilitärs. In dem Masse, wie die direkte Verantwortung der Armee für massive Menschenrechtsverletzungen wie aussergerichtliche Hinrichtungen und Verschwindenlassen abnahm, nahm jene der paramilitärischen Verbände zu.[8]

Und auch hier spielten internationale Söldner eine Rolle. Ende der 80er Jahre bildete der israelische Ex-Oberst Yair Klein auf dem Gelände von Texaco in Puerto Boyacá paramilitärische Einheiten aus. Bezahlt wurde die Ausbildung von den Drogenhändlern Pablo Escobar und Rodríguez Gacha. Die Kontakte zu den Ausbildnern wurden über die Armee hergestellt welche auch die Einreise organisierte. Yair Klein wurde 1997 in Sierra Leone verhaftet. Er war auch dort als Ausbildner tätig, anscheinend im Austausch gegen Diamanten. Später gelang es ihm, aus dem Gefängnis zu entkommen. Am 11. Juli 2000 publizierte die kolumbianische Zeitung El Colombiano einige Ausschnitte aus einem in der israelischen Zeitung Maariv erschienen Interview mit Yair Klein. Darin betont er u.a.: Ich wollte nie die Wahrheit über die Episode in Kolumbien sagen. (...) Ich kann nur etwas sagen, was ich bis heute nicht gesagt habe: ich war in Kolumbien auf Einladung der Amerikaner und Punkt. Alles was die USA nicht tun können, da es ihnen untersagt ist, sich in Angelegenheiten fremder Regierungen einzumischen, machen sie (die USA) durch andere. Ich handelte mit ihrer Lizenz und ihrer Erlaubnis in Kolumbien.[9]

Wenn heute die USA die Auslieferung zahlreicher paramilitärischer Führungsleute verlangen, so scheinen sie vergessen zu haben, dass sie genau diese aufgebaut und unterstützt haben, wohl wissend, dass diese sich zu 70% aus dem Drogenhandel finanzierten, wie ihr damaliger Chef Carlos Castaño in einem Interview freimütig erklärte.[10] Stan Goff, US-Militärberater, welcher in der Basis Tolemaida in Kolumbien Infanteristen in Aufstandsbekämpfung unterrichtet hatte, meinte in einem Interview: Die Organisation von Castaño (der paramilitärische Dachverband AUC) ist direkt mit der Armee verknüpft, für Geheimdienstaufgaben wie Operationen. Diese Vernetzung wurde 1991 unter der Aufsicht des US-Verteidigungsdepartements und der CIA geschaffen und eintrainiert.[11]

Der Verantwortung entgehen...

Outsourcing von Gewalt ist ein weltweites Phänomen. Schätzungsweise 10% des US-Verteidigungsbudgets gehen an private Firmen.[12] Die Angestellten der privaten Militärunternehmen stehen bei diesem unter Vertrag und sie handeln unter dem Schutz der jeweiligen US-Botschaft. Die US-Regierung behandelt sie aber nicht als Staatsangestellte im eigentlichen Sinne. Sie übernimmt keine finanzielle oder legale Verantwortung für deren Aktivitäten, die Verantwortung liegt allein beim Unternehmen. Die US-Regierung hat zahlreiche Staaten mit der Einfrierung von Hilfe gedroht, wenn sie nicht in bilateralen Abkommen zusichern, keine US-Bürger an den Internationalen Strafgerichtshof auszuliefern.[13] Auch hier: Die Söldner erledigen die Drecksarbeit, der Staat übernimmt offiziell keine Verantwortung, schafft aber Strukturen, um den Söldnern Straflosigkeit zuzusichern. So wird zur offiziellen Armee eine parallele private Militärstruktur aufgebaut. Billig ist dies nicht, denn der Lohn eines DynCorp-Angestellten beträgt ein Vielfaches des Soldes eines regulären Soldaten. Sparen ist also kein Grund. Die Gründe liegen anderswo: Staaten können für die Taten der bezahlten Söldner nicht verantwortlich gemacht werden und wenn ein Angestellter eines privaten Militärunternehmens getötet wird, dann handelt es sich um einen Zivilisten, der bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen ist. Kein Grund zur Aufregung. Demgegenüber kommen reguläre Soldaten in flaggengeschmückten Särgen zurück. Ihr Tod lässt sich nicht verheimlichen. Das sind schlechte Nachrichten. Der tote Söldner dagegen ist keine Zeile wert.

Outsourcing vertuscht den Krieg. Outsourcing öffnet Menschenrechtsverletzungen und der Verletzung des humanitären Völkerrechtes Tür und Tor und umgeht diese internationalen Errungenschaften. Outsourcing unterminiert den Rechtsstaat und hebt die Trennung zwischen Zivilen und Kombattanten auf. Outsourcing macht den Krieg zur Ware und entzieht ihn der demokratischen Kontrolle.

Alexander Wakefield Ross starb im Krieg. In einem Krieg des 21. Jahrhunderts, geführt von Dienstleistern im staatlichen Auftrag.



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[1]Die Militärfirma Kellogg Brown & Root ist ein Zweig des Ölgiganten Halliburton. Kellogg Brown hat die Gefängnisse in Gunatánmo gebaut, aber auch Miliardenbeträge für Logistik im Irakkrieg und nun für die Wiederinstandsetzung der irakischen Ölbohrtürme bekommen. Der frühere Generaldirektor von Halliburton ist der amtierende US-Vizepräsident Dick Cheney. Quelle: Sendung des WDR von Sheila Mysorekar, Feldversuch Kolumbien oder die Privatisierung des Krieges.

[2]Siehe auch Kolumbien-Monatsberichte No. 3 / 2004 Drogenkriegsrapport

[3]Quelle: Reportage des Westdeutschen Rundfunks WDR

[4]Quelle: Reportage des WDR

[5]Zitiert aus Noche y Niebla, Deuda con la Humanidad, Paramilitarismo de Estado 1988 - 2003, Banco de Datos, Cinep

[6]Ebd.

[7]Der heute amtierende Präsident Uribe scheint dies konsequent umzusetzen, wenn er sagt, dass die Armee 40 Mio. Kollaborateure brauche, um die Gewalttätigen niederzuschlagen. Heute hat er gegen 2 Mio. Informanten, über 25'000 Bauernsoldaten, weitere rund 30'000 Familien zum Schutz des Waldes in das Unterstützungsnetz der Armee integriert. Die Linie zwischen Zivilen und Kämpfenden wird bewusst verwischt...

[8]Die Vernetzung zwischen Armee, privaten Sicherheitsfirmen und paramilitärischen Aktionen wurde auch in der kürzlich aufgedeckten Operación Dragón - Operation Drachen deutlich. Die Geheimdienstabteilung der 3. Armeebrigade hatte minutiöse Überwachungsdaten von MenschenrechtsaktivistInnen, GewerkschaftlerInnen und Oppositionspolitikern an das private Sicherheitsunternehmen Consultoría Integral Latinoamericano weitergegeben. Bei Hausdurchsuchungen in Medellín und Cali stellte die Staatsanwaltschaft konkrete Pläne zur Ermordung der bespitzelten Personen fest. Quelle: Kolumbien-aktuell, No. 393, 29. Sept. 04

[9]Noche y Niebla, Deuda con la Humanidad, Paramilitarismo de Estado 1988 - 2003, Banco de Datos, Cinep, 2004

[10]Radiointerview mit Dario Arismendi in RCN und aufgezeichnet in Cambio, Ausgabe 15. Mai 2000

[11]Zitiert in Noche y Niebla, Cinep, 2004

[12]Die New York Times berichtete am 13. Dezember 2002 unter dem Titel Geheime amerikanische Armee mit Gewinnabsicht, dass es 90 private Militärfirmen mit Sitz in 15 verschiedenen Ländern und Tätigkeiten in 110 Ländern gebe. 24 dieser Unternehmen mit Sitz in den USA haben zwischen 1994 und 2002 mit dem US-Verteidigungsdepartement 3061 Verträge über eine Gesamtsumme von 300 Milliarden Dollar abgeschlossen. Quelle: Noche y Niebla, Cinep, 2004

[13]Kolumbien unterzeichnete ein solches bilaterales Nicht-Auslieferungs-Abkommen im Jahr 2002

 

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